19.10.2026 - 12:34 Uhr

Teamchef Denk lässt Tour-Start von Lipowitz offen

Doppelspitze oder Solo für Lipowitz und Evenepoel? Red-Bull-Chef Ralph Denk lässt offen, ob die beiden Teamkollegen bei der Tour de France wieder gemeinsam starten. Worauf kommt es an?

Red-Bull-Teamchef Ralph Denk hat eine erneute Doppelspitze aus Deutschlands Radsport-Hoffnung Florian Lipowitz und Teamkollege Remco Evenepoel bei der Tour de France 2027 offen gelassen. „Ob wir das nochmal machen, dass wir sie gemeinsam in ein großes Radrennen wie die Tour de France schicken, das müssen wir diskutieren. Das ist viel zu früh heute“, sagte Denk in einer Medienrunde. Das hänge maßgeblich auch von den Strecken der großen Rundfahrten ab. Der Kurs der Tour de France 2027 wird am Donnerstag in Paris vorgestellt. 

Bei der großen Schleife in diesem Jahr waren beide Fahrer als Co-Kapitäne an den Start gegangen. Lipowitz musste die Rundfahrt nach seinem dritten Platz 2025 nach einem Sturz vorzeitig aufgeben. Der Belgier Evenepoel fuhr hinter Superstar Tadej Pogacar auf Rang zwei.

Zu Beginn der Tour gab es auch Misstöne zwischen den sehr unterschiedlichen Charakteren Evenepoel und Lipowitz. Denk betonte aber, dass es keine „Feindschaft oder sonst was“ zwischen den Radprofis gebe. „Das sind verschiedene Charaktere und das ist ganz normal bei 30 Rennfahrern.“

Peilt Red Bull den Giro an?

Pogacar hat schon angekündigt, dass er im kommenden Jahr seinen sechsten Tour-Erfolg und den ersten Triumph bei der Vuelta als Ziel hat. Der Giro d'Italia im Mai könnte also die beste Chance für das deutsche Team auf einen Rundfahrt-Sieg sein. „Wir haben ja den Giro schon mal gewonnen. Wir wissen, wie sich das anfühlt. Also der hat schon seinen Charme, der Giro“, sagte Denk. Auch hier müsse man aber auf die genaue Strecke schauen, die im November präsentiert wird. Für Lipowitz wäre es die Chance, bei einer weiteren großen Rundfahrt, um den Gesamtsieg mitzufahren.

Denk: WM 2027 ist Lipowitz „auf den Leib geschnitten“

Denk sprach auch über weitere mögliche Ziele für den 26 Jahre alten Lipowitz. „Die Weltmeisterschaft nächstes Jahr, die ist natürlich knüppelhart mit 5.000 Höhenmetern und eigentlich für Florian auf den Leib geschnitten. Deswegen wäre es vielleicht auch gut, wenn er vorher noch das eine oder andere Eintagesrennen fährt“, sagte der Teamchef. Die WM in den französischen Alpen wird die schwerste seit 47 Jahren - und für Lipowitz womöglich die beste Chance auf eine Medaille. 

© dpa-infocom, dpa:261019-930-861277/1

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.