06.09.2026 - 05:59 Uhr

Nyara Sabally überrascht Vereinscoach und Bundestrainer

Bis kurz vor dem WM-Start mussten die deutschen Basketballerinnen um Nyara Sabally bangen. Doch die WNBA-Spielerin ist dabei - und wie.

Von der Wackelkandidatin zur Führungsspielerin: Nyara Sabally überrascht bei der Basketball-WM sowohl den Bundestrainer als auch ihren Vereinscoach. Olaf Lange, der beide Positionen in Personalunion innehat, zeigte sich selbst verwundert, wie viel und wie gut die 26-Jährige bei der Heim-WM in Berlin bislang spielte.

„Ich war sehr überrascht, wie gut und wie lange Nyara spielen konnte“, sagte Lange nach dem wichtigen 74:58 im zweiten Vorrundenspiel gegen Japan, bei dem die jüngere der beiden Sabally-Schwestern fast 22 Minuten auf dem Parkett stand und mit 18 Punkten zweitbeste deutsche Werferin war.

Langes Bangen

Bis kurz vor dem WM-Start war das Mitwirken von Sabally fraglich. Wegen Wadenproblemen hatte sie seit dem 12. August kein Spiel mehr für ihren WNBA-Club Toronto Tempo absolviert. Zuvor plagte sie sich immer wieder mit Knieproblemen herum.

„Ich habe sie diese Saison ja in Toronto gecoacht, da hat sie bislang noch keine zwei Spiele an zwei Tagen gemacht. Das ging wegen ihres Knies nicht“, sagte Lange über Sabally, die bei der WM nun in beiden deutschen Spielen zum Einsatz kam.

Berlin als Faktor

„Ich glaube, es hat auch viel damit zu tun, dass es in Berlin ist. Sie hat ihre Familie hier und das ist schon noch einmal eine spezielle Situation“, sagte der Bundestrainer. Ob Sabally im entscheidenden Gruppenspiel gegen Mali am Montag erneut mitwirken kann, ließ Lange aber offen. „Wir müssen jetzt sehen, wie sie sich morgen und am Montag präsentiert“, sagte Lange. „Ich will die Erwartungen bei ihr etwas in Grenzen halten.“

© dpa-infocom, dpa:260906-930-639872/1

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