München
12.04.2022 - 23:06 Uhr

Ein Remis als krachende Niederlage: Der FC Bayern ist raus aus der Champions-League

Das Ende kommt mit Anlauf: Samu Chukwueze wird den Bayern einige Zeit bitterböse in Erinnerung bleiben. Der FC Bayern ist gegen Villarreal aus der Champions-League ausgeschieden. Thomas Müller hätte alles richten können.

Frust pur: Thomas Müller und Robert Lewandowski (rechts). Bild: Angelika Warmuth/dpa
Frust pur: Thomas Müller und Robert Lewandowski (rechts).

Selten hat ein 1:1 so weh getan. Der FC Bayern München ist im Viertelfinale der Champions-League ausgeschieden. Nach dem 0:1 im Hinspiel reichte es für den deutschen Rekordmeister gegen den FC Villarreal nur zu einem 1:1 (0:0). Die Münchener zeigten zwar viel Engagement, doch es fehlte an Ideen und vor allem Durchschlagskraft. Robert Lewandowski hatte die Gastgeber kurz nach der Pause in Führung gebracht und ließ auf ein großes Happy end hoffen, doch ein Nigerianer namens Samu Chukwueze sorgte für ein Mega-Frust-Erlebnis an der Isar.

Es war schon zu Beginn zu erkennen, welch' hartes Stück Arbeit das an diesem Abend werden würde. Ein "Bayern-likes" Auftreten hatte Leon Goretzka versprochen. Es war anfangs nur "Bayern-light". Die Münchener kannten zwar nur eine Richtung, die nach vorne, doch das "Gelbe U-Boot" aus Villarreal wankte nicht. Die erste gute Chance hatte Jamal Musiala erst nach knapp einer halben Stunde. Sein Kopfball war aber zu mittig, Geronimo Rulli im Gäste-Tor hielt sicher. Vor und nach dieser Szene waren viele Nickligkeiten im Spiel, Schiedsrichter Slavko Vinic war fast mehr gefordert als die Akteure auf dem Platz. Die Gäste nutzten zudem jede Möglichkeit zur Spielverzögerung. Die Bayern versuchten es oft mit hohen, weichen Flanken, die den Spaniern, die ein, zwei mittelmäßige Konter fuhren, aber kaum Probleme bereiteten. Bayern-Coach Julian Nagelsmann grübelte zunehmend am Spielfeldrand. Wie sind diese Gäste zu knacken?

Vielleicht mit einem Standard? Doch der Sane-Freistoß aus gefährlicher Position kurz nach der Pause wurde abgefälscht. Nur kurze Zeit später war der Riegel aber geknackt. Die Bayern fingen einen schlampigen Pass ab, Thomas Müller leitete weiter und Robert - wer sonst? - Lewandowski schob aus 12 Metern zum 1:0 (52.) ein. Die Bayern versuchten sofort, das zweite Tor nachzulegen. Doch die Spanier hatten sich zunächst wieder sortiert. Die Bayern suchten die Lücke, und Leroy Sané weiter seine Form. Der Außenstürmer kam auf rechts einfach nicht in Position, Kingsley Coman war da auf links schon gefährlicher.

Richtig gefährlich wurde es für Villarreal knapp 20 Minuten vor Schluss, doch Müller köpfte acht Meter vorm Tor freistehend vorbei. Die Partie verkam zunehmend zu einem Handballspiel. Die Bayern schoben sich um den Gäste-Strafraum die Bälle zu, ein Durchkommen gab es nicht. Dann nahm Nagelsmann Lucas Hernandez vom Feld, die Bayern-Abwehr war kurze Zeit unsortiert. Und dann kam Samu Chukwueze, der einen Konter der Gäste blitzsauber abschloss. Die Bayern hatten keine Kraft, und vor allem keine Ideen mehr, sich aufzubäumen.

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Deutschland und die Welt03.04.2022
 
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