19.02.2019 - 15:28 Uhr
SchwandorfSport

Fußball-Bezirksliga: Relegation ausgelost und negative Vorkommnisse

Bei der Wintertagung der Fußball-Bezirksliga fordern die Verantwortlichen den Schutz der Schiedsrichter. Es gibt zu viele negative Vorkommnisse mit Trainern und Spielern.

In der vergangenen Saison trafen die SpVgg Vohenstrauß (rote Trikots) und die SpVgg SV Weiden II in der Relegation aufeinander.
von Autor AHOProfil

Kaum Kritikpunkte waren bei der Wintertagung der Bezirksligisten aus den Gruppen Nord und Süd am Montagabend in Katzdorf zu hören. Bezirksspielleiter Christian Wolfram bescheinigte den Funktionären eine engagierte Arbeit an der Basis, was für einen nahezu reibungslosen Verlauf der bisherigen Saison sorgte. Aufgrund der "herrlichen Wetterlage im Herbst" sei nur ein Nachholspiel angefallen, was bei der Terminierung keine größeren Probleme aufwerfen werde.

Bei der Mitte März beginnenden Restrückrunde rechnet der Spielleiter mit einem insgesamt spannenden Verlauf bis zum Schluss. Positiv herausgestellt wurden der SV Hahnbach aus dem Norden sowie der TB 03 Roding und die SpVgg Hainsacker aus dem Süden, die in der Fairnesswertung ganz vorne zu finden sind. Insgesamt wies Christian Wolfram aber auf eine steigende Anzahl an negativen Vorkommnissen zwischen den Schiedsrichtern und den Trainern oder Spielern hin. Bemerkenswert sei gewesen, dass ein Stadionsprecher eine Elfmeterentscheidung des Unparteiischen kommentiert hat und deshalb gemeldet wurde. Weiterhin beschäftigten ein angeblicher Flaschenwurf und Ausschreitungen nach dem Abpfiff eines Spieles das Sportgericht. Die Vereine sollten ein großes Augenmerk auf den Ordnungsdienst legen, um die Schiedsrichter zu schützen.

Platzdisziplin wichtig

Von verschärften Strafen bei der Verletzung der Platzdisziplin sprach Dieter Schmid vom Bezirkssportgericht. Beim Verbandstag im vergangenen Jahr modifizierte der BFV den Paragrafen 73 der Rechts- und Verfahrensordnung, um der Gewalt, der Pyrotechnik und den diskriminierenden und beleidigenden Äußerungen entsprechend zu begegnen und diese Vergehen zu ahnden. Die Mindeststrafe beträgt 300 Euro, dazu können Platzsperren, Punktabzüge oder Geisterspiele kommen. Um Täter zu überführen und in Regress zu nehmen, sind sowohl der Heim- als auch der Gastverein in der Pflicht.

Andreas Allacher vom Bezirksschiedsrichterausschuss teilte mit, dass es mit Patrick Arnold und Habib Fekih zwei Förderaufsteiger in der Bezirksliga gibt. Die Probleme zwischen den Schiedsrichtern und den Vereinen werden extremer, was einige Geschehnisse wie Raufereien nach Spielschluss oder der Spielabbruch bei einer Begegnung in der Frauen-Freizeitliga dokumentieren.

"Wir müssen uns neuen Wegen öffnen", sagte der Bezirksvorsitzende Thomas Graml. Damit meinte er nicht nur die immer weiter fortschreitende Digitalisierung. Auch die vielfältigen Angebote seitens des BFV wie Schulungen, Praxiseinheiten oder runde Tische sollten angenommen werden, zumal diese kostenlos seien.

Auslosung der Relegation

Die Auslosung der Aufstiegsrelegation zur Bezirksliga brachte folgendes Ergebnis: Im Norden trifft der Zweite der Kreisliga Nord Amberg/Weiden auf den Zweiten der Kreisliga Süd Amberg/Weiden und der Zweite der Kreisliga West Schwandorf/Cham auf den Dreizehnten der Bezirksliga Nord. Im Süden stehen sich zunächst der Zweite der Kreisliga Regensburg I und der Zweite der Kreisliga Ost Schwandorf/Cham sowie der Dreizehnte der Bezirksliga Süd und der Zweite der Kreisliga Regensburg II gegenüber. Anschließend treten die jeweiligen Sieger gegeneinander an.

Neuerung bei B-Klassen

"Neun gegen Neun" heißt eine mögliche Neuerung im Spielbetrieb der B-Klassen ab der kommenden Saison. Hierbei handelt es sich um eine Reduzierung der Spieler, die zwei Vereine kurzfristig für eine Begegnung vereinbaren können. Ziel sei es, betonte Christian Wolfram, Spielabsagen zu verhindern. Über die Modalitäten könne jeder Kreis selbst entscheiden. Zuvor sollten sich die Vereine eine eigene Meinung bilden und diese bei der Abstimmung im Rahmen der Sommertagungen kundtun.

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