Regensburg
16.03.2026 - 21:05 Uhr

Fußballbezirk Oberpfalz: Thomas Graml als Vorsitzender wiedergewählt

Thomas Graml bleibt an der Spitze des Fußballbezirks Oberpfalz. Der Funktionär aus Raigering wurde beim Bezirkstag ohne Gegenstimme wiedergewählt.

Thomas Graml bleibt weitere vier Jahre Vorsitzender des Fußballbezirks Oberpfalz. Beim Bezirkstag in Regensburg wurde der 54-Jährige aus Raigering einstimmig wiedergewählt. Bild: Fabian Frühwirth/BFV
Thomas Graml bleibt weitere vier Jahre Vorsitzender des Fußballbezirks Oberpfalz. Beim Bezirkstag in Regensburg wurde der 54-Jährige aus Raigering einstimmig wiedergewählt.

Alle vier Jahre stellen die Fußballbezirke in Bayern personelle und inhaltliche Weichen. Auf Oberpfalzebene war schon im Vorfeld klar, dass die Vereine im kleinsten bayerischen Verbund auf Kontinuität setzen würden. Amtsinhaber Thomas Graml hatte beim Bezirkstag am Montagabend im Regensburger Jahnstadion keinen Gegenkandidaten und wurde von insgesamt 193 Delegiertenstimmen für eine weitere Wahlperiode als Bezirksvorsitzender bestätigt.

"Ihr könnt sicher sein, dass ich weiterhin mit voller Kraft für den Oberpfälzer Fußball arbeiten werde", bedankte sich Graml für das Vertrauen. Der 54-Jährige kündigte seine Kandidatur als Vizepräsident des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) beim Verbandstag am 8./9. Mai in Bad Gögging an.

Robert Rappl neuer Bezirks-Spielleiter

Kein personellen Veränderungen gibt es auch bei weiteren wichtigen Posten. Heinz Zach (69, Pettendorf) als Bezirks-Jugendleiter und Kerstin Costa (41, Traitsching) als Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses kandidierten erneut, für beide gab es von den anwesenden Klubvertretern grünes Licht für eine weitere Amtsperiode. Für die Position des Bezirks-Spielleiters stellte sich Robert Rappl aus Painten zur Wahl. Der 52-Jährige tritt die Nachfolge von Christian Wolfram an, der zwischenzeitlich für den zurückgetretenen Dominik Fraunholz in die Bresche gesprungen war.

Ebenfalls gewählt wurde Noah Parusel (20, Weiden) als neuer U30-Vertreter im Bezirks-Ausschuss. Bestätigt wurde Markus Weigert (45, Wenzenbach) als Bezirks-Schiedsrichterobmann. Dieter Schmid (51, Lappersdorf) soll weiterhin als Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender fungieren und wird im Nachgang des Bezirkstages dem BFV-Präsidium laut Satzung zur Berufung vorgeschlagen – ebenso wie ein noch zu benennender neuer Bezirks-Ehrenamtskoordinator.

In seinem Rechenschaftsbericht widmete sich Graml vor allem der Nachwuchsarbeit. Dabei stellte er fest, dass es beim Wechsel von den D- zu den C-Junioren einen "gewaltigen Bruch" gebe: "Da verlieren wir viele junge Fußballerinnen und Fußballer." Er appellierte an die Vereine die Kommunikation mit dem Nachwuchs zu suchen, den Teamgeist zu stärken und sich neuen Spielformen zu öffnen.

Kreisreform: Bestandsaufnahme

Graml kündigte auch eine Bestandsaufnahme in Sachen Kreisreform an. Aktuell liegen die drei Oberpfälzer Kreise Regensburg, Amberg/Weiden und Cham Schwandorf jeweils mehr oder weniger knapp über der vom Verband geforderten Mindestmarke von 100 Vereinen: "Wir werden uns das anschauen, um für den Tag X ein Konzept in der Schublade zu haben."

Auf die Bedeutung des bayerischen Fußballs ging BFV-Präsident Christoph Kern ein. "Wir sind selbst im europäischen Vergleich spitze", meinte Kern und führte dabei Zahlen ins Feld: "Wir haben 4500 Vereine und 1,7 Millionen Mitglieder. Das hat Gewicht, wenn es um unsere Interessen geht." Er bezeichnete den BFV als den "mutigsten und Landesverband" im Deutschen Fußball Bund.

Die Delegierten hatten auch über zwei Meinungsbilder zu möglichen Änderungen im Spielbetrieb abzustimmen. Bei der Frage, ob in den Herren-Bezirksligen und der Frauen-Bezirksoberliga eine Gelb-Rote Karte zu einer Sperre für ein Spiel führen soll, sprachen sich 63,1 Prozent der Delegierten dagegen aus, 36,9 Prozent waren dafür. Eine weitere Frage lautete: Soll der BFV in den Herren-Bezirksligen und Frauen-Bezirksoberligen ein Spiel Sperre nach jeder 5. Gelben Karte einführen? Hier waren 64,7 Prozent dagegen, 35,3 Prozent dafür. Die Meinungsbilder haben ausdrücklich keine bindende Wirkung, können aber zum Verbandstag eingebracht und dort entschieden werden.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.