Niedermurach
22.03.2024 - 20:03 Uhr
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Kreisliga-Gegensätze: Die Fehlstarter aus Niedermurach, die Optimalstarter aus Schwarzenfeld

Die Kreisliga west ist aus dem Winterschlaf erwacht. Für die SG Niedermurach/Pertolzhofen gilt das nicht. Der 1. FC Schwarzenfeld überrascht. Trainer Mathias Meßmann sagt warum.

„Zu Hause ist’s doch am schönsten.“ Diesen Spruch können die Kicker der SG Niedermurach/Pertolzhofen so gar nicht unterstreichen. Nach der Winterpause traten sie zwei Mal auf eigenem Gelände an, zwei Mal ging’s schief: 1:4 gegen den 1. FC Schwarzenfeld, 0:5 gegen den SV Schwandorf/Ettmannsdorf II. Und jetzt steht am Sonntag nochmals eine Partie auf eigenem Gelände auf dem Spielplan – gegen die SG Silbersee, die Spielgemeinschaft aus Treffelstein und Tiefenbach. „Nein, nein“, sagt Manuel Gleißner darauf angesprochen. „Einen Heimkomplex haben wir nicht. Das hat nichts damit zu tun.“ Gleißner (38) hat nach der Trennung von Jonny Richter zusammen mit Spieler Andreas Prey das Coaching der Mannschaft übernommen.

Ab und zu kickt Gleißner in der „Zweiten“. Dass er zuletzt sogar in der ersten Mannschaft ran musste, zeigt auch ein derzeitiges Problem der Spielgemeinschaft aus dem Murachtal. Die Personaldecke ist ziemlich dünn. Zu allem Überfluss brach sich zuletzt der spielende Trainer Prey das Wadenbein.

Erfolgreich vor der Winterpause

Sie geben aber nicht auf in Niedermurach und Pertolzhofen, obwohl sie nach den letzten beiden Pleiten jetzt wieder mit dem Vorletzten TSV Dieterskirchen, gleichauf liegen. „Allmählich kommen wieder einige Spieler zurück“, sagt Gleißner und verweist auch auf die durchaus vorhandene Qualität der Mannschaft: „Vor der Winterpause hatten wir einen Lauf, da haben wir gezeigt, dass wir es können.“ Dem Spitzenteam TSV Detag Wernberg wurde ein Punkt abgetrotzt, gegen Spitzenreiter TSV Tännesberg fiel die Niederlage mit 2:3 äußerst knapp und auch unglücklich aus. Die Konkurrenten im Abstiegskampf Dieterskirchen, Fischbach und Weidenthal wurden allesamt besiegt. Der miserable Saisonstart mit nur zwei Punkten aus neun Spielen schien vergessen.

Jetzt ist die Punktemisere wieder da. „Aber es liegt alles eng beisammen und es ist noch alles offen“, sagt Gleißner. Auch die Rückspiele gegen die Konkurrenten im Abstiegskampf stehen noch auf dem Programm. Es wäre dennoch hilfreich, den Heimfluch schon am Sonntag gegen die SG Silbersee zu besiegen. Zumal es eine Woche später gegen den TSV Nittenau geht. Auch da wird zu Hause gespielt. Vier Heimspiele in Folge – das kommt auch nicht allzu oft vor.

Ein bisschen fahren müssen die Kicker des 1. FC Schwarzenfeld am Wochenende. Keine zehn Kilometer die A93 hinauf zum Platz des TV Nabburg. Die Schwarzenfelder, die vor der Winterpause arg schwächelten, sind blendend in die Rest-Rückrunde gestartet: Eben dieses 4:1 in Niedermurach, dann der 3:2-Heimsieg gegen den FC Schmidgaden. „Ja, so gut waren wir schon lange nicht mehr drauf“, freut sich Spielertrainer Mathias Meßmann, der in der Vorrunde das Amt wieder interimsweise übernommen hat, über die Erfolge. Im Sommer übernimmt dann Alexander Hadasch das Training. Meßmann hat, wie er sagt, in der Vorbereitung die Zügel angezogen. „Wichtig war auch unser dreitägiges Trainingslager in Pilsen“, meint der 33-Jährige. Da hätten sich jung und alt richtig zusammengerauft. Das merke man jetzt auch auf dem Platz. Die Personaldecke ist beim FC zudem so dick wie lange nicht mehr. „Wir bauen jetzt nach und nach junge Spieler ein“, erklärt Meßmann den Weg.

Imeri trifft regelmäßig

Als ein Beispiel nennt er Adrian Imeri. Der Mittelfeldspieler macht viel Spaß, wie der Spielertrainer sagt: „Er hat in den letzten Spielen auch getroffen.“ Beim 3:2 gegen den FC Schmidgaden machte er das Siegtor. Jetzt steht das nächste Derby in Nabburg an. Das Hinspiel haben die Schwarzenfelder Anfang September mit 2:1 gewonnen. „Wir wollen beim TV auf jeden Fall nicht verlieren“, sagt Meßmann. „Wir wollen die Nabburger weiter hinter uns lassen.“

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