13.08.2018 - 14:47 Uhr
RiedenSport

"Wir haben uns das ganz anders vorgestellt"

"Wer sechs Tore kassiert, der braucht sich nicht über den Schiedsrichter beschweren", sagt Josef Fleischmann, der Trainer des 1. FC Rieden, nach der 5:6-Pleite gegen den SV Schmidmühlen. Seine Analyse des Spiels im Interview.

Totales Entsetzen auf der Riedener Trainerbank mit Trainer Josef Fleischmann (Mitte vorne) nach der 5:6-Pleite im Derby gegen den SV Schmidmühlen.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Elf Tore in einem Spiel, zwei Elfmeter, eine rote und eine gelb-rote Karte - der 1. FC Rieden und der SV Schmidmühlen legten vor rund 400 Zuschauern einen sehenswerten Auftritt hin. Mit keinem guten Ausgang für die Hausherren, die seit dieser Saison von Josef Fleischmann trainiert werden.

ONETZ: Woran lag's? Warum hat der 1. FC Rieden verloren?

Josef Fleischmann: Wir haben viel mehr Fehler gemacht als der Gegner und hatten hinten den Tag der offenen Tür.

ONETZ: Chancen gab's aber genug ...

Josef Fleischmann: Wir hatten in der ersten Viertelstunde eine Vielzahl von glasklaren Möglichkeiten. Aber die Hauptursache war die Defensive. Wir haben in der zweiten Halbzeit in Unterzahl naiv verteidigt und sogar Konter zugelassen. Wir sind für jeden Fehler bestraft worden.

ONETZ: Der Schiedsrichter stand auch etwas in der Kritik ...

Josef Fleischmann: Dazu will ich mich nicht äußern. Er hat mir hinterher seine Entscheidungen erklärt und ich akzeptiere sie so.

ONETZ: Maximilian Heller, der Torwart von Schmidmühlen, hatte obendrein einen guten Tag?

Josef Fleischmann: Ja, er hat in vier oder fünf Eins-gegen-eins-Situationen richtig gut reagiert.

ONETZ: Nochmal zum Schiri: Er zeigte kurz vor Schluss Simon Heller vom sV Schmidmühlen die gelbe Karte und musste von den Riedener Spielern darauf hingewiesen werden, dass es bereits die zweite gelbe war.

Josef Fleischmann: Aus Schiri Sicht ist nicht alles glücklich gelaufen. Vielleicht hat er ein bisschen den Überblick verloren. Aber nochmal: Wer sechs Tore kassiert, der braucht sich nicht über den Schiedsrichter beschweren.

ONETZ: Wie sieht das nächste Training aus?

Josef Fleischmann: (lacht) Wieder mit Zug wie immer. Wir werden die Niederlage sachlich analysieren und versuchen, die Fehler abzustellen.

ONETZ: Jetzt war es ja kein normales Spiel, sondern das Derby schlechthin. Rieden gegen Schmidmühlen. Wie war die Stimmung in der Kabine?

Josef Fleischmann: Da herrschte natürlich große Enttäuschung. Wir haben uns das ganz anders vorgestellt. Und das muss man als Trainer nicht jeden Tag haben, vor allem, wenn man verliert.

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