14.01.2022 - 18:13 Uhr
PüchersreuthSport

Elf Fragen an ...: Luca Lindner (TSV Püchersreuth)

Als linker Verteidiger zieht er gegnerischen Stürmern den Zahn, danach rockt er als DJ die Kabine: Luca Lindner ist für jeden Spaß zu haben. Nur mit dem Elferschießen hapert's ein bisschen beim Püchersreuther Nachwuchstalent.

Luca Lindner.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Luca Lindner ist 19 Jahre jung und bereits ein Leistungsträger beim TSV Püchersreuth. "Er ist mit der beste Vorlagengeber der Liga", sagt Trainer Sebastian Schell über seinen Linksverteidiger. In der laufenden Saison hat der Defensivspieler bereits elf Tore direkt vorbereitet und damit maßgeblich zum Höhenflug seiner Mannschaft beigetragen. "Es sieht gut aus, wir haben ja bislang alle Spiele gewonnen und wollen aufsteigen", sagt er über Tabellenplatz eins in der A-Klasse Ost Weiden.

Für den Elektroniker-Azubi wäre ein Aufstieg Neuland. "Ich bin noch mit keiner Mannschaft Meister geworden", gibt er zu. In der Familie Lindner würde der Sprung in die Kreisklasse bestimmt ausgiebig gefeiert. "Mein Vater hat ja bereits beim TSV gekickt, mein Bruder spielt auch hier", erzählt der 19-Jährige. Woanders zu spielen als in seiner Heimatgemeinde, kann er sich gar nicht so recht vorstellen: "Für mich zählt nur der TSV Püchersreuth."

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Luca Lindner: ... der Sport, den ich seit meinem vierten Lebensjahr betreibe. Für mich ist Fußball ein perfekter Ausgleich für den Arbeitsalltag. Als einzige andere Sportart habe ich mal American Football probiert, aber das war letztlich schwierig mit den Fahrten nach Weiden.

ONETZ: 2. Welches Erlebnis als Fußballer ist Ihnen negativ im Gedächtnis geblieben?

Luca Lindner: In der A-Jugend hatten wir ein entscheidendes Spiel um die Meisterschaft beim SV Altenstadt/WN. Wir hätten nur einen Punkt benötigt, um in die Kreisklasse aufzusteigen. Aber letztlich haben wir 1:2 verloren und sind nur Dritter geworden. Das war nicht so toll.

ONETZ: 3. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor dem Spiel?

Luca Lindner: Ich selbst habe kein Ritual, aber als Mannschaft haben wir schon eines. Bevor wir vor einem Spiel aus der Kabine gehen, schauen wir auf einem Tablet gemeinsam ein Video, das unser Trainer gemacht hat. Es zeigt Bilder und Szenen von unserem Team aus vergangenen Spielen und Jahren. Das motiviert und schweißt zusammen.

ONETZ: 4. Ihre Rückennummer ist die 16. Warum?

Luca Lindner: Ich hatte in allen Juniorenmannschaften eigentlich immer die Nummer 7. Die Vorliebe für diese Zahl kommt, daher, weil ich ein großer Fan von Franck Ribéry bin. Aber die 7 war, als ich in den Seniorenbereich aufrückte, bereits vergeben. Jetzt trage ich die Nummer 16.

ONETZ: 5. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Luca Lindner: Meistens wird schon darüber geredet, was man am Abend vorher so gemacht hat, wo man unterwegs war. Da gibt's schon immer wieder die eine oder andere lustige Geschichte, durchaus auch von mir.

ONETZ: 6. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Luca Lindner: An ein Derby gegen den SV Schönkirch in der Corona-Abbruchsaison. Es war mein zweites Spiel im Erwachsenenbereich. Ich wurde eingewechselt und habe mein erstes Tor geschossen. Und zwar per Volley-Direktabnahme. Ich weiß bis heute nicht, wie mir das gelungen ist. Danach war ein Kasten Bier für die Mannschaft fällig.

ONETZ: 7. Haben Sie einen Spitznamen? Warum gerade diesen?

Luca Lindner: Ja, und zwar DJ Kumpelblase. Diesen Spitznamen trage ich aber erst seit dieser Saison. Das hat damit zu tun, dass ich in der Kabine per Spotify und Bluetooth-Lautsprecher den Diskjockey gebe. Vor dem Spiel lege ich Songs zur Motivation auf, nach einem Sieg gibt's einen Party-Mix. Der Name Kumpelblase stammt im Übrigen aus einer SpongeBob-Sendung.

ONETZ: 8. Haben Sie sich bereits über Zurufe von Zuschauern geärgert?

Luca Lindner: Eigentlich interessieren mich Kommentare der Zuschauer nicht. Einmal habe ich mich aber schon geärgert. Ich war im Trainingslager der Elfmeter-König und durfte deshalb auch im Punktspiel zum Strafstoß antreten, den ich aber verschossen habe. Als ich ein paar Spiele später wieder einen Elfer schießen wollte, rief ein Zuschauer von außen: Nicht schon wieder der. Das war weniger schön.

ONETZ: 9. Was ist das Wichtigste vor einem Spiel?

Luca Lindner: Konzentriert und fit zu sein, auch wenn man am Abend vorher vielleicht etwas länger unterwegs war.

ONETZ: 10. Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Luca Lindner: Einen Ball, meinen besten Kumpel David List und unser Vereinslokal.

ONETZ: 11. Mit welchem bekannten Fußballer würden Sie gerne mal in einer Mannschaft spielen?

Luca Lindner: Ich würde mir eine Fußballerin aussuchen, nämlich Giulia Gwinn vom FC Bayern. Die sieht nicht schlecht aus, spielt auf meiner Position und ich hätte so den besten Vergleich, auf welch höherem Niveau sich der Frauenfußball gegenüber unserer Liga, der A-Klasse, bewegt. Außerdem bin ich Giulia Gwinn bei einem Bayern-Spiel bereits einmal bewegt und habe ein Bild mit Autogramm von ihr bekommen.

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