Schmidgaden
05.11.2025 - 11:52 Uhr
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Kein Ende der Sieglos-Serie: Trainerwechsel beim FC Schmidgaden

Christopher Neidl ist ein Urgestein beim FC Schmidgaden. Vor eineinhalb Jahren übernahm er das Traineramt. Jetzt ist er auch an etwas gescheitert, was in Schmidgaden immer wieder vorkommt. Den Verantwortlichen fiel die Trennung schwer.

Christopher Neidl (Mitte) ist nicht mehr der Trainer des FC Schmidgaden. Bild: mhs
Christopher Neidl (Mitte) ist nicht mehr der Trainer des FC Schmidgaden.

"Es hat sich ja angedeutet", sagt Christopher Neidl. In der vergangenen Woche suchten die Verantwortlichen des FC Schmidgaden das Gespräch mit Trainer Neidl. Neun Spiele hatte der FC in der Fußball-Kreisliga West nicht mehr gewonnen. Die Sieglos-Serie war nicht zu stoppen. Schließlich kamen beide Seiten überein, die Trainertätigkeit zu beenden. "Ich kann es sogar verstehen, dass sie es mit einem neuen Trainer probieren wollen", sagt der Ex-Coach. Er habe die Wende einfach nicht geschafft: "Man hat mir in den letzten Wochen die Ratlosigkeit vielleicht auch angesehen." Kopfschüttelnd stand der 40-Jährige das ein oder andere Mal am Spielfeldrand. Der gute Saisonstart war längst verpufft. Es war wieder zutage getreten, was in Schmidgaden öfter vorkommt: "Diese Inkonstanz in den Leistungen ist eigentlich nicht zu erklären", sagt Neidl. Die Mannschaft, die derzeit mit 13 Punkten auf Tabellenplatz 10 liegt, sei von der Qualität her eine, die vorne mitspielen könne. Aber es gebe immer wieder diese Aussetzer.

Den FC-Verantwortlichen ist die Trennung von Neidl, der als langjähriger Spieler ein echter FCler ist, total schwer gefallen: "Die FC-Führung betont und weist daraufhin, dass Neidl nicht allein für die fehlenden Punkte verantwortlich ist", sagt Ehrenvorsitzender Josef Schimmer. Neidl habe immer alles gegeben. "Wir sind ihm dankbar, dass die Mannschaft in einer schwierigen Situation übernommen hat." Auch die Vereinsverantwortlichen sehen die schwierigen Umstände: Viele Verletzungen hätten auch zu einem dünnen Kader geführt. Interimsmäßig wird die Mannschaft nun bis zur Winterpause von den Spielern Alexander Schmidl und Manuel Polleti betreut. Parallel gehen die Schmidgadener auf Trainersuche.

Neidl freut sich derweil, auch ein bisschen mehr Zeit für die Familie zu haben. "Bei mir bleibt bei der ganzen Sache auch nichts hängen", sagt der 40-Jährige. Im Verein will er weiter mitarbeiten. Eineinhalb Jahre durfte er nun am Spielfeldrand und auf dem Trainingsplatz Neues hinzulernen. "Das war eine Super-Erfahrung für mich." Explizit geplant hat er es nicht, aber vielleicht sieht man ihn durchaus mal wieder im Trainergeschäft.

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