01.08.2018 - 17:23 Uhr
PfreimdSport

Für Pfreimd beginnt die Saison eigentlich erst jetzt

Härter kann ein Saison-Einstieg für einen Aufsteiger nicht sein. Doch die Pfreimder haben sich ihre Fußball-Lust bewahrt. Die erste Bilanz kann sie überhaupt nicht schocken.

Tobias Bernklau (rechts) begrüßt seinen erfahrenen Trainerkollegen Sepp Schuderer vom SV Donaustauf. Der neue Trainer der SpVgg Pfreimd steht zwar mit dem Aufsteiger punktlos auf dem vorletzten Platz der Landesliga Mitte, die SpVgg hat bisher aber keineswegs enttäuscht.
von Josef Maier Kontakt Profil

Pfreimd.(mr) Die nackten Zahlen sind zunächst niederschmetternd: Vier Spiele vier Niederlagen, ein Torverhältnis von 2:13. Doch von Frust ist bei der SpVgg Pfreimd nichts zu spüren: "Bei uns herrscht überhaupt keine schlechte Stimmung", sagt Trainer Tobias Bernklau (33). "Es herrscht eine gute Atmosphäre. Die Jungs sind weiter mit Begeisterung dabei." Der Saisonauftakt hat beim Landesliga-Aufsteiger überhaupt keinen Knacks hinterlassen.

Bei den Pfreimdern war ohnehin jedem klar, was der Aufstieg bedeutet: Sie kommen in eine Spielklasse, in der Freizeitfußball nicht nur Freizeitfußball ist. Teams wie Bayernliga-Absteiger SpVgg SV Weiden, der SV Donaustauf, der letztjährige Dritte Sturm Hauzenberg oder auch der ASV Cham streben mit aller Macht nach oben. Diese Klubs setzen auch dementsprechend finanzielle Mittel ein. Trainiert wird auf jeden Fall drei Mal die Woche. "Wir trainieren zwei mal", sagt Bernklau, "was anderes wäre wegen der vielen Studenten bei uns auch nicht möglich." Für ihn ist eines klar: "Diese Liga ist eine Zweiklassengesellschaft." Hier die Teams mit schon leicht professionellen Strukturen, dort die reinen Amateurfußballer. Nicht viele sagen, dass durch die Abschaffung der Bezirksoberliga vor einigen Jahren der Sprung für die Bezirksligisten auf Verbandsebene zu groß ist. Diese Erfahrungen machten in den vergangenen Jahren auch der 1. FC Schwarzenfeld oder der SV Sorghof.

Die Chancen für die SpVgg Pfreimd stehen in dieser Spielzeit aber besser. Es gibt nur einen Direktabsteiger, drei Teams müssen in die Relegation. Und die bisherigen Auftritte der SpVgg lassen schon einige Punkte erwarten. "Spielerisch bin ich durchaus zufrieden, aber wir lassen einfach zu viele Chancen liegen", meint Bernklau, der bemängelt, dass seinen Jungs in einigen Situationen die Cleverness und Kaltschnäuzigkeit fehle. Allein die Tatsache , dass die Kicker aber die Chancen herausspielen, macht Mut. "Zudem muss man auch sehen, dass wir ein Hammer-Auftaktprogramm hatten", meint der Trainer: Fortuna Regensburg, zu Hause gegen Donaustauf, in Cham und zuletzt gegen den Vizemeister Hauzenberg - knackiger geht's kaum für einen Aufsteiger. "Und diese Teams können dann auch nachwechseln. Da bleibt das Niveau konstant, ergänzt Bernklau und erinnert an Kader-Stärken der Konkurrenz von bis zu 20 Mann. Umstellen müssten sich die Spieler auch, was die 90 Minuten auf dem Platz betrifft, so der Trainer. "Gegen solche Gegner sind wir natürlich körperlich mehr gefordert."

Die Jungs gewöhnen sich aber allmählich daran. Auch die Jungen im Team entwickeln sich weiter. Bernklau nennt hier exemplarisch Johannes Zeus, Johannes Luber oder Maximilian Herzog.

Am Samstag sollen auch sie mithelfen, die ersten Punkte einzufahren. Die Reise geht zum Schlusslicht SV Hutthurm. Dessen Bilanz: Vier Spiele, vier Niederlagen, 0:16 Tore. Die Niederbayern haben in der Sommerpause nahezu eine ganze Mannschaft verloren. Auch SpVgg-Abteilungsleiter Stefan Mohaupt sieht da sehr gute Chancen: "Da müssen wir punkten. Jetzt geht die Saison für uns eigentlich erst richtig los."



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