Es schepperte gewaltig: 41 Tore gab es in den sieben Spielen der Kreisliga West am Wochenende, das macht einen Schnitt von fast sechs Treffern pro Partie. Das spricht natürlich für die Torjäger, Defensivarbeit war jetzt nicht so das Ding von manchen Teams.
Auch in der Partie des Spitzenreiters fielen sieben Tore. Mit 4:3 siegte der SV Haselbach beim FC OVI/Teunz. Die Gastgeber waren dabei nicht die schlechtere Mannschaft. "Wir haben eine starke erste Halbzeit gespielt", sagte FC-Coach Christian Zechmann. Die Einheimischen gerieten zwar in Rückstand, "dann haben wir aber das Spiel zum 2:1 gedreht". Spielentscheidend für den Coach war die Gelb-Rote von Manuel Löffelmann wenige Minuten nach der Pause beim Stand von 2:2. Der FC-Stürmer war in einem Zweikampf verwickelt, bei dem sich ein Haselbacher aus Eigenverschulden verletzte. "Das haben selbst die Haselbacher gesagt", erzürnte sich Zechmann. Der Schiedsrichter zückte dennoch "Gelb-Rot.
Der FC-Trainer war auch noch einen Tag später verärgert über das Auftreten des Unparteiischen und so manche Entscheidung. Im Laufe des Spiels sahen noch zwei weitere Spieler der Gastgeber die Ampelkarte (64. und 70. Minute), einen Haselbacher erwischte es in der Nachspielzeit mit "Rot" wegen einer Tätlichkeit. "Ich kann meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen", sagte Zechmann weiter. "Respekt, wie sie mit drei Mann weniger sogar noch das 3:4 gemacht hat."
Stulln nicht von der Rolle
Völlig unspektakulär, was Nebengeräusche betrifft, war eigentlich das Spiel in Ettmannsdorf. Spektakulär war das Ergebnis. Mit 9:0 (6:0) fertigte die Reserve des Landesligisten SV Schwandorf-Ettmannsdorf den TSV Stulln ab. Eine Hälfte lang war es eine "Two-Men-Show". Fabio Flauger machte bis zur Pause vier Tore, Philipp Saradeth zwei. "Das war unser bestes Spiel in dieser Saison", lobte SV-Trainer Tobias Wiesner sein Team. Der TSV Stulln sei alles andere als völlig von der Rolle gewesen, "aber wir haben einfach einen brutalen Tag erwischt". Schon in den letzten Wochen habe sich eine kontinuierliche Steigerung angedeutet. "Alles, was wir trainierten, hat geklappt." Die Jungs seien demütig, würden die Dinge annehmen, erklärt der Coach des Tabellenzweiten. Es war der siebte Sieg in Folge der Ettmannsdorfer. Aber auch der Trainer wird nicht übermütig: "Immer schön auf dem Boden bleiben", sagt er. Jetzt kämen mit den Partien gegen den TV Nabburg, der SG Silbersee und dann beim Spitzenreiter SV Haselbach (am 3. Oktober) entscheidende Spiele. Wiesner ist aber auch nicht bange: "Wir brauchen uns da nicht zu verstecken."
Was die Ettmannsdorfer können, können aber auch die Kemnather: Okay, sie gewannen jetzt "nur" mit 6:2 gegen die SG Silbersee, aber auch die Buchberg-Elf hatte einen Vierfach-Torschützen in ihren Reihen: natürlich Alexander Grill, der schon wieder zwölf Saisontore erzielt hat. Einen Dreifach-Torschützen hat die DJK Dürnsricht mit Patrick Lippert zu bieten. Mit dem zweiten Saisonsieg, dem 4:2 gegen den TSV Nittenau, hat der Aufsteiger aus dem Fensterbachtal den Anschluss ans Tabellenmittelfeld geschafft.
TSV Detag in der Spur
Das gilt auch für den TSV Detag Wernberg. Die "Lila-Weißen" gehören weiter zu den spielstärksten Mannschaften der Liga. Beim 5:0-Erfolg beim FC Schmidgaden münzten sie diese Klasse auch in Tore um. Es gab fünf verschiedene Torschützen, zu denen auch Spielertrainer Thimo Luff zählte. Für die Schmidgadener war es dagegen die dritte Pleite in Folge. Dem FC fehlt einfach die Konstanz – die Gefahr, wieder hinten reinzurutschen, ist real.
Nahezu normal, ergebnistechnisch gesehen, kommen da am Torflut-Wochenende die beiden Ergebnisse der Nabburger Kreisligisten daher: Der 3:1-Sieg des TV beim SC Katzdorf war durchaus zu erwarten, die Egeter-Truppe bleibt vorne mit dran. Der SV Diendorf machte derweil ganz wichtige Punkte im Kellerduell beim TSV Dieterskirchen. Auch hier hieß es am Ende 3:1.



















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