Zum zweiten Mal in Folge haben Australiens Bonds Flying Roos den SailGP-Gipfel in Auckland gewonnen. Die dreimaligen Meister setzten sich im windigen und regennassen Champions-Finale gegen den Vorjahres-Seriensieger Großbritannien und 2024-Champion Spanien durch. Dem Dreikampf mit zahlreichen Führungswechseln waren eine dramatische Kollision am Vortag und die Sicherheitsentscheidung für ein neues Finaltag-Format vorausgegangen.
„Aus unserer Perspektive war es ein großartiges Finale, knapp, mit Überholmanövern“, sagte Fahrer Tom Slingsby in Neuseelands „City of Sails“. Den Tiefpunkt hatte an diesem zweiten SailGP-Wochenende der sechsten Saison am Vortag ein Crash zwischen Neuseelands Black Foils und dem DS Automobiles Team France markiert.
Crash mit Tempo 90
Dabei war der Rennkatamaran der Neuseeländer in einer starken Böe bei hohem Tempo außer Kontrolle geraten. Die von hinten mit knapp 90 km/h heranrasenden Franzosen hatten keine Ausweichchance. Fahrer Quentin Delapierre verhinderte in einer Blitzreaktion womöglich Schlimmeres, konnte aber die Kollision nicht vermeiden. Dabei schoss ein französischer Rumpf über das Kiwi-Boot. Delapierre sagte: „Es war ein sehr schwerer Crash, der schwerste, den wir im SailGP erlebt haben.“
Im französischen Team verletzte sich Strategin Manon Audinet. An Bord der Black Foils zog sich Grinder Louis Sinclair schwere Brüche zu und wurde bereits operiert. Beide Boote wurden so stark beschädigt, dass ihr Einsatz beim dritten Event in Sydney am 28. Februar und 1. März kaum möglich erscheint.
Auf den Crash hatte die Liga am Finaltag mit einem neuen Format reagiert und die von 13 auf elf Boote geschrumpfte Flotte zweigeteilt. Das Germany SailGP Team konnte sich mit Steuermann Erik Kosegarten-Heil an Tag zwei mit besseren Starts steigern, schloss mit Platz sechs ab und rückte in der von Australien angeführten Saisonwertung auf Platz sieben vor.
© dpa-infocom, dpa:260215-930-688952/1














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