15.04.2019 - 19:57 Uhr
RiedenSport

Der Blick von der Oberpfalz nach Tokio

Kreuther Frühling - auf Gut Matheshof zeigen die Vielseitigkeitsreiter nach dem Winter ertsmals, was sie draufhaben. Auch dieses Jahr waren Olympiasieger in der Oberpfalz.

Michael Jung auf Chipmunk: Der Olympiasieger ritt das heiß begehrte Pferd erstmals bei einem internationalen Turnier.
von Josef Maier Kontakt Profil

Es war eine Premiere, und das in der Oberpfalz: Der dreifache Olympiasieger in der Vielseitigkeit, Michael Jung, ritt am Wochenende beim Turnier in Kreuth erstmals auf Chipmunk. Der elfjährige Wallach ist auf dem internationalen Markt sehr begehrt, konnte aber dank einiger Investoren in Deutschland gehalten werden. Das Pferd soll die Nachfolge von Jungs Olympia-Pferd Sam antreten, mit dem er seine großen Erfolge feierte.

Beim Auftritt in der Oberpfalz ging Jung aber noch vorsichtig zu Werke. Der 36-Jährige aus Horb ritt langsam durchs Gelände, nahm Strafpunkte in Kauf. Dem Weltklasse-Reiter ging es auf Gut Matheshof weniger um die Platzierung, denn ums Kennenlernen des Wallachs unter Turnierbedingungen. Das Pferd wird schon Richtung Olympische Spiele in Tokio 2020 aufgebaut. Die erste große Prüfung wartet wohl im August bei der EM in Luhmühlen. In Kreuth belegten Jung und Chipmunk Rang zehn.

"Chipmunk hat sich sichtlich wohlgefühlt auf unserem ersten Ausflug", schrieb Jung am Montag auf Facebook nach der Rückkehr aus der Oberpfalz. "In allen drei Teilprüfungen war ich sehr zufrieden mit unseren Trainingsrunden." Diese, am höchsten dotierte Prüfung gewann Julia Krajewski auf Samourai. Die deutsche Meisterin ritt vor kurzem noch auf Chipmunk.

Ein Hallo-Wach-Erlebnis im Kreis Amberg-Sulzbach hatte Olympiasiegerin Ingrid Klimke in Kreuth. Ihr Erfolgspferd Hale Bob verweigerte am Samstag einen Sprung und Klimke stand plötzlich im Wasser. "Alles gut", gab die Münsteranerin, Tochter des großen Reiner Klimke, aber schnell Entwarnung. Die Münsteranerin absolvierte danach mit Hale Bob noch einen Trainingsritt. Besser lief es mit ihrem Pferd Asha. Die beiden kamen auf dem anspruchsvollen Kurs, auf dem keiner der 38 Starter in der Zeit blieb, auf Platz zwei.

Die drei Tage auf Gut Matheshof waren wieder ein toller Erfolg für die Pferdebegeisterten. Das Wetter passte und auch die Leistungen. So hautnah wie in Kreuth kommen die Fans kaum an die Stars und Pferde ran. Der Kreuther Frühling ist auch immer ein kleines Volksfest.

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