30.08.2019 - 20:49 Uhr
SchönseeSport

Elf Fragen an ...

Der 25-Jährige Markus Singer erklärt, warum er gerne nach Hause kommt, über was im Auto zu den Auswärtsspielen gesprochen wird, und warum ihm die Farbe der Schuhe seiner Gegner egal sind.

Markus Singer.
von Autor HÜRProfil

Am siebten Spieltag der Kreisklasse Nord beantwortet Markus Singer, 25-jähriger Angreifer der SpVgg Schönseer Land, die elf Fragen. Der gelernte Feinwerkmechaniker, der bei der Bereitschaftspolizist in Dachau beschäftigt ist, spielte in der Jugend für den TSV Eslarn. 2013 kehrte er zu seinem Heimatverein SpVgg Schönseer Land zurück. In seiner beruflich bedingt recht knapp bemessenen Freizeit trifft sich Markus des Öfteren mit Freunden zum Volleyballspielen in Schönsee oder er plant mit seiner Freundin Urlaubsreisen, wobei es ihn zuletzt für ein paar Wochen mit dem Camper nach Westkanada verschlug.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

... ein Anlaufpunkt in der Heimat. Es gib nichts Schöneres als von Dachau heimzukommen, zum Training oder Spiel zu fahren und mit meinen Kumpels gegen den Ball zu treten.

ONETZ: 2. Warum sind Sie beim Fußball gelandet und nicht bei einer anderen Sportart?

Daran ist wohl mein Vater schuld der selbst begeisterter Fußballspieler war und mich von klein auf trainierte. Zudem gab es noch nicht so viele Möglichkeiten, wie sie es heute gibt. Entweder man war im Fußballverein oder bei der Feuerwehr. Ich hab mich für Fußball entschieden. Den Wunsch meines Vaters, Flügelhorn zu erlernen, um später mal bei den Blechmusikanten groß aufspielen zu können, schlug ich ebenfalls aus.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe sind für mich …

... … nicht relevant. Ich trage seit Jahren schwarze Fußballschuhe. Grundsätzlich ist es mir egal, welche Farbe die Schuhe meiner Gegen- und Mitspieler haben.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Da gibt es leider mehrere. Und das sind eindeutig meine vielen Verletzungen. So zog ich mir allein in den letzten drei Jahren eine Schultereckgelenksprengung, zwei Bänderrisse im Sprunggelenk und einen Außenmeniskusriss zu.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Ich persönlich habe kein Ritual. Aber der Mannschaftskreis in der Kabine wird vor jedem Spiel durchgeführt. Für die packenden Ansprachen im Kreis ist unser Coach zuständig. Ob er diese zuvor googelt, oder sie irgendwo anders her hat, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es jedes mal eine Neue.

ONETZ: 6. Das müsste mit ein Nachbarverein bieten, damit ich wechseln würde …. (Die Ablöse in Euro oder Naturalien)

Da müsste ich eher noch ein paar Bierkisten mitbringen, sodass mir ein anderer Verein Asyl gewähren würde. Nein Spaß. Ich bin absolut glücklich bei meinem Heimatverein. Dort kennt man die Leute die zuschauen alle persönlich und man hat das Gefühl, dass sich diese noch ein Stück mehr für einen freuen, wenn man mal ein Tor schießt oder eine gute Aktion hat. Woanders ist man ein Stück weit oft nur der Auswärtige. Zudem bin ich aufgrund meiner Arbeit viel auf der Straße und schätze deshalb die kurzen Wege.

ONETZ: 7. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Meistens wird über die Erlebnisse und Alkoholeskapaden von Mitspielern in den Nächten von Freitag auf Sonntag gesprochen. In Folge dessen stellt sich oft die Frage, wieso mancher Spieler doch so fit sein kann und gute Leistungen im Spiel bringt. Insgesamt muss man sagen, ist das meiste oft Bledschmatz ohne tieferen Sinn. Tiefgründiger werden die Gespräche erst nach dem ein oder anderen Bier im Anschluss nach dem Spiel.

ONETZ: 8. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

An das letzte Saisonspiel gegen die SpVgg Bruck im Jahre 2015. Wir verloren zwar auswärts mit 0:2, jedoch patzten auch die nachfolgenden Mannschaften so dass wir doch Meister wurden.

ONETZ: 9. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

All diese, die unfair gegenüber Spielern und Schiedsrichtern sind. Oft hat man das Gefühl, dass manche Zuschauer nur kommen, um die Akteure auf dem Platz zu kritisieren und nicht selten auch zu beleidigen. Vor allem unsere tschechischen Mitspieler dürfen sich oft Kommentare anhören, die weit unter der Gürtellinie sind.

ONETZ: 10. Mit welchem Vergehen haben Sie die Mannschaftskasse bereichert?

Den größten Teil muss ich aufgrund kleiner Wetten mit Mitspielern abtreten. So werden nach dem Training immer wieder Wettkämpfe im Latten- und Zielschießen auf die kleinen Tore aus größerer Distanz ausgetragen. Für den Verlierer wird dann ein Obolus für die Mannschaftskasse fällig.

ONETZ: 11. Zu welchem Gegner fahren Sie am liebsten, zu welchem überhaupt nicht gerne?

Natürlich bevorzuge ich die Derbys gegen Pullenried oder Silbersee, wobei Silbersee in diesem Sommer verdient als Meister in die Kreisliga aufgestiegen ist und ich in dieser Saison darauf verzichten muss. Aber vielleicht können wir in diesem Jahr zumindest um die Relegation mitspielen und wir sehen uns möglicherweise im nächsten Jahr wieder. Bis jetzt läuft es ja nicht schlecht für uns.Ansonsten ist es mir egal auf welchen Fußballplatz es geht. Grundsätzlich bevorzuge ich aber kurze Fahrtwege.

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