12.12.2019 - 18:57 Uhr
OberviechtachSport

Lokalderby in der Nabburger Gymnasiumhalle

Das Handball-Lokalderby zwischen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld und dem HV Oberviechtach verspricht am Samstag Spannung pur. Die Gastgeber sind klar favorisiert, doch schon das Rückspiel der Vorsaison sollte Warnung genug sein.

Die Oberviechtacher Handball-Damen (im Bild Kerstin Schöberl) wollen dem Favoriten HSG Nabburg/Schwarzenfeld über 60 Minuten Paroli bieten.

Die Gymnasiumhalle in Nabburg dürfte am Samstag, 14. Dezember, beben: Die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld empfangen um 17.15 Uhr den HV Oberviechtach zum Lokalderby in der Bezirksoberliga. Im mittlerweile zweiten BOL-Jahr sind die Gäste aus der Doktor-Eisenbarth-Stadt relativ gut angekommen. Gleich mit einem Unentschieden gegen die SG Regensburg gestartet, mussten sie im Anschluss den Ausfall von Goalgetterin Tina Lottner kompensieren. Es gelingt bislang gut, denn mit neun Pluspunkten ist der HV im Mittelfeld platziert. Oberviechtach liegt den HSG-Damen nicht so richtig. Eine robuste Spielweise und unermüdlicher Kampf hatten zur Folge, dass die Truppe von Trainer Karl Söllner in der vergangenen Saison im Rückspiel nicht über ein Unentschieden hinauskam. Schnelle Konter aus einer konsequenten Abwehr heraus kosteten bereits einigen Mannschaften die erhofften zwei Punkte. Wie die Gäste (Sieg gegen Altdorf) haben aber auch die HSG-Damen ein erfolgreiches Wochenende hinter sich. Beim hartumkämpften Sieg gegen Erlangen zeigte sich aber, dass die Abwehr noch nicht so stabil ist und viel zu leichtfertig agierte. Dies darf am Samstag auf keinen Fall passieren. Auch kosten ungenutzte Torchancen noch unnötig Kraft. Die HSG freut sich auf jeden Fall, wieder in Nabburg anzutreten. Die Halle im Gymnasium wird wahrscheinlich sehr gut gefüllt sein. Wenn die HSG-Damen ihre Stabilität in der Defensive wieder zeigen und sich bietende Torchancen konsequent nutzen, dürfte dieses Oberpfalzderby für die Zuschauer ein unterhaltsames Spiel werden. "Meine Mannschaft ist gut drauf, und wir sind auf den HV Oberviechtach eingestellt. Leicht werden sie es uns aber gewiss nicht machen. Wir fühlen uns aber in der Gymnasiumhalle in Nabburg immer wohl und wollen die zwei Punkte mit in die Weihnachtspause nehmen", formuliert Söllner ein klares Ziel.

Für die erste Damen des HV Oberviechtach war der klare 32:20-Erfolg gegen den TV Altdorf ein Befreiungsschlag. Nicht nur, dass das Team von Martin Streit und Claudia Hauser Wiedergutmachung für die unnötige Heimniederlage gegen die HSG Pyrbaum/Seligenporten betrieb, man arbeitete sich dadurch auch auf Platz sechs der Tabelle vor. Mit diesem Selbstvertrauen geht der HV nun ins Lokalderby beim BOL-Primus. Die HSG zählte bereits vor Saisonstart zu einem der Meisterschaftsfavoriten. Diese Rolle unterstreicht sie bislang eindrucksvoll. Das Söllner-Team verlor zu Hause nur gegen die SG Mintraching/Neutraubling II und fuhr ansonsten nur Siege ein. Bei ihren bisherigen Auftritten zeigte die HSG, dass sie sich von Rückständen nicht verrückt machen lässt und es immer wieder versteht, dem Spiel noch eine entscheidende Wende zu geben. Der Kader der HSG ist sehr ausgeglichen besetzt und gehört zu den stärksten der Liga. Doch die Oberviechtacher brauchen sich in Nabburg nicht zu verstecken. Mit Ausnahme des Spiels gegen die HSG Pyrbaum/Seligenporten lieferten sie im bisherigen Saisonverlauf gute Vorstellungen ab. Am Samstag haben die Fichtenstädterinnen zwar die Außenseiterrolle inne, können dadurch aber völlig befreit aufspielen. Wenn die HV-Damen neben der mannschaftlichen Geschlossenheit auch ihre individuellen Stärke einbringen, sollten sie möglichst lange mit dem Favoriten Schritt halten können. Die Akteure hoffen auf die Unterstützung einer großen Fangemeinde.

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