27.08.2021 - 21:58 Uhr
NürnbergSport

2:1 gegen den KSC: 1. FC Nürnberg mit Geschenken und Glück

Der 1. FC Nürnberg ist in der 2. Bundesliga weiter ungeschlagen. Gegen den Karlsruher SC benötigte der Club in den letzten Minuten auch etwas Glück. Das hätte alles nicht sein müssen, sagt einer.

Der Nürnberger Mats Moeller Daehli (links) kämpft mit dem Karlsruher Christoph Kobald um den Ball.
von Josef Maier Kontakt Profil

Vor dem Spiel gab es schon Geschenke für den Gegner: Fabian Schleusener, vor gut einem Jahr der Relegationsheld des 1. FC Nürnberg gegen den FC Ingolstadt, kickt jetzt für den Karlsruher SC. Der Club verabschiedete seinen ehemaligen Spieler am Freitagabend noch nachträglich mit einem Trikot, und hätte am Ende auch fast noch den gesamten KSC beschenkt. Mit 2:1 siegte der 1. FC Nürnberg gegen die Badener und wankte in den letzten zehn Minuten aber so richtig. "Das war ein tolles Zweitligaspiel", sagte Gästetrainer Christian Eichner gar nicht frustriert. "Ja, das war schön zuzuschauen", meinte sein Kollege Robert Klauß. Für die Nürnberger hatten Lino Tempelmann (50.) und Erik Shuranov (74.) vor gut 13000 Zuschauern getroffen, der Gegentreffer von Malik Batmaz (82.) leitete den Schlussorkan der Gäste ein.

Das hätte aber alles nicht mehr sein müssen, wenn sich die Clubberer an die Vorgaben ihres Torwarts Christian Mathenia gehalten hätten. "Wir müssen das Spiel vorher schon zumachen", meinte der Torwart, der bei einem Pfostentreffer von KSC-Stürmer Philipp Hoffmann in der Nachspielzeit richtig Glück hatte. Und trotz der Turbulenzen zum Schluss konnte Mathenia feststellen: "Wir sind im Moment sehr stabil." Der Club hat sich mit diesem Sieg für eine Nacht auf Platz drei vorgearbeitet, ist nach fünf Spielen (zwei Siege, drei Unentschieden) weiter ungeschlagen. "Dennoch bleiben wir ganz demütig", sagte Klauß.

Freilich darf der junge Fußballlehrer aber auch ein bisschen stolz sein: Auch wenn es immer wieder hapert, die Nürnberger versuchen endlich Fußball zu spielen. Und sie haben mit Mats Möller Daehli einen Glücksgriff gemacht. Nahezu jeder Angriff lief wieder über den 26-jährigen Wirbelwind. Am Ende feierte er jubelnd mit den Fans. Fabian Schleusener, der Ex-Nürnberger, schlich dagegen bedröppelt vom Feld. Nur gut 20 Minuten durfte er in seiner alten Heimat mitmachen. Aber wenigstens war er der einzige Karlsruher, der an diesem Abend etwas Handfestes mitnahm.

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