Sprint-Superstar Usain Bolt erhofft sich nach der Premiere der Ultimate Championship Impulse für die Zukunft der Leichtathletik. „Ich halte das für einen guten Schritt, einen ersten Schritt, um die Leichtathletik zum Besseren zu verändern“, sagte der achtmalige Olympiasieger aus Jamaika über das neue Wettkampfformat. Beifall gab es von Bolt in der Loge, als der Amerikaner Kenneth Bednarek nach den 100 Metern am Sonntagabend auch die 200 Meter gewann. Das gelang auch seiner US-Teamkollegin Melissa Jefferson-Wooden. Beide nehmen 300.000 Dollar Preisgeld (etwa 258.000 Euro) mit heim.
„Es ist aufregend für mich“
„Ich glaube, das Publikum hat es wirklich genossen. Ich denke, die Musik spielt eine sehr wichtige Rolle dabei, die Fans bei Laune zu halten und mitzureißen, besonders bei den Sprüngen“, sagte der 40-Jährige. Insgesamt über 60.000 Zuschauer kamen an drei Wettkampftagen in das Stadion am Donauufer. Dort sahen sie ein gestrafftes Programm ohne klassische Vorkämpfe, mit Finals in engerer Taktung als bei Weltmeisterschaften und neuen Show-Elementen.
Immer wieder war 100- und 200-Meter-Weltrekordler Bolt auf der Videowand zu sehen. Der elfmalige Weltmeister schrieb Autogramme, tanzte in der Loge oder plauderte mit vielen aktuellen Athleten. „Es ist schon aufregend für mich, einfach nur mit den Athleten zusammen zu sein. Wir sind alle hier zusammen, unterhalten uns einfach und tauschen unsere Gedanken zum nächsten Rennen, zum bevorstehenden Wettkampf aus.“
Das findet Speerwerfer Weber ärgerlich
Der Deutsche Leichtathletik-Verband durfte sich über Erfolge seines kleinen Teams freuen. Hammerwerfer Merlin Hummel sorgte mit seinem Sieg für das Highlight, Speerwerfer Julian Weber wurde zum Abschluss Dritter. Der neue Wettkampf sei „schon cool gemacht und auch für die Zuschauer attraktiv“, sagte der Speerwurf-Europameister.
Die Kritik von Sportlerinnen und Sportlern aus fehlenden Disziplinen konnte der 32-Jährige nachvollziehen. „Das ist natürlich extrem schade für die vielen anderen Disziplinen, die hier nicht dabei sein können“, sagte Weber. „Ich finde, dass man das auch anders machen kann, sodass alle Disziplinen dabei sind. Das wäre auf jeden Fall deutlich schöner.“
Für ihn selbst gab es nach Rang drei und 85,89 Metern 40.000 US-Dollar (etwa 35.000 Euro). Angesichts des am Montag beginnenden Urlaubs haderte er bei aller Zufriedenheit über den Saisonabschluss doch etwas. Denn die 35.000 Dollar mehr für Rang zwei hätte er „relativ einfach auch noch mitnehmen können“, sagte Weber.
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