Rothenstadt/Weiden in der Oberpfalz
27.01.2026 - 10:39 Uhr
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Benjamin Scheidler legt in Erbendorf Traineramt nieder

Von wegen ruhige Winterpause: Kreisligist TSV Erbendorf wird überraschend mit einem Trainerrücktritt konfrontiert.

Benjamin Scheidler hat seinen Rücktritt als Trainer des TSV Erbendorf erklärt. Bild: Dieter Jäschke
Benjamin Scheidler hat seinen Rücktritt als Trainer des TSV Erbendorf erklärt.

Auf Benjamin Scheidler ruhten viele Hoffnungen: Der 42-Jährige hatte im Sommer das Traineramt beim TSV Erbendorf angetreten und sollte dabei einen gewissen personellen Umbruch bei der Steinwaldelf moderieren. Dabei bauten die Schwarz-Gelben auf die Erfahrung von Scheidler, der in seiner aktiven Zeit in der Bayern- und Landesliga gespielt hatte und danach unter anderem bei der DJK Irchenrieth, beim FC Tremmersdorf und zuletzt beim SC Eschenbach als Trainer an der Seitenlinie stand.

Das Vorhaben ist gescheitert: In einer schriftlichen Stellungnahme teilte Scheidler nun überraschend seinen sofortigen Rücktritt mit. Seine Kritik an der Mannschaft ist deutlich – auch wenn ihm die Entscheidung eigenen Angaben nach nicht leichtgefallen sei.

"In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich jedoch feststellen müssen, dass die für eine erfolgreiche Zusammenarbeit notwendige offene und direkte Kommunikation innerhalb der Mannschaft nicht ausreichend stattgefunden hat", erklärt Scheidler in seinen Zeilen. ""Unterschiedliche Auffassungen wurden nicht im gemeinsamen Austausch geklärt, und sportliche Entscheidungen wurden nicht in dem Maße akzeptiert, wie es für eine vertrauensvolle Trainerarbeit erforderlich ist."

Wie tief die Enttäuschung bei ihm sitzt, lässt sich an seinen weiteren Ausführungen ablesen: "Vertrauen, Akzeptanz, Ehrlichkeit und Respekt bilden für mich die Grundlage einer konstruktiven Zusammenarbeit. Da diese Basis nicht mehr gegeben war, sehe ich keine weitere Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit und lege deshalb mit sofortiger Wirkung mein Amt als Spielertrainer des TSV Erbendorf nieder."

Den TSV Erbendorf hat der Trainerrücktritt kalt erwischt. Wie Spartenleiter Stefan Klamt auf Anfrage mitteilte, wolle man "erst zum Trainingsauftakt mit der Mannschaft die Hintergründe darlegen". Bis dahin gebe es keine Pressemeldung. Wer kurzfristig als Scheidler-Nachfolger in die Bresche springt, ist aktuell also offen.

Eine Option könnte Gerüchten zufolge die Rückkehr von Roland Lang in der kommenden Saison sein. Der langjährige Erbendorfer Trainer hatte vor einem Jahr seinen Rückzug zum Saisonende 24/25 bekanntgegeben. Seit November vergangenen Jahres coacht Lang den Erbendorfer Ligakonkurrenten VfB Rothenstadt. "An solchen Gerüchten will ich mich nicht beteiligen", sagte Lang auf Anfrage. "Ich konzentriere mich voll und ganz auf meinen Job in Rothenstadt."

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