Matthias Sammer setzt große Hoffnungen in den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. „Ich erkenne bei ihm einen absoluten Plan. Und ich finde, er verkörpert etwas. Meine ganz große Hoffnung liegt darin, dass dieser Mann uns eine Identität zurückbringt, die wir dringend brauchen“, sagte der frühere Fußball-Nationalspieler in der Sky-Show „Sammer&Basile - Der Hagedorn Talk“.
Klopp (59), Nachfolger von Julian Nagelsmann nach dem enttäuschenden Zwischenrunden-Aus bei der WM im Sommer, bestreitet in der Nations League gegen die Niederlande am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) in Amsterdam sein Debüt als neuer Bundestrainer.
„Er wird euphorisiert auf das Volk und auf die Mannschaft wirken“, meinte Sammer (59). Aber auch Klopp, der für seine ersten Spiele einen XXL-Kader von 44 Profis nominierte, könne nicht hexen. „Sondern es geht darum, in seiner Persönlichkeit, in seiner Erfahrung als Trainer auch verständlich zu machen, dass das möglicherweise auch ein bisschen Zeit braucht“, sagte Sammer.
„Willkommen in der Brutalität“
Dass Klopp Stuttgarts Stürmer Deniz Undav (30) nicht nominierte, spiegelt für Sammer das harte Geschäft des Profi-Fußballs wider. „Willkommen im Leben, Willkommen in Leistungssport, Willkommen in der Brutalität, auch bei Veränderungen“, sagte Sammer, der Undav „Stand jetzt“ auch nicht nominiert hätte.
„Wenn du Kredite willst, musst du zur Bank gehen. Alles andere musst du dir neu erarbeiten. Jürgen Klopp ist, und ich liebe das, im Leistungssport nicht kompromissbereit. Er ist kompromisslos. Er hat vielleicht ein Signal gesetzt, ob richtig oder falsch, wissen wir alle nicht“, so Sammer.
Abschreiben würde er Undav aber nicht. „Ich würde ihn sehr im Auge behalten, weil er dir mit seinen Qualitäten irgendwann, wenn du in der Box Themen hast, helfen kann“, meinte Sammer.
© dpa-infocom, dpa:260922-930-726440/1














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