Die noch laufende Landesliga-Saison 2024/25 hat schon jetzt einen Platz in der Vereinsgeschichte des SC Luhe-Wildenau. Nur noch 270 Minuten sind zu spielen und die Rot-Schwarzen sind mittendrin im Kampf um Rang zwei, jene Platzierung, die zur Teilnahme an der Bayernliga-Relegation berechtigen würde. Nach sechs Siegen in Folge scheint für die "Mannschaft der Stunde" in der Landesliga Mitte alles möglich, was auch Trainer Benjamin Urban indirekt bestätigt: "Es ist natürlich super, wie es aktuell bei uns läuft. Wir sind in einem Flow und wollen mitnehmen, was geht."
Das Schöne daran ist: Der Sportclub muss sich im Kampf um die Vizemeisterschaft nicht auf die Ergebnisse auf anderen Fußballplätzen verlassen, sondern kann die Qualifikation für die Bayernliga-Relegationsrunde aus eigener Kraft schaffen. Das heißt: Hält die Siegesserie bis Saisonende an, dann hat man das Ticket für die gern in Kauf genommene Saisonverlängerung gelöst. "Die Relegationsspiele wären für uns ein Bonus", meint Urban. "Deshalb werden wir jetzt auch nicht verkrampfen."
Die erste von noch drei zu lösenden Aufgaben heißt am Samstag, 3. Mai, um 16 Uhr im Michael-Höhbauer-Stadion 1. FC Bad Kötzting. Der Tabellenzwölfte hat zwar bereits 40 Punkte auf dem Konto, ist aber noch nicht ganz aus dem Schneider, was die Abstiegsrelegation betrifft. Vor wenigen Wochen sorgte die Mannschaft von Trainer Konrad Früchl für einen Paukenschlag, als man dem mittlerweile feststehenden Meister Sturm Hauzenberg mit 2:0 die damals dritte Saisonniederlage beibrachte. Seitdem sind die Kötztinger aber außer Tritt und haben in den letzten vier Partien keinen Dreier mehr gelandet.
"Bad Kötzting ist ein gefährlicher Gegner", urteilt Urban über den Kontrahenten. Der größte Trumpf der Gäste ist die schlagkräftige Offensive, was 53 Saisontore belegen. "Die Kötztinger haben schnelle Außenspieler, die uns bei Kontern weh tun können", warnt Urban seine Mannen: "Das wird für uns eine harte Nuss."
Gleichwohl könnte der SC Luhe-Wildenau mit einem Sieg seine sowieso schon gute Ausgangsposition noch einmal nachhaltig untermauern. Denn mit dem SV SAD-Ettmannsdorf (56) und der SpVgg Lam (55) treffen zeitgleich die beiden ärgsten Mitbewerber um Platz zwei aufeinander. Gut möglich, dass sich dann die Spreu vom Weizen trennt. "Wir wollen idealerweise ein Finale um Platz zwei", sagt Urban und schielt damit auf den letzten Spieltag, wenn der TSV Seebach (53) in Oberwildenau gastiert.
Personell ist beim Sportclub alles im Lot. David Bezdicka war zwar zuletzt erkältet, wird aber auflaufen können.



















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