01.09.2018 - 13:49 Uhr
PirkSport

Ganz harter Brocken: Zeus wieder Deutscher Meister

Junger Läufer aus Pirk mit sensationeller Zeit im Berglauf - Entscheidende Attacke

Maximilian Zeus im Trikot der LG Telis-Finanz Regensburg kurz vor dem Ziel am Gipfel des Brocken.
von Josef Maier Kontakt Profil

So etwas hat der Brocken noch nicht gesehen: So schnell lief von Ilsenburg noch keiner auf den höchsten Gipfel im Harz. "Es wurde gesagt, ich hätte die bisherige Bestzeit um vier Sekunden unterboten", sagte Maximilian Zeus am Samstag nach dem Zieleinlauf in Sachsen-Anhalt. Viel wichtiger war aber für den 23-jährigen Studenten aus Pirk (Kreis Neustadt/WN), dass er mit seinem Lauf den Titel als Deutscher Berglaufmeister verteidigt hatte.

Vorjahressieg am Arber

51 Minuten und elf Sekunden brauchte der Oberpfälzer für die knapp zwölf Kilometer lange Strecke, auf der 900 Höhenmeter zu überwinden waren. Im vergangenen Jahr hatte Zeus am Arber gewonnen. "Die beiden Strecken sind ungefähr gleich einzuschätzen", berichtete er.

Zeus, der für die LG Telis Finanz Regensburg startet, war das Rennen zunächst verhalten angegangen. "Die ersten fünf, sechs Kilometer waren sehr flach", beschrieb er das Streckenprofil. Danach wurde es happiger. Bei etwa Kilometer elf war er zusammen mit Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach) auf den lange Führenden Konstantin Wedel (LAC Quelle Fürth) aufgelaufen. "Und so 500 Meter vor dem Ziel habe ich die entscheidende Attacke gesetzt." Den Vorsprung vor Bienenfeld konnte Zeus bis ins Ziel halten.

Oben auf dem Brocken waren seine Eltern und Trainer Marco Scherl die ersten Gratulanten. "Ich denke mit diesem Ergebnis bin ich auch gut für die WM gewappnet", sagte der Oberpfälzer, der in zwei Wochen in Andorra in den Pyrenäen an den Titelkämpfen der Weltbesten teilnimmt.

Mit der Traditionsbahn

Wer übrigens denkt, ein Deutscher Berglaufmeister habe Privilegien, der irrt. Es gibt zwar einen schönen Pokal, aber der Sieger muss schon selbst wieder vom Gipfel ins Tal laufen. "Wir waren so zwei Stunden nach unten unterwegs", erzählte Zeus. "Da kann man mit den Konkurrenten auch mal schön plaudern." Eine Alternative wäre auch eine Fahrt mit der Traditionsbahn nach unten gewesen. Zeus: "Aber das hätte wohl noch länger gedauert."

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