07.10.2019 - 17:58 Uhr
NürnbergSport

Käpt'n ahoi: Behrens ist wieder der Boss beim 1. FC Nürnberg

Gefühlt spielt er eigentlich schon immer beim 1. FC Nürnberg: Hanno Behrens. Der Kapitän war in den letzten Wochen antastbar geworden. Doch er gab binnen weniger Tage zwei Antworten auf die Kritik.

Das Duell der Kapitäne: Der Nürnberger Hanno Behrens (links) gegen St. Paulis Daniel Buballa. Behrens war gegen die Hamburger einer der besten Clubberer.
von Josef Maier Kontakt Profil

Einen Sieger gab es dann doch. Die Nürnberger Profis schlichen am Sonntag nach dem 1:1 (0:1) gegen den FC St. Pauli doch etwas geknickt durch die Gegend, einer hatte aber überhaupt keinen Grund dazu: Hanno Behrens. Der Kapitän des Clubs ist wieder ein richtiger Kapitän.

Seit 2015 ist der gebürtige Elmshorner beim Zweitligisten, der Norddeutsche wechselte damals vom Bundesliga-Aufsteiger Darmstadt 98 ins Frankenland. Schnell wurde der mittlerweile 29-Jährige eine Gallionsfigur, die letzten Wochen waren allerdings die turbulentesten, die er in seiner Fußballkarriere mitgemacht hat. Ende August, beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück, setzte ihn Trainer Canadi auf die Bank. Wenn Behrens fit war, gab es solch ein Szenario seit September des Jahres 2015 nicht mehr. Eines war eigentlich sicher beim Club: Behrens spielt immer. Beim Spiel in Sandhausen, eine Woche vor Osnabrück, hatte Canadi den Blondschopf wegen schlechter Leistung schon ausgewechselt. Der Trainer sagte zwar damals auch: "Hanno ist unser Kapitän und ein sehr wichtiger Spieler für uns." Doch Behrens war in Nürnberg antastbar geworden.

Davon ist in diesen Tagen nichts mehr zu spüren. Er ist wieder selbstbewusst und der Sprecher der Mannschaft. "Ich hätte heute lieber nicht getroffen und dafür die drei Punkte eingesackt", sagte er nach dem Remis gegen St. Pauli. So ist er, der Hanno: selbstlos, immer ans Team denkend. "Wir haben einfach zu Hause zu viele Punkte liegengelassen", erklärte er auch den Fakt, dass der Club in der Zweitliga-Tabelle einfach nicht so richtig vorankommt.

Er selbst kommt wieder voran, nach dem Durchhänger im August. "Ich hatte heute auch eine offensivere Rolle. Das liegt mir einfach, wenn ich mehr nach vorne machen kann." Als ihm der Ball im Strafraum vor die Füße fiel, fackelte er nicht lange und traf zum 1:1 (51.). Bereits zuletzt beim 4:0 in Hannover hatte Behrens seinen ersten Saisontreffer erzielt, aber natürlich hätten sie in Nürnberg alle gerne diesen Hanno Behrens zurück, der in der Aufstiegssaison 2017/2018 als Mittelfeldspieler 14 Tore erzielte.

Gegen St. Pauli haderte der Kapitän dennoch auch etwas mit dem Schicksal. "Latte, Pfosten, da war heute mal wieder alles dabei." Das Glück will sich der Club jetzt wieder langsam erarbeiten. "Es ist schon eine Entwicklung zu sehen", sagte Trainer Canadi. Es würde nicht viel fehlen. Sein Team sieht er auch weiterhin als möglichen Aufstiegskandidaten. "Wie den FC St. Pauli auch", wie er anmerkte. Immerhin hielt die Serie beider Teams. Sie sind jetzt beide seit sechs Spielen ungeschlagen.

Aber, so klagen sie alle beim Club, es seien zu wenige Siege dabei. Dass es die nach der Länderspielpause öfter geben wird, da können sie jetzt beim Club auch wieder auf Käpt'n Behrens bauen.

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