Den Hype nach seiner imposanten Drei-Tore-Show zum Saisonauftakt in der 2. Bundesliga nimmt Nürnbergs Torjäger Mohamed Ali Zoma seinem Trainer Miroslav Klose zufolge sehr gelassen. „Ich hätte fast gesagt: So entspannt wie ich“, meinte der Coach des fränkischen Fußball-Zweitligisten vor dem in der Region mit Spannung erwarteten 277. Franken-Derby an diesem Samstag (13.00 Uhr/Sky) bei der SpVgg Greuther Fürth.
„Man hat es ihm gar nicht angemerkt, er war wie immer total bodenständig, total normal. Er hat richtig gut trainiert, kann den Schwung mitnehmen“, führte der Weltmeister von 2014 weiter aus. „Das wollen wir so lange wie möglich aufrechterhalten.“
Klose: Niemand entscheidet „allein ein Derby“
Zoma, mit 14 Treffern schon in der vergangenen Saison der Goalgetter schlechthin der Franken, hatte am Sonntag beim 3:0 gegen Dynamo Dresden alle drei Tore für den Club erzielt. Der 22 Jahre alte Stürmer, der vor einem Jahr aus der dritten italienischen Liga gekommen war, gilt als Verkaufskandidat, sollte ein Verein mehr als 20 Millionen Euro bezahlen wollen.
„Wir wissen, dass er momentan einen sehr guten Lauf hat, sehr konstant Fußball spielt, aber das funktioniert nicht, wenn er nicht die Mitspieler drumherum hat, die ihn in Szene setzen“, mahnte Klose. „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der allein ein Derby entscheidet, sondern es ist immer der Zusammenhalt und die Kompaktheit der Mannschaft, die Spiele gewinnt.“
Derby-Bilanz spricht für den Club
Seitdem Klose Club-Coach ist, haben seine Nürnberger gegen Fürth im am häufigsten ausgetragenen Derby Deutschlands noch nicht verloren. „Es wird ein sehr spannendes Spiel“, meinte der frühere Nationalstürmer, der nach zwei Siegen 2024/25 in der vergangenen Saison zweimal unentschieden spielte. Klose erwartet jedenfalls einen „gefährlichen Gegner“.
Die Fürther blieben am ersten Spieltag vor wenigen Tagen ebenfalls ungeschlagen. Sie holten ein 1:1 bei Absteiger FC St. Pauli. In der Derby-Bilanz sind die Nürnberger klar erfolgreicher. Sie feierten 142 Siege, während die Fürther nur 81 Mal gewannen.
Kurz vor dem Derby vermeldete der Club noch einen Abgang. Mittelfeldspieler Ayoub Chaikhoun wechselt auf Leihbasis zu Drittligist Wehen Wiesbaden. Der 20-Jährige war erst im Sommer 2025 von der U19 von Eintracht Frankfurt zum 1. FC Nürnberg gewechselt, absolvierte bei den Profis aber drei Partien. „Für beide Seiten war klar, dass Ayoub ein Tapetenwechsel guttun wird“, sagte Sportvorstand Joti Chatzialexiou.
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