05.09.2019 - 16:42 Uhr
PleysteinSport

Elf Fragen an Benedikt Namberger (TSV Pleystein)

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Kapitän des Kreisklassisten, welche zwei Eigentore ihm bis heute in Erinnerung geblieben sind und weshalb er sonntags nie auf ein gescheites Mittagessen verzichtet.

Benedikt Namberger vom TSV Pleystein
von Ernst FrischholzProfil

Es gibt sie auch heute noch, die Fußballer mit Herz. Benedikt Namberger steht dafür. Der 27-jährige Rechtsfuß hat noch kein anderes Trikot getragen als das "seines" TSV. Seit der E-Jugend kickt der Abwehrmann für Pleystein. Der Spielführer sieht sich nicht als Chef, sondern im Verbund mit seinen Mitspielern. Der Elektrotechniker, der vergeben ist, arbeitet bei der Firma Leistritz – quasi vor seiner Haustür. Namberger wird wohl der einzige Spieler in der Kreisklasse und auch im Kreis Weiden sein, der neben dem Fußball eine körperliche Herausforderung der besonderen Art sucht. Er läuft Berg-Marathon. Heuer absolvierte er zuletzt den Zermatt-Marathon in der Schweiz. 42,5 Kilometer und 2000 Höhenmeter fast nur bergauf in fünf Stunden und 25 Minuten. Das ist eine Hausnummer.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Benedikt Namberger: ... den Alltag hinter sich lassen, Training und Spiel mit Freunden, aber auch eine Sache des Ehrgeizes.

ONETZ: 2. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt.

Benedikt Namberger: In der Saison 2016/17 drei Spieltage vor Schluss: Fahrenberg-Duell gegen Waldthurn. Da ging es um den Relegationsplatz gegen den Abstieg. Wir haben 0:3 verloren und ich habe zwei Eigentore geschossen. Trotzdem gelang uns aber noch Klassenerhalt.

ONETZ: 3. Was müsste mir ein Nachbarverein bieten, damit ich zu ihm wechsel?

Benedikt Namberger: Aussichtslos – ich spiele nicht für Geld. Das hat in unserer Klasse nichts zu suchen.

ONETZ: 4. Welche Fußballregel würden Sie abschaffen?

Benedikt Namberger: Gelbe Karten für den Trainer. Dessen Emotionen gehören doch dazu. Will man das noch weiter spinnen, dass es für die Zuschauer auch Gelbe Karten gibt?

ONETZ: 5. Die Anstoßzeit am Sonntag um 15 Uhr: Wird da mittags auf den Schweinebraten bei der Mama verzichtet?

Benedikt Namberger: Nie und nimmer, ich esse Sonntag gerne und auch gut. Ich brauche fürs Spiel ja eine gescheite Unterlage.

ONETZ: 6. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Benedikt Namberger: Mit 18 mein erstes Jahr in der "Ersten". Das Entscheidungsspiel gegen den Abstieg in Eslarn vor 800 Zuschauern gegen Moosbach. In der zweiten Hälfte wurde ich eingewechselt, und wir haben in der Verlängerung gewonnen.

ONETZ: 7. Mit welchen Vergehen haben Sie die Mannschaftskasse bereichert?

Benedikt Namberger: Nur einmal. In meiner ersten Saison nach der A-Jugend habe ich eine Rote wegen Meckerns erhalten. Da standen 50 Euro oder drei Kisten Bier als Strafe zur Auswahl. Ich hab das Bier genommen und bin danach gescheiter geworden.

ONETZ: 8. Zu welchem Gegner fahren Sie am liebsten und zu welchem überhaupt nicht gerne?

Benedikt Namberger: Ein Höhepunkt ist immer das Fahrenberg-Derby in Waldthurn. Gar nicht gerne laufe ich in Waldau auf.

ONETZ: 9. Was trauen Sie dem TSV in dieser Saison zu?

Benedikt Namberger: Wenn wir schnell die Punkte machen, damit hinten nichts mehr anbrennt, dann geht es lockerer. Mit einem einstelligen Platz wäre ich glücklich.

ONETZ: 10. Wie sehen Sie das Derby gegen die SpVgg Vohenstrauß II?

Benedikt Namberger: Als ganz etwas Besonderes, weil SpVgg-Coach Bernd Reil mal bei uns Trainer war, mit dem ich in die Kreisliga aufgestiegen bin.

ONETZ: 11. Was gefällt Ihnen am TSV Pleystein?

Benedikt Namberger: Das Sportgelände ist in einem Topzustand, die Jugendarbeit passt, wir haben viele Zuschauer und keiner spielt für Geld. Und vor allem nach dem Training ist die Bewirtung im Sportheim durch die Familie Windirsch fantastisch.

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