Na, wurde da schon für die Meisterfeier geübt? „Wir hatten ein schönes Fest danach in der Kabine“, berichtet Alexander Hadasch vom vergangenen Samstag. Sein 1. FC Schwarzenfeld hatte im letzten Spiel des Jahres gerade den FC OVI/Teunz mit 2:0 besiegt und tolle Wochen abgeschlossen. Der 1. FC geht mit 48 Punkten als souveräner Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga West in die Winterpause. Da das Spiel um Platz zwei zwischen dem TSV Detag Wernberg (32) und dem SV Kemnath am Buchberg (34) ausfiel, haben die Schwarzenfelder einen satten Vorsprung.
Trotzdem: Es war noch kein Party-Test am Samstag. „Von der Meisterschaft zu reden, ist verboten“, sagt der Trainer des Spitzenreiters bestimmt, dabei läuft alles auf die Kicker aus dem Sportpark hinaus: 18 Spiele, 15 Siege, drei Unentschieden. Das letzte Kreisligaspiel haben die Schwarzenfelder vor exakt einem halben Jahr verloren. 0:3 hieß es da am letzten Spieltag der Saison 2023/24 beim TSV Dieterskirchen.
Neuzugänge schlagen ein
„Mit dem Saisonverlauf jetzt hat natürlich niemand gerechnet“, sagt Hadasch. Der 45-Jährige war beim FC vorher im Jugendbereich aktiv und hat im Sommer die „Erste“ übernommen. „Der Stamm der Mannschaft von der letzten Saison hatte schon sehr gute Qualität“, lobt er auch seine Vorgänger. Er hat mit seinem Trainerteam viele junge Leute eingebaut und Neuzugänge wie Timon Porcher (bisher 14 Saisontore) bestens integriert. Dazu würden auch die älteren Spieler bestens mitziehen, freut sich Hadasch, Summa summarum heißt das: „Wir stehen nicht unverdient da vorne. “ Aber zufrieden sind Trainer ja eher selten: „Bei der Chancenverwertung dürfen wir uns schon noch verbessern“, sagt der Gymnasiallehrer. Dabei haben die Schwarzenfelder bisher schon 61 Mal getroffen, was einen Schnitt von mehr als drei Tore pro Spiel ausmacht. Zudem vermisst er das ein oder andere Mal die defensive Kompaktheit im Team.
Am Samstag gegen den FC OVI/Teunz ließen die Gastgeber in der ersten Hälfte einige Chancen liegen. Das 1:0 von Timon Porcher war ihm zu wenig. „Wir hätten es da schon klar machen müssen.“ In der zweiten Hälfte kamen die Gäste von Trainer Christian Zechmann besser auf, hatten ihre Möglichkeiten, doch Leonid Scheffer, auch so ein Junger im Team, machte mit seinem 2:0 den Deckel drauf. Was Trainer Hadasch genauso freut wie die Punktausbeute: „Die Stimmung ist klasse. Wir wachsen zu einer richtigen Mannschaft zusammen.“ Zu einer Mannschaft, die auch eines darf: „Träumen darf man, was man will“, sagt der Coach. Also auch von der Meisterschaft ...
Solche Träume haben sie in Niedermurach und Pertolzhofen nicht ansatzweise. Dort ist allein der Klassenerhalt das Ziel, und da hat die Spielgemeinschaft am Sonntag zwar die Rote Laterne über die Winterpause nicht abgeben können, aber der 2:1-Sieg beim mitgefährdeten TSV Nittenau war eminent wichtig. Maximilian Pamler und Johannes Scherr drehten einen 0:1-Rückstand. Mit den sechs Punkten aus den letzten beiden Spielen hat die SG von Trainer Robert Schafbauer wieder gute Chancen auf den Klassenerhalt.
Etwas Winterpolster hat sich auch der FC Schmidgaden „angefuttert“. Die Elf von Trainer Christopher Neidl zeigte gegen die SG Silbersee, was eigentlich in ihr steckt. Das 3:0 bringt etwas Sicherheit und Abstand zu den Relegationsplätzen. Der 19-jährige Kilian Hölzl machte seine Saisontore fünf und sechs – und seinen Trainer richtig froh.
SVD: Halbe Stunde zum Vergessen
Froh war man in den letzten Wochen auch beim SV Diendorf, als man aus den letzten 8 Spielen für einen Aufsteiger stattliche 18 Punkte geholt hatte. Aber beim Neulingsduell am Sonntag beim SV Haselbach war die letzte halbe Stunde vor der Winterpause zum Vergessen. Nach gut einer Stunde lag der SVD mit 1:0 vorne und verlor noch mit 1:4. „Leider haben wir in unserer sehr guten Phase nach der Pause nur ein Tor gemacht“, bilanzierte Spielertrainer Sebastian Ring. „Da wäre mehr möglich gewesen. Dann kassierte der SVD Tore nach einem Freistoß, nach einem Elfmeter (Ring: „Nach einem dummen Foul von uns“) und nach einem Fehler im Spielaufbau. Das vierte Gegentor war da schon egal.
„Der Abschluss war jetzt zwar ärgerlich“, sagte Ring, „aber wir dürfen schon ein bisschen stolz sein nach unserem Katastrophenstart.“ Keiner habe geglaubt, dass man zur Winterpause im Tabellenmittelfeld stehe. „Zudem war es ein langes, hartes Jahr mit der Relegation. Wir hatten kaum eine Pause“, erklärte der Coach. Die gibt es jetzt. „Und die tut uns ganz gut.“
Abgesagte Spiele am 18. Spieltag
- TSV Detag Wernberg – SV Kemnath/Buchberg
Noch kein neuer Termin - TV Nabburg SC Katzdorf
Neuer Termin: Sonntag, 16. März 2025, 14.15 Uhr - TSV Stulln TSV Dieterskirchen
Neuer Termin: Karsamstag, 19. April, 15.15 Uhr




















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