03.08.2026 - 11:00 Uhr

Silber für Synchronschwimmerin Bleyer bei EM in Paris

Aus der europäischen Spitze ist die Bochumerin nicht mehr wegzudenken. Das beweist sie bei den kontinentalen Titelkämpfen.

Klara Bleyer gewann bei den Europameisterschaften im Synchronschwimmen Silber in der Freien Kür des Solowettbewerbs. Bild: Julien De Rosa/AFP/dpa
Klara Bleyer gewann bei den Europameisterschaften im Synchronschwimmen Silber in der Freien Kür des Solowettbewerbs.

Klara Bleyer hat die Titelverteidigung bei den Europameisterschaften der Synchronschwimmer in Paris in der Freien Kür des Solowettbewerbs knapp verpasst. Am Ende fehlten der Bochumerin 3,1424 Punkte zum zweiten Gold nach 2025. Besser war nur die als Neutrale Athletin startende Belarussin Wasilina Chandoschka. Rang drei sicherte sich die Spanierin Iris Tio Casas.

Bleyer war durchaus mit den Ambitionen auf die Titelverteidigung nach Paris gefahren. „Letztes Jahr war der Sieg eine Überraschung. Nun möchte ich meinen Titel verteidigen, daher ist schon auch etwas Druck da. Denn die Konkurrenz ist stark, gerade weil die Russinnen und Belarussinnen diesmal wieder dabei sind“, hatte die 22-Jährige vor den Titelkämpfen gesagt.

Letzter Auftritt mit dieser Solo-Kür

Und die nur 1,53 Meter große Athletin sollte recht behalten. „Es bedeutet mir sehr viel, dass ich auf das Treppchen gekommen bin und meine Leistung abrufen konnte. Ich bin diese Kür zum letzten Mal geschwommen und deshalb ist es umso schöner, das mit einer Medaille abschließen zu können“, sagte Bleyer.

Großen Anteil an der Medaille hatte der künstlerische Ausdruck, für den sie mehr Punkte erhielt als die neue Europameisterin. Dafür hatte sie in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet, unter anderem auch den spanischen Superstar Ona Carbonell, die bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften 31 Medaillen gewonnen hatte, engagiert. „Mimik und Gestik vor dem Spiegel zu trainieren, da kommt man sich manchmal auch ein bisschen doof vor, aber es gehört nun mal dazu“, erzählte Bleyer.

Fokus nun auf dem olympischen Duett

Jetzt ist sie bereit für etwas Neues. Das Hauptaugenmerk liegt nun auf dem Duett mit der Münchnerin Maria Denisov, mit der sie EM-Sechste geworden war. Das Duett ist neben dem Teamwettbewerb die einzige olympische Disziplin im Synchronschwimmen. Um sich den Traum von den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles (USA) zu erfüllen, forciert sie nun diese Disziplin. Deutschland hat seit 1992 keine Olympia-Teilnehmerin im Synchronschwimmen mehr gestellt.

Allerdings wird sie auch weiter im Solo starten. „Mein Traum ist da immer noch eine WM-Medaille. Daran halte ich fest und gebe mein Bestes“, sagte Bleyer.

© dpa-infocom, dpa:260803-930-476928/1

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.