Schwandorf
30.09.2024 - 16:18 Uhr
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Remis im Spitzenspiel: Weder der 1. FC Schwarzenfeld noch der TSV Detag Wernberg zufrieden

In der Kreisliga West stand alles im Zeichen des Top-Duells der noch ungeschlagenen Teams. Doch abseits von Schwarzenfeld und Detag Wernberg drängten sich der TSV Stulln und FC OVI-Teunz in den Vordergrund – wenn auch in negativer Hinsicht.

Es war das Spitzenspiel schlechthin, es war das Duell der beiden dominierenden und noch immer ungeschlagenen Teams in der Kreisliga West des Fußballkreises Cham/Schwandorf, es war der Vergleich der beiden Tormaschinen der Liga. Und auch wenn sich der 1. FC Schwarzenfeld und der TSV Detag Wernberg vor 280 Zuschauern mit 1:1 unentschieden trennten, so gab es mit den Gastgebern zumindest gefühlt doch einen klaren Sieger.

Das Vier-Punkte-Polster auf den Kontrahenten blieb bestehen, dazu patzten im Verfolgerfeld mit dem FC OVI-Teunz (3:5 gegen den SV Haselbach) und dem TSV Stulln (0:1 gegen den TSV Nittenau) gleich zwei eigentlich in ihren Spielen klar favorisierte Teams. Dennoch war Alexander Hadasch, der Trainer des 1. FC Schwarzenfeld, nicht komplett zufrieden. "Wir haben gut angefangen, gut aufgehört, aber dazwischen waren wir dieses Mal nicht so gut wie sonst", analysierte er eine wechselhafte Darbietung seiner Truppe.

Alexander Luff hatte den TSV Detag in Führung gebracht und damit der Überlegenheit der Gäste auch auf der Anzeigetafel Ausdruck verliehen (63.). Samuel Hadasch gelang 13 Minuten später immerhin noch der Ausgleichstreffer für den Spitzenreiter. "Dieses Spiel kann in beide Richtungen gehen, uns hat auch etwas das Glück gefehlt", führte Hadasch weiter aus, der den Rivalen für einen couragierten Auftritt lobte. "Der TSV Detag war der bislang stärkste Gegner."

Ebenfalls eher unzufrieden war Hadaschs Kollege Tom Gietl, der für seinen TSV Detag von "zwei verlorenen Punkten " sprach. "Wir hatten mehr vom Spiel, hatten mehr Chancen, bessere Chancen, konnten diese jedoch nicht verwerten", haderte Gietl – nicht nur mit dem Ausgang des Spitzenspiels. "Das war unser fünftes Unentschieden, damit kommst du auf Dauer einfach nicht voran. Vor allem die verpassten vier Punkte aus den Remis in den Spitzenspielen gegen OVI-Teunz und Schwarzenfeld tun weh, die gehen uns in der Endabrechnung ab", sagte Gietl, der damit rechnet, dass die "gut und junge Mannschaft" des 1. FC Schwarzenfeld "ganz oben bleiben wird".

Doch aufgeben will der TSV Detag noch keineswegs, zu viel Strecke liegt in dieser Spielzeit noch vor den Mannschaften. "Jede Serie geht einmal zu Ende, dann wird es interessant zu beobachten sein, wie Schwarzenfeld reagiert." Die Psychospielchen im Titelrennen sind eröffnet. Auf derartige Spielereien hat man beim FC OVI-Teunz derzeit so gar keine Lust. Die Peinlich-Pleite daheim gegen das bisherige Schlusslicht SV Haselbach sorgte für einen gehörigen Dämpfer und Rückschlag bei der Elf von Trainer Christian Zechmann. Dabei wäre das Remis der beiden führenden Teams am Tag zuvor eigentlich die perfekte Vorlage für einen Heimsieg gewesen, um sich im Tableau ranzupirschen.

Dieses Lied singen sie auch im Sportheim des TSV Stulln. Die 0:1-Heimniederlage gegen das Kellerkind TSV Nittenau stand so in keinen Drehbuch. Lachender Dritter im punktgleichen Verfolgertrio ist damit der TV Nabburg, der mit einem 3:0-Derbysieg beim 1. FC Schmidgaden und nunmehr 20 Zählern zu OVI-Teunz und Stulln aufschloss. Mit lediglich zehn Gegentoren stellt die Elf von Trainer Stoyan Stoykov die stärkste Abwehr der Liga und hat zumindest den Zweitplatzierten TSV Detag Wernberg wieder in Sichtweite – und gegenüber den punktgleichen, aber strauchelnden Verfolgern scheinbar auch da Momentum auf ihrer Seite.

Das könnte wichtig werden, denn am kommenden Sonntag empfängt der TV Nabburg den TSV Stulln zum Verfolgerduell. Und wenn im Tabellenkeller schon plötzlich alle Konkurrenten gegen vermeintliche Spitzenteams punkten, dann musste auch der SV Diendorf nachziehen. Im Abstiegskracher gegen die SG Pertolzhofen/Niedermurach gab es einen 2:1-Heimsieg für den Neuling, weswegen die Rote Laterne nun im Sportheim der SG hängt.

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