Tirschenreuth
24.10.2024 - 14:52 Uhr
OnetzPlus

Drei-Klassen-Gesellschaft in der Kreisliga 2

Sechs Teams in der Spitzengruppe, jeweils vier in der Mitte und am Ende: Die Kreisliga 2 im Fußballkreis Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth ist vor dem 16. Spieltag in drei Blöcke geteilt. Im Tabellenkeller heißt es Abstiegskampf pur in Wiesau.

Durch die Ergebnisse am vergangenen Wochenende wurde die Tabelle im Vorderfeld der Kreisliga 2 des Fußballkreises Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth kräftig durcheinandergewirbelt. Der große Gewinner (zwei Siege) ist der neue Spitzenreiter TSV Waldershof (1. Platz/33 Punkte/14 Spiele), der große Verlierer (zwei Niederlagen) der entthronte Tabellenführer FC Tirschenreuth (3./28/14). Dazwischen schob sich der SV Mitterteich II (2./29/15) durch den 5:2-Erfolg beim FC Tirschenreuth, der zwei Tage zuvor auch das Nachholspiel gegen Waldershof mit 0:1 verloren hatte.

Insgesamt umfasst die Spitzengruppe sechs Teams, die nach jetzigem Stand den Direktaufsteiger und den Aufstiegsreleganten unter sich ausmachen werden. Hinter den Kreisstädtern liegen die punktgleiche SpVgg Weißenstadt (4./28/14), der TSV Thiersheim (5./27/15) und der TSV Konnersreuth (6./26/13). Zu Platz sieben klafft schon eine Lücke von sechs Zählern.

Von den "Top 6" hat die Mitterteicher Landesliga-Reserve im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten ASV Wunsiedel die vermeintlich leichteste Aufgabe. Thiersheim und Weißenstadt nehmen sich im direkten Aufeinandertreffen gegenseitig die Punkte ab.

Kurze Konnersreuther Anreise

Das verbleibende Trio steht vor unangenehmen Auswärtshürden. Thorsten Meier, Trainer von Spitzenreiter TSV Waldershof, weiß um die Schwere der Aufgabe beim FC Marktleuthen (7./20/15): "Wir sind gewarnt. Tirschenreuth hat in Marktleuthen mit 0:3 verloren. Und auch Mitterteich II hat der FC ein 0:0 abgetrotzt. Marktleuthen ist heuer spielerisch deutlich stärker als im Vorjahr."

Der TSV Konnersreuth hat mit knapp acht Kilometern eine kurze Anfahrt zum Derby beim VfB Arzberg (10./16/13). "Arzberg hat sich gefangen", weiß TSV-Trainer Jakub Ryba, dass der VfB seit sieben Spielen (vier Siege, drei Unentschieden) ungeschlagen ist. "Aber wir wollen in der Erfolgsspur bleiben." Konnersreuth hat wie Waldershof in dieser Saison erst einmal verloren.

Der FC Tirschenreuth fährt mit schlechten Erinnerungen zur SG Selb-Plößberg/Schönwald (8./19/14). Das Hinspiel gegen die Oberfranken verlor der FC im heimischen Sportpark durch einen Last-Minute-Treffer mit 3:4. FC-Trainer Udo Schnurrer weiß, dass sich seine Mannschaft nach den jüngsten Heimpleiten im Kampf um einen Spitzenplatz nicht mehr viel erlauben darf. Torjäger Nico Stark ist noch zwei Spiele gesperrt.

Abstiegskampf pur

Durch seine Erfolgsserie ist der VfB Arzberg auf den rettenden zehnten Rang geklettert, der Vorsprung auf die Relegationsplätze beträgt acht Zähler. Nach derzeitigem Stand werden die SpVgg Wiesau (11./8/13), der VFC Kirchenlamitz (12./8/14), der ASV Wunsiedel (13./6/13) und die Sportfreunde Kondrau (14./5/13) die zwei Abstiegsreleganten und die beiden Direktabsteiger unter sich ausmachen.

Abstiegskampf pur gibt es am Sonntag ab 15 Uhr im Wiesauer Sportzentrum - die SpVgg Wiesau empfängt die Sportfreunde Kondrau. Die SpVgg hat bisher zwei Siege (3:0 in Wunsiedel, 3:1 gegen Kirchenlamitz) eingefahren, Kondrau hat nur das Hinspiel gegen Wiesau (5:2) gewonnen. Beide ließen aber durch überraschende Unentschieden aufhorchen - Wiesau 1:1 gegen Waldershof, Kondrau 1:1 gegen Tirschenreuth.

"Unser Ziel ist ohne Wenn und Aber ein Dreier. Wir wollen die Schmach von Kondrau wettmachen", sagt SpVgg-Coach Markus Pappenberger. "Es ist für beide Mannschaften ein ganz wichtiges Spiel, die Tagesform wird entscheidend sein", meint Philipp Hopfner. Rückblickend auf den 5:2-Heimsieg spricht der SF-Spartenleiter von der "besten Saisonleistung", Wiesau habe damals aber nicht den besten Tag gehabt.

Nichts Neues gibt es bei den Sportfreunden in Sachen Trainersuche. Seit dem Rücktritt von Fabian Polster gilt die interne Lösung mit den Spielern Johannes Brunner und Christian Weiß. Sie werden an der Seitenlinie von Theo Pötzl, jahrelang Jugendtrainer und auch schon Trainer der zweiten Mannschaft, unterstützt. Das bleibe laut Hopfner vorläufig so, in der Winterpause werde dann über die Polster-Nachfolge entschieden.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.