Für das entscheidende Spiel um die 2. Bundesliga gaben die Fans von Rot-Weiss Essen ihren Spielern noch eine Botschaft mit. „Ihr könnt euch zu Legenden machen“, schallte der Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat entgegen. Arm in Arm feierten die RWE-Fußballer das 1:0 im Relegations-Hinspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth.
„Rot-Weiss Essen - Keiner kann uns brechen“, stand auf T-Shirts, die die Spieler von ihren Fans geschenkt bekamen. Am Dienstag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) nicht verlieren, dann steht die langersehnte Rückkehr in die 2. Bundesliga fest.
Koschinat: „Eine Mannschaft, die ihr Herz auf dem Platz lässt“
„Jeder, der noch nicht an der Hafenstraße war, hat heute gesehen, was hier für eine Wucht entfacht werden kann“, sagte Torwart Jakob Golz nach einem wahren Stimmungs-Spektakel. „Es werden viele mit nach Fürth fahren und die Stimmung von hier dorthin tragen. Das gibt uns ein paar Prozente mehr, um da nochmal eine Top-Leistung zu bringen.“ Die, die nicht dabei sind, können bei einem großen Public Viewing in Essen mitfiebern. Die Euphorie ist riesig.
„Sie hat die Herzen der Menschen gewonnen“, sagte Trainer Uwe Koschinat über sein Team. „Es ist eine Mannschaft, die ihr Herz auf dem Platz lässt.“ Das war gegen Fürth eindrucksvoll zu sehen.
In einer kampfbetonten und teils hektischen Partie warfen sich die Essener in jeden Zweikampf. Ben Hüning lieferte sich packende Duelle mit Fürths Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu und ließ den Stürmer kaum zur Geltung kommen. „Davon lebt der Fußball. Hat Bock gemacht“, sagte der Verteidiger mit einem Lächeln. „Am Dienstag nochmal und dann hoffe ich, dass ich ihn nochmal ausschalten kann.“
Fürth-Coach Vogel: „Wir müssen wieder All-In gehen“
Hüning hatte schon am letzten Spieltag mit seinem 3:2-Siegtreffer in der Nachspielzeit in Ulm entscheidenden Anteil daran, dass Essen überhaupt um den Aufstieg spielen darf. Nun überzeugte er in seinem Kerngeschäft. „Ben ist ein unheimlich ehrgeiziger Spieler. Die eins gegen eins Duelle, das ist sein Ding“, lobte Koschinat.
Der 54-Jährige erwartet im Rückspiel einen stärkeren Gegner. „Wir müssen schon auch wissen, dass die Fürther in einem Heimspiel mit Sicherheit in der Lage sind, noch besser und zielstrebiger zu spielen, vielleicht sogar noch effizienter im Strafraum zu sein“, sagte er. Sein Gegenüber Heiko Vogel erklärte: „Wir kennen diese Spiele. Wir müssen wieder All-In gehen.“
Torben Müsel, der gegen Ulm doppelt getroffen hatte, bescherte Essen per Traum-Freistoß die gute Ausgangsposition. „Wir haben ein gutes Gefühl, aber entschieden ist noch nichts“, sagte Golz und Koschinat stellte fest: „Das 1:0 ist eine gute Grundlage und hält uns maximal wach.“
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