29.11.2018 - 18:57 Uhr
OberviechtachSport

"Wir haben uns schon mehr erwartet"

Sie setzen sich nicht unter Druck. Beim FC OVI-Teunz wussten und wissen alle, dass der Klassenerhalt wahnsinnig schwer wird. Hoffnung besteht immer noch.

Die Kicker des FC OVI-Teunz (rechts Manfred Widegger) liefen zuletzt der Musik beziehungsweise den Gegenspielern immer öfter hinterher. Die Chance auf den Relegationsplatz besteht aber weiterhin.
von Josef Maier Kontakt Profil

Es ging so gut los: Fünf Punkte nach drei Spielen - der Start von Aufsteiger FC OVI-Teunz in die Bezirksliga-Saison war geglückt. "Eigentlich hatten wir da schon ein schönes Polster", sagt FC-Abteilungsleiter Stephan Gäbl.

Eigentlich, denn mittlerweile haben die Fusionsfußballer schon einen großen Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Der FC hat bisher 12 Punkte gesammelt, die SpVgg Schirmitz, gegen die OVI-Teunz am vergangenen Sonntag das letzte Spiel vor der Winterpause mit 0:1 verloren hat, hat 22 Zähler auf dem Punktekonto.

"Wenn wir wieder absteigen, dann geht die Welt nicht unter", stellt Gäbl zunächst einmal fest. Alle seien sich bewusst gewesen, dass es eine verdammt harte Saison werden wird, auch wegen der Vereinsphilosophie, auch auf Bezirksebene nahezu ausschließlich auf Kicker aus dem eigenen Nachwuchs zu setzen. Der 44-jährige Funktionär gibt aber auch zu: "Wir haben uns nach dem guten Start schon mehr erwartet. Der ein oder andere hat sicherlich auch nicht das abgerufen, was er kann." Vor allem die letzten sechs Spiele, die allesamt verloren wurden, geben ihm zu denken. "Wir müssen viel mit Kampf wettmachen", erklärt Gäbl. Es sei klar, dass man spielerisch nicht zu den stärksten Teams der Bezirksliga Nord gehöre. Aber gerade da habe er vor allem in den letzten Wochen auch den Trainingsfleiß vermisst. "Einige dachten wohl auch, es geht so weiter wie in der Kreisliga."

Ein bisschen tue ihm das auch für Trainer Claus Frank leid, der sich immer akribisch auf die Trainingseinheiten vorbereite und die Spieler gut einstelle. Einfluss auf die Negativspirale hätten auch zwei Last-Minute-Niederlagen gegen favorisierte Teams gehabt: Mitte der Hinserie verlor der Aufsteiger beim Meister SV Hahnbach und dem jetzigen Spitzenreiter FC Wernberg jeweils kurz vor Abpfiff mit 1:2. Da zeigte sich die Cleverness dieser Mannschaften. Gäbl: "Die beiden Niederlagen haben uns richtig angeknockt." So richtig kam OVI-Teunz danach nicht mehr in die Gänge. Das lag sicherlich auch am Verletzungspech: Unter anderem fiel Stammtorhüter Christian Böl länger aus. Die Stammmannschaft konnte eigentlich nie auflaufen.

Wenngleich der erste Nichtabstiegsplatz weit weg ist, den Relegationsplatz hat der Aufsteiger immer im Blick: Der SSV Paulsdorf liegt mit 16 Punkten vier Zähler vor dem FC OVI-Teunz. "Wir werden alles versuchen", sagt Gäbl. "Ich denke, der Relegationsplatz ist machbar." Dazu wird ein optimaler Auftakt in die Rest-Rückrunde erforderlich sein: Da trifft der FC im ersten Spiel 2019 auf den SV Inter Bergsteig. Die Amberger werden aber genauso denken wie die Oberviechtacher und Teunzer. Auch sie haben 12 Punkte.

Der ein oder andere hat sicherlich auch nicht das abgerufen, was er kann.

Stephan Gäbl. Abteilungsleiter FC OVI-Teunz

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.