Update 13.08.2026 - 14:15 Uhr

Sturz-Drama um Schweizer Topfavoritin Werro über 800 Meter

Audrey Werro gilt bei der Leichtathletik-EM als Topfavoritin über 800 Meter. Doch im Halbfinale stürzt sie und knallt heftig auf die Laufbahn. Die 22-Jährige hofft trotzdem noch aufs Finale.

Die Schweizerin Audrey Werro blieb nach ihrem Sturz über 800 Meter einige Sekunden auf der Bahn liegen. Bild: Martin Rickett/PA Wire/dpa
Die Schweizerin Audrey Werro blieb nach ihrem Sturz über 800 Meter einige Sekunden auf der Bahn liegen.

Die Schweizer Topfavoritin Audrey Werro ist im Halbfinale über 800 Meter bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham heftig gestürzt und nach einem erfolgreichen Protest aber doch noch ins Finale nachgerückt.

Die Weltjahresbeste war in Führung liegend kurz vor der Zielgeraden gestürzt, mit dem Körper auf die harte Laufbahn gekracht und blieb dann für einige Sekunden mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Anschließend stand die 22-Jährige wieder auf - und lief sogar noch ins Ziel, um noch über einen möglichen Protest die Finalchance zu wahren. Das gelang.

Außer Werro rückte auch Gabija Galvydyte in den Endlauf mit dann zehn Starterinnen nach. Die Litauerin war nach Werros Sturz unverschuldet ebenfalls zu Fall gekommen.

Werro: Schwierig zu erklären

Nach Ansicht der TV-Bilder war nicht wirklich ersichtlich, ob ein Kontakt durch die Französin Anaïs Bourgoin, die in dem Halbfinale als Zweite gewertet und auch nicht disqualifiziert wurde, ursächlich für den Sturz war.

„Es ist schwierig, zu erklären. Ich fühlte mich sehr gut und dann eine Sekunde später war ich auf dem Boden. Ich habe mich entschieden, das Rennen zu beenden“, sagte Werro, die in diesem Jahr die drittschnellste Zeit der Geschichte über 800 Meter lief, im ZDF.

Die einzige deutsche Halbfinal-Teilnehmerin Smilla Kolbe schied bei der EM aus. Sie wurde in ihrem Lauf Sechste und verpasste damit das Finale am Freitagabend.

© dpa-infocom, dpa:260813-930-524485/2

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