05.04.2019 - 17:19 Uhr
OberviechtachSport

Spitzenreiter gegen Kellerkind

Nach dem Derbysieg wartet auf den Bezirksliga-Spitzenreiter das Kontrastprogramm. Beim abstiegsbedrohten FC OVI-Teunz ist der FC Wernberg klar favorisiert. Doch schon im Hinspiel machte der Aufsteiger der Most-Truppe das Leben schwer.

Christian Böl (rechts), Torhüter des FC OVI-Teunz, steht nach monatelanger Verletzungspause vor dem Comeback gegen den Spitzenreiter FC Wernberg.
von Externer BeitragProfil

Trotz der Erkenntnis, am vergangenen Sonntag eine verbesserte Mentalität und Leidenschaft auf den Platz gebracht zu haben, fehlt dem FC OVI-Teunz derzeit die Stabilität in der Defensive sowie die Durchschlagskraft und spielerische Impulse nach vorne. "Zwar hat sich die Mannschaft trotz doppelter Unterzahl nie hängenlassen und hielt läuferisch wie kämpferisch dagegen, aber das dringend benötigte Spielglück lässt weiter auf sich warten", haderte FC-Coach Frank Claus nach dem 1:5 in Ensdorf.

"Wir müssen uns zwar immer an die eigene Nase packen und selbstkritisch bleiben, aber zum wiederholten Male fielen einige spielentscheidende Schiedsrichterentscheidungen gegen uns." Im Heimspiel-Derby gegen den Tabellenführer FC Wernberg (Anstoß am Sonntag um 15 Uhr) muss der Aufsteiger quasi über sich hinauswachsen und sich in allen Belangen steigern. Als Ansporn dient die gute Vorstellung aus dem Hinspiel, als erst in der 94. Minute der Wernberger Siegtreffer fiel. "Dass Wernberg auf einem spielerisch und qualitativ höheren Level agiert, ist uns allen bewusst", analysierte Trainer Frank. Nichtsdestotrotz will der Außenseiter dem Favoriten ein Bein stellen.

„Ich erwarte trotz der scheinbar klaren Ausgangssituation, dass wir unseren Zuschauern gegenüber erkennen lassen, dass wir gewillt sind, unsere Möglichkeiten einzubringen und abzurufen“, appelliert der Trainer an seine Mannschaft. Nach langer Verletzung steht Kapitän und Keeper Christian Böl vor dem Comeback. Dadurch erhofft sich der Trainer einen Extra-Schub an Motivation. Zudem steht Manfred Widegger wieder zur Verfügung. Weiterhin fehlen werden dagegen die Defensivkräfte Rieger, Meier, Steger und Daniel Tröger.

Spitzenreiter braucht Geduld und Ruhe

Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung landeten die Wernberger den Derbysieg gegen den TSV Detag und fuhren drei wichtige Punkte ein. Die Mannschaft setzte die taktischen Vorgaben von Trainer Christian Most gut um. Mit der nötigen Leidenschaft, Laufbereitschaft und Zweikampfstärke erkämpfte sich der souveräne Tabellenführer einen hochverdienten Sieg gegen den Lokalrivalen.

In dieser Woche stand für Spielertrainer Most hauptsächlich Regeneration auf dem Programm, damit seine Mannschaft beim FC OVI-Teunz wieder in Vollbesitz ihrer Kräfte ist. Dieses Spiel steht unter ganz anderen Voraussetzungen als das Derby in der Vorwoche. Der Gastgeber steckt mitten im Abstiegskampf und wird alles versuchen, nach den beiden Auftaktpleiten nach der Winterpause Wiedergutmachung zu betreiben. Das Hinspiel in Wernberg sollte Warnung genug sein, über welche Qualitäten der Aufsteiger trotz des prekären Tabellenplatzes verfügt. Eine gute defensive Organisation gepaart mit einer enormen Laufstärke stellten den FC Wernberg vor eine schwierige Aufgabe mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit.

Deshalb müssen die Wernberger versuchen, variabel, temporeich und zielstrebig zu spielen, um den Gegner immer wieder vor Probleme zu stellen. Trotzdem sollte die Most-Elf auch Geduld und die nötige Ruhe aufbringen, um alle drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Im Kader wird Christoph Lindner wegen eines Außenbandrisses im Sprunggelenk aus dem Detag-Spiel fehlen. Die Langzeitverletzten Sebastian Schmid und Matthias Dietl fehlen weiterhin. Der Einsatz des angeschlagenen Johannes Schwirtlich wird sich erst kurzfristig entscheiden.

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