Oberwildenau/Luhe-Wildenau
29.07.2025 - 15:13 Uhr
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SC Luhe-Wildenau gegen SV Etzenricht: Selbstbewusste Torjäger vor dem Landesliga-Derby

Das Derby in der Landesliga Mitte zwischen dem SC Luhe-Wildenau und dem SV Etzenricht am Mittwochabend ist auch das Duell der beiden Torjäger Nico Argauer und Martin Pasieka. Beide blicken auf das Nachbarduell voraus und wagen einen Tipp.

Das ist schon ein ganz besonderes Fußballspiel, das da am Mittwochabend (Anstoß um 19 Uhr) in Oberwildenau auf dem Plan steht: In der Fußball-Landesliga Mitte empfängt der SC Luhe-Wildenau den Nachbarn SV Etzenricht. Auf den ersten Blick ist es ein prestigeträchtiges Lokalderby, auf den zweiten aber auch ein Duell zweier Teams, die mehr verbindet als rivalisiert.

Da wäre die Zusammenarbeit im Unterbau der ersten Mannschaft, die Spielgemeinschaft der zweiten Mannschaften wurde erst vor Beginn der Saison 2024/25 aufgelöst. Immer wieder gibt es Spieler, die sowohl für den einen als auch für den anderen Verein aufliefen, und auch im Betreuerstab gab es schon Schnittmengen. "Da wenn ich nur an Armin Goschler denke, der lange Zeit Physio bei uns war und jetzt die Geschicke beim SC mitlenkt. Man kennt sich, da ist eine gewisse Verbundenheit da, es gibt einen kurzen Anfahrtsweg – das erklärt die besondere Brisanz dieses Duells im Vergleich mit den üblichen Partien in der Landesliga", sagte Martin Pasieka im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.

Der 32-jährige Stürmer des SV Etzenricht ist nach einer wechselhaften Vorbereitung mit urlaubsbedingter Pause sowie einem Kurzeinsatz bei der jüngsten Niederlage in Landshut bereit für sein Startelf-Comeback: "Ob es schon für 90 Minuten reicht, weiß ich nicht. Aber letztendlich liegt die Entscheidung beim Trainer."

Frotzeleien beim Physio

Ganz sicher von Beginn an auflaufen wird SC-Stürmer Nico Argauer – quasi das Oberwildenauer Pendant zu Pasieka. Der 27-jährige Kapitän der Gastgeber stellt wie sein Torjäger-Konkurrent die Verbundenheit beider Teams als das gewisse Derby-Etwas heraus: "Für solche Spiele spielt man einfach Fußball. Ein Derby ist immer etwas Besonderes, die Spieler kennen sich untereinander schon ziemlich lang. Das kitzelt das ein oder andere Prozent mehr aus einem raus." Wenn Argauer beim Physio-Termin etwa auf den Etzenrichter Sebastian Ermer trifft, "dann kommen auch schon mal doofe Sprüche".

Der Reiz dieses Landesliga-Nachbarduells wird sich nicht nur bei den Spielern bemerkbar machen, auch etliche Fußballfans aus der Region werden angelockt. Auch wenn ein direktes Duell – wie ursprünglich geplant – am ersten Spieltag noch eine Stufe höher auf der Attraktivitätsskala einzuordnen gewesen wäre, wird auch das Nachholspiel vor großer Kulisse ausgetragen werden. "Wir haben im Training spaßeshalber schon gesagt, dass am Mittwoch vermutlich 1000 Zuschauer kommen werden, und zu den anderen Spielen dann niemand mehr", verriet Pasieka, dass die Resonanz durchaus Thema in der Kabine ist.

Beide Torjäger zeigten sich dem Lokalrivalen gegenüber respektvoll und anerkennend, aber durchaus auch gepaart mit einer siegesgewissen Brise an Selbstbewusstsein. "Der Sport-Club hat seine Stärken im Angriff mit guten Stürmern, aber schon bei vergangenen Bezirksliga-Duellen haben wir gezeigt, dass wir sie hinten knacken können", meinte etwa Pasieka. Für Argauer sind dagegen die Etzenrichter "in der Defensive um Spielertrainer Wendl sehr gut organisiert".

Aufsteiger zahlt Lehrgeld

Gemeinsam haben die Lokalrivalen auch die starke Vorsaison, als der SC bis in die Bayernliga-Relegation stürmte, und der SVE souverän Bezirksliga-Meister wurde. Doch während es in Oberwildenau bis dato "spielerisch noch nicht so klappt", und die "Leichtigkeit der Vorsaison noch fehlt" (Argauer), stehen dennoch zwei Siege aus zwei Spielen. Dagegen zahlte der Aufsteiger Lehrgeld und unterlag zweimal. "Die werden uns das Leben dennoch schwer machen. Die Leistungen in den bisherigen Spielen zählen da überhaupt nicht", rechnet Argauer mit einem Duell auf Augenhöhe.

Für Pasieka ist das Derby der richtige Moment, um in der neuen Liga anzukommen. "In der Landesliga geht es anders zu als in der Bezirksliga. Alles ist schneller, körperlich robuster. Aber wir haben schon Landesliga-Erfahrung in unseren Reihen und werden das Ruder noch rumreißen." Deswegen ist sich der Etzenrichter Torjäger sicher, dass sein Team den Platz als Derbysieger verlässt. "Weil wir stark verteidigen und uns auf unsere Tugenden aus der Vorsaison besinnen werden." Zudem wird sein Anteil am vermeintlichen SVE-Triumph nicht gering ausfallen: "In Oberwildenau treffe ich gerne doppelt. Wie jüngst beim Höhbauer-Cup oder beim letzten Bezirksliga-Duell. Daher gewinnen wir 2:0."

Dasselbe Ergebnis tippt auch sein Kollege Argauer – aber selbstverständlich für seinen Sport-Club. "Wir wollen in der Region das Aushängeschild in der Landesliga Mitte sein. Wäre cool, wenn es auch mit einem oder zwei eigenen Toren klappen würde, aber ich lege auch gerne welche auf. Hauptsache, die Punkte bleiben in Wilnau." Lasset das Spiel beginnen.

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