13.01.2022 - 11:49 Uhr
RegensburgSport

Oberpfälzer Fußball-Schiedsrichter haben eine neue Führung

Markus Weigert (links) beerbt Andreas Allacher im Amt des Bezirksschiedsrichterobmanns.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Wechsel an der Spitze der Fußballschiedsrichter in der Oberpfalz: Ohne Gegenstimme wurde Markus Weigert (Gruppe Regensburg) zum neuen Bezirksobmann gewählt. Ihm zur Seite stehen Roman Solter (Weiden) und Philipp Götz (Schwandorf). Das Trio löst damit den bisherigen Bezirksschiedsrichterausschuss (BSA) mit Andreas Allacher, Stefan Weinberger, Alfons Weigert und Teresa Mauerer ab, die nicht mehr kandidiert hatten.

Online versammelten sich die noch zum Ende des vergangenen Jahres installierten Führungsteams der sechs Oberpfälzer Schiedsrichtergruppen, um die Verantwortlichen an der Spitze von Bezirk und Kreisen zu bestimmen. Dabei zeigte sich bereits in den Kreisen eine große Harmonie: Jeweils ohne Gegenstimme wurde von den Vertretern der Gruppen Regensburg und Parsberg Florian Islinger zum Kreisschiedsrichterobmann gewählt. In den Kreisen II und III wechseln sich in diesem Amt zur jeweils neuen Wahlperiode die Führungskräfte vereinbarungsgemäß ab: So geht nach einstimmigem Votum im Kreis Amberg/Weiden die Aufgabe des Kreisobmanns von Thomas Gebele (Amberg) an Willi Hirsch (Weiden) über. Im Kreis Cham/Schwandorf beerbt der neue Schwandorfer Obmann Stefan Mehrl seinen Chamer Kollegen Karl-Heinz Späth.

„Es geht nicht um uns als Funktionäre, sondern um die Schiedsrichter – und die brauchen neue Gesichter an der Spitze, neue Ideen, neue Impulse“, sagte der bisherige Bezirksschiedsrichterobmann Andreas Allacher, der wie sein Stellvertreter Stefan Weinberger 20 Jahre die Schiedsrichter des Bezirks erfolgreich durch ruhiges Fahrwasser gesteuert hatte. Zwölf Jahre lang hat Alfons Weigert die Spiele auf Bezirksebene mit Schiedsrichtern besetzt und dabei über 20 000 Einteilungen getätigt. Aktuell ist die Oberpfalz mit Eduard Beitinger als Fifa-Assistent, Karl-Heinz Schleier als Bundesliga-Beobachter und Martin Speckner als Schiedsrichter in der 3. Liga an der internationalen und nationalen Spitze vertreten. In Bayern pfeifen für die Oberpfalz Thomas Ehrnsperger in der Regionalliga, sechs Unparteiische in der Bayernliga und die Rekordzahl von 21 Schiedsrichtern in der Landesliga.

In seinem Rückblick sprach Allacher von weit über 100 Talenten, die in 20 Jahren versucht hätten, in ihrem Hobby den Schritt zum leistungsorientierten Referee zu gehen. Dabei pflegte sein Ausschuss eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Vereinen. Bei allem Verständnis, dass auch dort die personellen Ressourcen knapp sind, mahnte er doch deren Pflicht zur Abstellung von Schiedsrichtern; ansonsten könnten einfach nicht mehr alle Spiele mit ausgebildeten Unparteiischen besetzt werden. Besonders für „positiv fußballverrückte“ Frauen und Mädchen gebe es nach wie vor beste Karrierechancen.

In Grußworten würdigten BFV-Bezirksvorsitzender Thomas Graml und Thomas Ernst für den Verbandsschiedsrichterausschuss die Verdienste des langjährigen Führungsteams. Allacher, der auch stellvertretender Bezirksvorsitzender war, Weinberger und Alfons Weigert bleiben dem Bayerischen Fußballverband in anderen Funktionen erhalten.

Das einstimmige Votum wertet der neue Bezirksschiedsrichterobmann Markus Weigert, der selbst Spiele bis zur Landesliga geleitet hat, sehr aktiv auf Verbandsebene als Beobachter tätig ist und sich zuletzt in der Lehrarbeit der Gruppe Regensburg engagierte, als großen Vertrauensbeweis. Der 41-Jährige aus Grünthal will sich neben der Gesamtleitung vor allem um das Beobachtungswesen kümmern. Der ehemalige Regionalliga-Schiedsrichter und bisherige Einteiler in der Gruppe Weiden, Roman Solter, wird vorrangig die Besetzung der Spiele im Bezirk im Blick haben. Der noch als Bayernliga-Schiedsrichter aktive Philipp Götz, der bisher Lehrwart in der Gruppe Schwandorf war, wird federführend die Lehrarbeit und damit auch die Förderprogramme des Bezirks betreuen.

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