27.03.2020 - 19:50 Uhr
TeunzSport

Coronakrise: Skispringer Vorbilder für die Amateurfußballer?

Kein Ball rollt. Der Frust wegen der fehlenden sportlichen Betätigung bei den Amateurfußballern steigt. Viele sind aber nicht untätig.

Wann schlägt der Ball wieder im Tor ein? Keiner weiß es. Roland Frischholz, Keeper des Bezirksligisten SC Luhe-Wildenau, würde sicherlich auch gerne mal einen Gegentreffer kassieren, wenn er denn nur wieder spielen könnte.
von Josef Maier Kontakt Profil

Das Training der Fußballer läuft weiter auf Hochtouren - das Gedächtnistraining. Tausende von Amateurkickern und Vereinfunktionären machen sich wie der Bayerische Fußballverband auch Gedanken, wie die angebrochene Saison wegen der Coronakrise zu Ende gespielt werden könnte. Oder welche Wertung für den bisherigen Saisonverlauf vorgenommen wird.

Einer von diesen ist auch Stephan Gäbl, der Vorsitzende des FC OVI-Teunz aus dem Fußballkreis Schwandorf. Das Team der Spielgemeinschaft mit ihrem neuen Trainer Josef Holler liegt derzeit an der Tabellenspitze der Kreisliga West, die Rückkehr in die Bezirksliga wäre sehr realistisch. Aber das ist kein Grund, warum Gäbl sagt: "Eine Annullierung der Saison hielte ich für völlig falsch." All das bisher Geleistete wäre umsonst gewesen. Es gehe einfach darum, die Saison einigermaßen gerecht zu Ende zu bringen. "Wann immer das auch ist." Der Jährige bringt dabei auch ein Variante ins Spiel, die bisher noch völlig undenkbar war: Play-off-Spiele. Als Ausgangspunkt dafür sähe er die Tabelle nach der Winterpause. 1 gegen 8, 2 gegen 7 usw, das würde auch die derzeitigen Kraftverhältnisse in den einzelnen Ligen abbilden. Alles sei natürlich davon abhängig, wann überhaupt wieder ein geregelter Spielbetrieb möglich sei. 1. Mai, 1. Juni, 1. Oktober. Oder heuer gar nicht mehr? Gäbl weiß auch, dass alles auch ein bisschen das Stochern im Nebel ist.

Und bei alledem gibt es keine Denkverbote: "Wenn eine Fortsetzung überhaupt nicht absehbar ist", sagt er, dann könne er sich auch eine Wertung nach der Hinrunde vorstellen. "Wie bei den Skispringern. Da wird auch oftmals nur der erste Durchgang gewertet, wenn der zweite wegen Widrigkeiten abgesagt werden muss."Zumindest hätte dann schon jedes team gegen das andere gespielt.

Eines sagt der OVI-Teunz-Vorsitzende auch bestimmt: "Es wird keine hundertprozentige Gerechtigkeit geben." Aber es müsse auch einen Fahrplan mit verschiedenen Eventualitäten und Fortsetzungsdaten geben: "Damit wir nicht ständig darüber diskutieren." Alle wollen ohnehin nur baldmöglichst wieder kicken und dann über das Geschehen auf dem Platz reden.

Stephan Gäbl, Vorsitzender des FC OVI-Teunz.
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