Es führt immer noch die interne Torjägerliste beim TSV Havelse an: Sechs Tore hatte John Posselt für den Klub, der vor den Toren Hannovers beheimatet ist, in der Vorrunde geschossen. Mittlerweile ist der Stürmer für den SSV Jahn Regensburg aktiv. Und da empfängt er mit den Oberpfälzer ausgerechnet am Samstag (14 Uhr) seinen Ex-Klub. "Da habe ich zwar noch viele Freunde dort, darauf werde ich aber keine Rücksicht nehmen", sagt der quirlige Angreifer vor der Partie, bei der der SSV Jahn (derzeit 36 Punkte) mit einem Sieg den Klassenerhalt in der 3. Fußball-Liga schon fast perfekt machen könnte.
Nicht nur Posselt weiß aber, dass seine Kollegen, die mit 23 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz liegen, unberechenbar sind. Zuletzt drehten sie das Spiel gegen Viktoria Köln. 41 geschossene Tore sind absolut drittligatauglich – 64 Gegentore dagegen weniger. "Sie schalten schnell nach vorne um", warnt Jahns Interimscoach Munier Raychouni schon mal vor überfallartigen Kontern der Gäste. Der Jahn-Coach kann wieder mit Christian Kühlwetter und dem lange verletzten Robin Ziegele planen. Allerdings fehlt ihm mit Noel Eichinger der treffsicherste Stürmer der letzten Wochen. Er ist Gelb-gesperrt. Also muss Posselt gegen seine alten Kollegen doppelt zeigen, was er drauf hat.
Das Spiel am Samstag ist auch der „Spieltag ohne Hindernisse“ im Jahnstadion Regensburg. Unter diesem Motto rückt der SSV Jahn sozial und körperlich benachteiligte Menschen in den Mittelpunkt des Spieltages, um ein Zeichen für ein gelebtes Miteinander zu setzen und den Abbau von Barrieren aktiv voranzutreiben. Um den Spieltag möglichst vielen Menschen erlebbar zu machen, lädt der SSV Jahn alle sozialen Einrichtungen in Ostbayern mit vergünstigten Tickets zum Spieltag ohne Hindernisse ein.
Der SSV Jahn hat derweil zwar noch keinen neuen Trainer, aber einen neuen Vorstandschef. Günter Hödl wurde am Donnerstagabend vom Aufsichtsrat zum Nachfolger von Oliver Hein bestimmt. Hödl ist seit mehr als 40 Jahren schon beim Jahn aktiv. Er steht in seinem Beruf kurz vor seiner Pensionierung und kann sich künftig voll dem Klub widmen.













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