Regensburg
23.11.2018 - 21:17 Uhr

Volle Hütte beim Wiedersehen mit Marvin Knoll

Tabellarische Rechenspiele sind so gar nicht das Ding von Jahn-Cheftrainer Achim Beierlorzer. Vielmehr fürchtet er vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli die Standards seines Ex-Schützlings. Doch dagegen hält der Coach einen Tipp parat.

Marvin Knoll jubelt nun in Braun-Weiß statt in Rot-Weiß. Der ehemalige Regensburger Publikumsliebling wechselte vor der Saison zu den Kiezkickern des FC St. Pauli. Bild: agentur_dpa
Marvin Knoll jubelt nun in Braun-Weiß statt in Rot-Weiß. Der ehemalige Regensburger Publikumsliebling wechselte vor der Saison zu den Kiezkickern des FC St. Pauli.

15210 Fans pilgern am Sonntag (Anstoß um 13.30 Uhr) in die Regensburger Continental-Arena: Der SSV Jahn meldet gegen den FC St. Pauli zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit der 2. Bundesliga: Ausverkaufte Hütte. Und beim Blick auf die Tabelle könnte der geneigte Fußballfan auf die Idee kommen, die Partie der nur drei Zähler voneinander getrennten Teams (Jahn 20, Pauli 23 Punkte) als Spitzenspiel anzusehen - na gut, vielleicht als "Spitzenspielchen".

Doch von derartigen Spielereien will Achim Beierlorzer, der Chefcoach der Oberpfälzer, nichts wissen - vielmehr reagierte er sogar leicht allergisch auf den Hinweis, dass seine Truppe bei einem dreifachen Punktgewinn mit den Hamburgern gleichziehen und sich an der Tabellenspitze festsetzen könnte. "Ich bin ganz weit von irgendwelchen Konstellationen am 14. Spieltag weg", sagte der gebürtige Franke. Das tabellarische "Festsetzen in irgendeiner Region" sei derzeit nicht wichtig. "Viel wichtiger ist, dass wir in der Spur bleiben."

Und die Spur, in der sich der SSV seit acht Spielen befindet, scheint nicht die schlechteste zu sein. Immerhin sind die Regensburger seit acht Partien unbesiegt und glänzen - wie schon in der vergangenen Saison - mit taktischer Disziplin sowie großer Moral. Dies bewiesen Kapitän Marco Grüttner und Co. erst zuletzt in Magdeburg wieder, als sie in den Schlussminuten einen 1:2-Rückstand noch in einen Dreier wandelten.

Diese Tugenden sind auch gegen St. Pauli gefordert, bei denen Ex-Jahn-Publikumsliebling und Aufstiegsheld Marvin Knoll besonders im Fokus steht. Vor der Spielzeit war der 28-jährige Standard-Spezialist nach dreieinhalb Jahren von der Donau an die Alster gewechselt und hat sich dort längst zur Führungskraft entwickelt. "Wir werden schon darauf achten, dass wir keine unnötigen Freistöße verursachen", riet Beierlorzer seiner Truppe.

Der Coach kann bis auf die langzeitverletzten Sebastian Nachreiner und Oliver Hein auf den kompletten Kader zurückgreifen. Deswegen konstatierte auch Beierlorzer, ansonsten ein Meister des Ballflachhaltens, fast schon euphorisch: ""Die Köpfe sind frei, die Mannschaft hat gut trainiert und wir freuen uns auf dieses Topspiel." Also doch ein Spitzenspiel!

 
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