Den TSV Tännesberg zieht's in der Fußball-Bezirksliga Nord in diesen Tagen nur in eine Richtung – in den Landkreis Cham. "Eigentlich hätten wir gleich da bleiben können", scherzt André Klahn. Am Donnerstagabend kam sein Team mit einem 2:2 bei der DJK Arnschwang zurück. Am Samstag (16 Uhr) geht's ins nur vier Kilometer von Arnschwang entfernte Weiding, dort trifft der TSV auf die SG Chambtal.
Nach dem Remis gegen den Tabellenvorletzten Arnschwang, bei dem Kevin Amaizo und Lukas Pavlicek für die Gäste getroffen hatten, war Klahn nicht allzu enttäuscht "Mit dem Ergebnis können wir leben", wir haben einfach nicht schlau genug gespielt", erklärt der Trainer. Gegen die SG Chambtal – dem Zusammenschluss der Vereine SV Weiding und FC Dalking – fordert der ehemalige Bayernligaspieler einen Sieg. "Wir haben uns vier Punkte aus beiden Partien vorgenommen, da müssen wir jetzt nachlegen."
Tännesberg offensiver
In welche Richtung es den TSV tabellarisch zieht, ist derweil einen spannende Frage: 9 Spiele, 14 Punkte – das Spiel gegen Chambtal kann ein Richtungsspiel werden. "Natürlich geht es auch darum, eine Mannschaft wie Chambtal auf Abstand zu halten", sagt Klahn. Der Puffer auf den Aufsteiger würde bei einem Tännesberger Sieg schon 10 Punkte betragen. Mit einem Dreier hätte der TSV nach oben Anschluss. "Wir sind schon auf einem guten Weg", erklärt der Trainer. Aber man habe immer noch einen kleinen Umbruch zu bewältigen, Neuzugänge zu integrieren. Da gebe es auch Rückschläge. Zuletzt hat Klahn auch das System etwas umgestellt. Die Tännesberger agieren offensiver: "Da kann man schon mal das eine oder andere Gegentor mehr kriegen, aber wir wollen auch mehr schießen." Abzulesen ist das auch an den Siegen gegen Ursulapoppenricht (6:3) oder der SpVgg Vohenstrauß (4:2).
Diese beiden Teams treffen am Sonntag (15.30 Uhr) in Vohenstrauß aufeinander. "Die Sportfreunde aus Ursulapoppenricht hatten nach dem Spielausfall zuletzt zwei Wochen Pause. "Wir haben in der Zeit vernünftig trainiert", sagt Trainer Sven Seitz, der Gastgeber Vohenstrauß lobt: "Mein Trainerkollege dort macht gute Arbeit. Sie sind in der Lage, an einem guten Tag jeden Gegner zu schlagen." Aber auch er hat mitbekommen, dass der SpVgg in dieser Saison etwas die Konstanz fehlt. Sein Team sieht Seitz mit zehn Punkten nach acht Spielen im Soll. Man habe einige Male Lehrgeld bezahlt, "aber bis auf das Hahnbach-Spiel waren wir eigentlich immer auf Augenhöhe mit den Gegnern". Ein Fakt schmerzt Upo natürlich: "Uns tut das Fehlen unserer Langzeitverletzten weh." Lukas Libotovsky, Dominik Siebert und Tizian Hammer sind alle potenzielle Stammspieler. Dennoch vertraut Seitz auf die Breite des Kaders. Mit einem Punkt in Vohenstrauß könnte der Trainer gut leben.
Pfreimder selbstbewusst
Für die SpVgg SV Weiden II dürfte ein Zähler im Heimspiel am Samstag (15 Uhr) gegen die SpVgg Pfreimd zu wenig sein. Die Gäste sind allerdings seit drei Spielen in der Liga ungeschlagen. "Wir wollen auch gegen Weiden etwas Zählbares mitnehmen", kündigt Trainer Michael Hartlich ein selbstbewusstes Auftreten am Wasserwerk an. Der SV Inter Bergsteig will dagegen am Samstag (16 Uhr) im Kellerduell gegen die DJK Arnschwang endlich wieder in die Spur kommen. Drei harte Niederlagen in Folge, zuletzt das 2:6 in Pfreimd nach 2:0-Führung. Da werden die Trainer Helmut Jurek und Julian Ceesay vor allem Seelenmassage betreiben müssen.
Derweil startet Schlusslicht SpVgg Schirmitz am Sonntag (15.30 Uhr) den zehnten Versuch, endlich den ersten Saisonsieg zu holen. Der traditionsreiche FC Amberg dürfte da aber nicht der richtige Partner sein. Der FC Weiden-Ost hat mit Noah Forster (8 Tore) den Zweiten der Torjägertabelle in seinen Reihen. Man könnte fast wetten, dass der Moosbacher auch am Sonntag (16 Uhr) gegen Aufsteiger Furth im Wald trifft. Eine richtige fette Aufgabe hat der FC Schlicht vor sich. Am Samstag (17.15 Uhr) geht es für die Schlichter wie auch für die Tännesberger in die Chamer Ecke. Dabei ist Schlichts Gegner, das Spitzenteam aus Raindorf, schon ein anderes Kaliber als die SG Chambtal.













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