Nürnberg
15.04.2026 - 05:16 Uhr

Warten auf Diagnose nach „Schockmoment“ bei Giulia Gwinn

Wie geht es weiter für DFB-Kapitänin Giulia Gwinn nach ihrem Sturz auf die Schulter? Vor der heutigen Untersuchung bangen die Teamkolleginnen mit. Auch den Bundestrainer beschäftigt das Thema.

Fußball-Bundestrainer Christian Wück hofft bei der wegen Schulterproblemen ausgewechselten Giulia Gwinn auf einen glimpflichen Ausgang. „Ich kann noch nicht sagen, wie es mit ihr weitergeht, ob sie spielfähig ist oder eben nicht“, sagte Wück auf der Pressekonferenz nach dem 5:1 im WM-Qualifikationsspiel in Nürnberg gegen Österreich. Es sei aber ein gutes Zeichen gewesen, dass die in der 33. Minute ausgewechselte DFB-Kapitänin zunächst habe weiterspielen wollen.

Gwinn war nach einem Zusammenprall in der 28. Minute mit Österreichs Melanie Brunnthaler vom Hamburger SV liegen geblieben. Die 26 Jahre alte Rechtsverteidigerin des FC Bayern München hatte sich direkt danach auf dem Boden gekrümmt und an die linke Schulter gefasst.

Wück: Weiterspielen hätte „keinen Sinn gemacht“

Zunächst kehrte Gwinn nach kurzer Behandlungspause auf den Rasen zurück, ließ sich dann aber doch auswechseln. „Man hat, nachdem sie wieder auf dem Platz stand, gemerkt, dass sie nicht befreit spielen konnte. Von daher hat es eigentlich gar keinen Sinn gemacht“, erklärte Wück. Die heutigen Untersuchungen sollen weiteren Aufschluss geben. 

„War wieder ein Schockmoment für uns“, sagte Mittelfeldspielerin Elisa Senß. „Ich bin im Spiel auch direkt zu ihr hin. Sie hat auch direkt auf ihre Schulter gezeigt, dass da irgendwas nicht stimmt. Dann hat sie ja noch weitergespielt, dann war ich kurz wieder erleichtert, dann gab es ja doch die Auswechslung.“

Für das Team sei der unglückliche Moment „ein kleiner Schock“ gewesen, „von dem man sich ein bisschen erholen muss“, schilderte Innenverteidigerin Rebecca Knaak. „Jetzt wünsche ich erst mal Giulia alles Gute und hoffe, dass es nicht zu schlimm ist.“

Am Samstag (18.15 Uhr/sportschau.de) findet in Ried das Rückspiel gegen Österreich statt. Doch vor allem die Aufgabe am 25. April mit dem FC Bayern hat es in sich: Dann empfangen Gwinns Münchnerinnen in der Champions League zum Halbfinal-Hinspiel den FC Barcelona.

Bereits zwei Kreuzbandrisse

Gwinn hatte in ihrer Karriere immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, betroffen war meist das Knie. Bei der EM im Vorjahr zog sie sich im ersten Gruppenspiel gegen Polen eine Innenbandverletzung im linken Knie zu und verpasste den Rest des Turniers. In den Jahren zuvor erlitt Gwinn bereits zwei Kreuzbandrisse (2020 und 2022), schaffte aber stets ein Comeback.

© dpa-infocom, dpa:260415-930-946266/1

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