10.07.2019 - 12:33 Uhr
PfreimdSport

SpVgg Pfreimd: "Nicht alles soll an Bast hängen"

In der abgelaufenen Saison waren sie der Überraschungs-Nichtabsteiger. Die Pfreimder waren in der Landesliga-Relegation erfolgreich. In der neuen Saison bauen sie auch auf einen jungen, gut ausgebildeten Mann.

Bei der SpVgg Pfreimd gab es in der Sommerpause kaum Veränderungen; (von links) Co-Trainer Bastian Lobinger, die Neuzugänge, Alexander Piehler, Michael Herrmann, Simon Amann sowie Trainer Tobias Bernklau.
von Josef Maier Kontakt Profil

Gut möglich, dass sie wieder nachsitzen müssen. Aber wenn sie dann wieder erfolgreich wären, hätten sie nichts dagegen. In der Relegationsmühle schafften die Kicker der SpVgg Pfreimd vor gut vier Wochen überraschend den Klassenerhalt in der Landesliga Mitte. Am Samstag (15 Uhr) geht es schon wieder von Neuem los, wenn der SV Neukirchen beim Hl. Blut zum ersten Spiel in der neuen Spielzeit aufkreuzt. „Natürlich kann auch in dieser Saison nur der Klassenerhalt das Ziel sein“, sagt Trainer Tobias Bernklau vor der ersten Begegnung.

Die Relegation hat den Zeitplan etwas durcheinandergewirbelt. „Es hat sich alles nach hinten verschoben“, erklärt der Trainer. Mit einigen Folgen: Die Spieler hatten nur zwei Wochen Pause, während der kurzen Vorbereitungszeit fehlten einige Akteure wegen Urlaubs. Dennoch sieht Bernklau die Seinen gerüstet. „Ich denke, in der Defensive stehen wir jetzt stabiler.“ Das wäre aber auch bitter nötig, denn in der abgelaufenen Saison kassierten die Pfreimder in den 34 Spielen 108 Gegentore.

Für mehr Sicherheit im Defensivverbund sorgt auch ein 18-Jähriger: Michael Herrmann steht künftig im SpVgg-Tor. „Er bringt uns definitiv weiter“, ist sich Bernklau sicher. Trotz seines jungen Alters strahle der Keeper, der aus Pfreimd stammt und seit der C-Jugend beim SSV Jahn Regensburg spielte, ungemeine Sicherheit aus: „Die Ausbildung beim Jahn lügt halt nicht.“

Ansonsten gibt es mit Simon Amann und Alexander Piehler nur noch zwei Neuzugänge aus der eigene Jugend. Amann traut der Coach durchaus den Sprung in den Landesliga-Kader zu, Piehler dürfte wohl zunächst in der zweiten Mannschaft in der Kreisklasse spielen. „Wir wollten uns schon noch weiter verstärken“, weist Bernklau auf das ein oder andere Gespräch mit potenziellen Neuzugängen in der Sommerpause hin. „Doch die Landesliga als Argument zieht nicht mehr. Das geht es nur noch ums Finanzielle.“

Ärgerlich ist, dass es schon vorm Saisonstart den ersten Ausfall zu beklagen gibt. Beim Pokal-Qualiturnier am Wochenende in Ettmannsdorf zog sich Mittelfeldspieler Philipp Schön einen Achillessehnenanriss zu. „Er fällt drei Monate aus“, vermutet Bernklau. In Ettmannsdorf gelang bei den drei Spielen kein Sieg. Mit den Test-Auftritten gegen den SC Katzdorf (5:3), den FC Ränkam (3:2) oder den SV Schwarzhofen (2:2) war der Übungsleiter im Großen und Ganzen einverstanden.

Für Bernklau geht es in dieser Saison auch darum, in der Offensive breiter aufgestellt zu sein. „Damit vorne nicht alles an Bast hängt“, wie es der Trainer formuliert. Stürmer Bastian Lobinger, seit dieser Saison auch Co-Trainer, traf vergangene Spielzeit 15 Mal. Johannes Zeus, Sebastian Sebald oder auch Maximilian Herzog sollen für noch mehr Torgefahr sorgen und Bastian Lobinger entlasten. „Wir müssen da noch unberechenbarer werden“, meint Bernklau. Was die kurze Sommerpause betrifft, so hat die dann doch auch noch etwas Gutes, wie der Trainer erklärt: „An Kraft und Kondition ist nicht viel verlorengegangen.“

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.