11.03.2019 - 22:39 Uhr
Neustadt an der WaldnaabSport

Zwickau zockt, DJK ohne Feuer

Eigentlich war es nur ein schwächeres Viertel der Neustädter Basketballer. Doch das reichte den Gästen aus Zwickau für die entscheidenden Treffer. Bei der 81:91 (39:45)-Heimniederlage lief aber aus Sicht der DJK so einiges schief.

Jonas Meißner (rechts) hätte zum Matchwinner werden können. Doch der kaum zu stoppende Big-Man der Neustädter Regio-Basketballer bekommt gegen Zwickau zu wenig Bälle.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Zunächst aber zu einem der wenigen Lichtblicke: Nachwuchsaufbau Yannik Stein feierte am Samstag sein Comeback nach langer Verletzungspause - eine Sprunggelenksblessur, die er sich in der Hinrunde gegen eben jene GGZ Zwickau Baskets zugezogen hatte. Und zeigte wie beim 90:77-Erfolg im November eine starke Leistung.

Auch ein weiterer Kreis sollte sich schließen: Das Co-Trainer-Duo Gabi Ionescu und Marco Campitelli, die in Zwickau den beruflich verhinderten Coach Stefan Merkl vertraten, mussten wieder ran - ungeplant. Merkl, der als Jugendkoordinator des Bayerischen Basketball-Verbands (BBV) in Landshut eine Basketball-Akademie organisierte, steckte auf der Heimfahrt im Stau. Er konnte erst im Schlussviertel eingreifen. Dort sah er gerade noch, wie Jonas Meißner nach fünftem Foul vom Platz musste.

Ein herber Verlust, der noch schlimmer hätte ausfallen können, wie Campitelli die Begegnung bis dahin analysierte. Dann nämlich, wenn der dominierende Center besser eingesetzt worden wäre. "Wir hatten im dritten Viertel über Minuten ein Mismatch zu unseren Gunsten mit einem kleineren, schwächeren Gegenspieler für Jonas", so der Co-Trainer. "Doch Jonas hat kaum Anspiele bekommen, ebenso wenig wie Vlady (Krýsl), der meist in guter Position frei stand." Wirklich ärgerlich, so der Co-Trainer, denn die DJK habe in dieser Phase nicht schlecht geworfen, sich zweikampfstark gezeigt und viele Turnovers erzwungen - sie aber nicht genutzt. "Einige der Außen waren zu eigensinnig und sind ständig gegen drei Gegenspieler zum Korb gezogen. Yannik und Sebastian (Fritsch) möchte ich da ausnehmen." Beide hätten klug gespielt.

Fast hätte es unter dem Anfeuern der DJK-Fans trotz allem gereicht. Neustadt kam nach holperigem Start besser ins Spiel und blieb mit einigen Punkten Rückstand dran. Doch zum Auslassen eigener Chancen kam noch etwas Entscheidendes. "Die Zwickauer haben einfach pervers gut geschossen", brachte es Campitelli auf den Punkt. Insbesondere Hendrik Bellscheidt (34 Punkte/5 Dreier) und Felix Fraas (22/6) verhinderten mit einer unwahrscheinlich starken Trefferquote, dass Neustadt seine Defensivsysteme variieren konnte.

"Am Ende hat etwas das Feuer gefehlt, das letzte Aufbäumen", war sich Headcoach Merkl mit seinem Trainerteam nach der verdienten Niederlage einig. Die bringt Neustadt als nun Siebten mit nur zwei Punkten Puffer zur Abstiegszone in Zugzwang. Aus dem Restprogramm gegen drei Teams im Abstiegskampf braucht Neustadt noch einen Sieg. Und ohne Feuer ist der nur schwer zu holen.

DJK: Merkl (19 Punkte/4 Fouls), Krýsl (16/3), Bieber (14/2), Meißner (10/5) Stych (9/2 ), Hawes (5/2), Fritsch (4/1) Stein (4/3) Sailer und Pöss (je 0/1).

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