In einem Fluss mit Salzwasserkrokodilen soll bei den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane gerudert werden. Der Fitzroy River bei Rockhampton im australischen Bundesstaat Queensland sei als Austragungsort für Rudern, Para-Rudern, Kanu-Sprint und Para-Kanu bestätigt worden, teilte die Regionalregierung mit. Die internationale technische Prüfung der geplanten Wettkampfstrecke sei abgeschlossen und positiv ausgefallen, sagte der Regierungschef von Queensland, David Crisafulli.
Crisafulli erklärte im Landesparlament, der umstrittene Wettkampfort habe die unabhängige Begutachtung „mit Bravour“ bestanden. „Es ist offiziell, unter Dach und Fach und besiegelt“, betonte der Regierungschef. Der Ruder-Weltverband World Rowing und der Kanuverband Paddle Worldwide hätten die Ergebnisse geprüft und den Standort ebenfalls gebilligt.
Ruderer forderten andere Wettkampfstrecke
Um den Standort gab es seit der Bekanntgabe der Pläne im März 2025 Debatten. Der Fitzroy River ist Lebensraum zahlreicher Salzwasserkrokodile. Zudem gab es große Bedenken wegen der starken Strömungen, häufiger Überschwemmungen und hoher Sedimentmengen im Fluss. Mehr als 500 Ruderinnen und Ruderer, darunter der ehemalige australische Olympiasieger Drew Ginn, hatten sich in einem offenen Brief für einen anderen Standort im Südosten Queenslands ausgesprochen.
Die geplante Strecke im Fitzroy River wurde dann aber unabhängig technisch geprüft – unter anderem auf Flussbett, Strömungen, Wasserstände sowie Wind-, Wetter- und Umweltbedingungen. Hinzu kamen Vor-Ort-Untersuchungen und Modellberechnungen. Wie die Sportler speziell vor Krokodilen geschützt werden sollen, wurde zunächst nicht bekannt. Jedoch gibt es schon länger einen Managementplan der Behörden: Große Tiere und Krokodile mit gefährlichem Verhalten werden etwa gezielt entfernt.
Wie soll die Strecke aussehen?
Nach Angaben der Regionalregierung bietet der Fluss auf einem 2,7 Kilometer langen Abschnitt genügend Platz für eine internationale Strecke. Vorgesehen ist eine 2.000 Meter lange Regattastrecke mit acht Bahnen sowie Bereichen für Start und Ziel. Eine Verbreiterung des Flusses oder Ausbaggerungen seien nach den Untersuchungen nicht erforderlich, sagte Queenslands stellvertretender Premier Jarrod Bleijie.
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Nach der Bestätigung des Austragungsorts beginnt nun die detaillierte Planung für die Wettkampfanlagen. Rockhamptons Bürgermeister Tony Williams begrüßte die Entscheidung. „Jetzt ist es an der Zeit, mit der Planung der Infrastruktur zu beginnen und die notwendigen Arbeiten auf den Weg zu bringen“, zitierte ihn die AAP.
© dpa-infocom, dpa:260917-930-698296/1













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