26.04.2019 - 18:43 Uhr
SchwarzenfeldSport

Eine Trendwende muss her

Der 1. FC Schwarzenfeld befindet sich im tabellarischen Niemandsland der Bezirksliga Nord. Trainer Wolfgang Richthammer glaubt daher, bei seiner Truppe ein Motivationsproblem zu erkennen. Das soll sich gegen den FC OVI-Teunz ändern.

Maximilian Ferstl (links, Szene aus der Partie in Ensdorf) ist für das Heimspiel des 1. FC Schwarzenfeld gegen den FC OVI-Teunz noch fraglich.
von Externer BeitragProfil

Eine weitere Niederlage kassierte der 1. FC Schwarzenfeld vor einer Woche beim TSV Detag Wernberg. Dabei zeigte die Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit eine richtig starke Leistung und führte verdient. Der Vorsprung, der deutlich höher hätte ausfallen können, reichte am Ende nicht zu etwas Zählbarem. Die Gastgeber kamen nach der Pause auf, erzielten aus dem Nichts den Ausgleich und sorgten so für den Einbruch der Schwarzenfelder. Die Wende zum Positiven für das Team von Wolfgang Richthammer soll im Heimspiel am Samstag (16 Uhr) gegen den stark abstiegsgefährdeten FC OVI-Teunz bringen.

Ganz offensichtlich gibt es bei den Schwarzenfelder Spielern ein leichtes Motivationsproblem angesichts der Tabellensituation. Daneben sorgen Unkonzentriertheiten – vornehmlich in der zweiten Spielhälfte – immer wieder für Punktverluste, obwohl die Mannschaft keineswegs schlechter agiert als der jeweilige Gegner.

"Nur 45 Minuten gut zu spielen reicht einfach nicht. Da muss mehr kommen", fordert der Trainer. Es sieht seine Akteure jetzt in der Bringschuld, Ausreden will er nicht mehr gelten lassen. Das Ziel für das bevorstehende Treffen gegen den Aufsteiger heißt eindeutig Sieg. Trotz der angespannten Personalsituation, die sich so schnell nicht ändern wird, sind die Schwarzenfelder gegen den gebeutelten Kontrahenten klar favorisiert. "Wir wollen auf jeden Fall gewinnen", sagt Richthammer, ohne den Gegner zu unterschätzen. Fünf Spieler stehen auf der Kranken- oder Verletztenliste. So entscheidet es sich erst kurzfristig, ob Nicholas Binder, Max Ferstl, Tom Bayerl und Florian Schlagenhaufer überhaupt im Kader stehen werden. Bastian Böckl muss krankheitsbedingt auf jeden Fall passen.

Für den FC OVI-Teunz war auch am Osterwochenende nichts zu holen. Gegen den Tabellenführer aus Grafenwöhr zeigten die Akteure von Trainer Claus Frank zwar eine engagierte Leistung, konnten gegen die spielstärkste Mannschaft der Liga jedoch nur bedingt dagegenhalten. So ging die 0:6-Niederlage auch in dieser Höhe in Ordnung. Im wichtigen Nachholspiel gegen Inter Bergsteig Amberg erwischte der FC einen guten Start und ging sogar in Führung. "Spielerisch konnten wir über die volle Distanz überzeugen", lobte Trainer Frank. Bezeichnend für die unnötige Niederlage waren jedoch einmal mehr die individuellen Fehler, die zu den beiden Gegentreffern führten. "Zudem mussten wir durch die verletzungsbedingte Auswechslung von Manuel Löffelmann früh ein Handicap schlucken." In einer turbulenten Schlussphase wurde Fabian Frank per Doppelbestrafung (Elfmeter und Rote Karte) auch noch des Feldes verwiesen.

Durch diese beiden weiteren Ausfälle steht für das Spiel im Schwarzenfelder Sportpark nur mehr ein Rumpfkader zur Verfügung, denn neben Löffelmann und Frank fehlen: Daniel Tröger, Siegfried Tröger, Matthias Meier und Manfred Widegger. Ein Einsatz von Spielmacher Artur Kerbel ist fraglich. "Nichtsdestotrotz wollen wir in Schwarzenfeld motiviert und diszipliniert auftreten und mit den noch vorhandenen Möglichkeiten dagegenhalten", gibt sich Trainer Frank kämpferisch. "Auf der einen oder anderen Position sind wir zwar zum Improvisieren gezwungen, aber dennoch werden wir das Spiel nicht abschenken." Vielleicht gelingt uns gegen den nun bereits ebenfalls seit vier Spieltagen sieglosen 1. FC Schwarzenfeld ein Überraschungserfolg.

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