23.01.2020 - 16:23 Uhr
Sulzbach-RosenbergSport

Uwe Kurz: Das Leben in Bildern auf dem Körper

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Das erste Mal war im Alter von 16 Jahren. "Da bin ich zusammen mit meiner Mutter in ein Tattoo-Studio, wo wir uns beide stechen ließen", sagt Uwe Kurz. Dann ging's richtig los: "Einmal angefangen, ist es wie eine Sucht."

Uwe Kurz.
von Autor MZIProfil

Das räumt der Stürmer der Altherrenmannschaft des SV Loderhof/Sulzbach ein. Uwe Kurz, Torschützenkönig der Saison 2005/06 in der Kreisklasse Süd mit 31 Treffern, hilft immer wieder auch noch in der ersten Mannschaft aus. Außer einem zweijährigen Intermezzo bei der DJK Ammerthal, wo er in der Bezirksoberliga kickte, blieb er dem SV Loderhof/Sulzbach treu. Zwei Jahre, von 2010 bis 2012 legte er eine Elternzeit bei seinem Stammverein ein. Danach juckte es aber wieder in den Füßen.

Maori hinter dem Ohr

Die spielfreien Jahre nutzte er ganz besonders, um seinen Körper mit Tätowierungen zu schmücken. Die Welt zu Gast auf seinem Körper. So könnten man die Motive umschreiben: Ein Koi-Karpfen am rechten Arm sowie ein Totenkopf im Biomechanik-Style am linken Oberarm. Hinter dem Ohr ein Maori-Zeichen. Mit 16 gab die Mutter ihre schriftliche Einwilligung zum ersten Tattoo. Das Motiv: Ein Babyteufel - der inzwischen aber überstochen ist. "Ich habe mir damals nicht so viele Gedanken darüber gemacht. Einfach den ausliegenden Katalog durchgeblättert und ausgewählt."

Partner-Tattoos

Bald darauf folgte das Om-Zeichen. Mittlerweile auch überstochen. Mit 19 kam am rechten Ringfinger der Name seiner Freundin Stephi hinzu - buchstäblich verewigt, denn die beiden kennen sich gefühlt seit Ewigkeiten, gingen schon zusammen in den Kindergarten. Es folgten Partner-Tattoos am Unterarm in ägyptischer Schrift. "Bei Uwe steht 'Ich gehöre meiner Geliebten und meine Geliebte gehört mir´. Und bei mir steht es als Gegentattoo," fügt seine Stephi hinzu, die seine Leidenschaft teilt.

Ein zweites Partner-Tattoo ließ nicht lange auf sich warten, denn inzwischen war aus Freundschaft Ehe geworden. Ein 'Mrs. K plus rotem Herz und einem Q für Queen' bei Stephi und bei Uwe ein 'Mr. K mit rotem Herz und K für King'.

Bald darauf wurden die Kinder Ruby und Levi geboren, und nebenbei verwandelte sich ihr Domizil in ein Vier-Generationen-Haus. "Das läuft aber sehr gut," erklären beide. Samt zwei Hunden, die die Szenerie bereichern. Da Uwes Körper auch sein Leben dokumentiert, wurden 2009 die Original-Fußabdrücke von Ruby und 2012 Levis' Original-Handabdrücke eingearbeitet.

"2012 war ein starkes Jahr von der Anzahl der Tätowierungen," erzählt der gelernte Maurer, der jetzt im Rohrwerk in Rosenberg arbeitet. "Der Handrücken als Fläche würde mich schon noch reizen," überlegt Kurz, der auch als Trainer der E-Jugend des SV Loderhof/Sulzbach tätig . Da ist er sich aber noch nicht schlüssig und auch das Okay von Mrs. K ist noch nicht da.

"Bis jetzt kann ich alles mit Ärmeln und Hosenbeinen verstecken", begründet er seine Überlegungen. Es bleibt ja noch Zeit. Im Moment ist Uwes linkes Bein mit einem Leuchtturm in Arbeit. Und das rechte Schienbein ist auch noch frei.

Ein Koi Karpfen ziert den rechten Arm.
Auf er linken Wade ein Pin-up Girl, auf der rechten ein Totenkopf mit dem Motiv "Death or Glory".
Der Leuchtturm ist noch in Arbeit.

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