23.08.2019 - 21:46 Uhr
TirschenreuthSport

Findet die SG zurück in die Spur?

Zum Auftakt vier Siege, dann 0:3 und 0:6: Die SG SV Mitterteich II/SV Steinmühle I ist in der Kreisliga Süd unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Am Samstag gastiert der aufstrebende TSV Waldershof, der zuletzt zwei Dreier landete.

Spitzenreiter VfB Arzberg (links Korbinian Lang) fertigte am vergangenen Samstag die SG SV Mitterteich II/SV Steinmühle I (rechts Florian Greim) mit 6:0 ab. Am siebten Spieltag gastiert der VfB bei Schlusslicht FC Vorwärts Röslau II, die SG empfängt den TSV Waldershof.
von Helmut KapplProfil

Der ungeschlagene Tabellenführer VfB Arzberg (1./16 Punkte) zieht weiter mächtig vom Leder. Im Spitzenspiel deklassierte er die SG SV Mitterteich II/SV Steinmühle I (5./12) mit 6:0. Das noch sieglose Schlusslicht FC Vorwärts Röslau II (16./1) dürfte dem VfB am siebten Spieltag keine Probleme bereiten. Dem Spitzenreiter auf den Fersen bleiben will der TSV Konnersreuth (3./13), der sich aber bei der unbequem zu spielenden SG Marktredwitz (12./7) auf heftige Gegenwehr einstellen muss. Nur schwer in die Gänge kommen die Sportfreunde aus Kondrau (14./4). Der Punktgewinn in Förbau sollte aber Selbstvertrauen für das Gastspiel beim TSV Thiersheim (9./7) geben. Auf Reisen geht auch die SpVgg Wiesau (7./9), sie tritt bei der SpVgg 13 Selb (8./8) an.

TSV Thiersheim - SF Kondrau Samstag 15 Uhr

Bei der Niederlage in Marktredwitz war TSV-Trainer Udo Schnurrer vor allem mit der Offensivleistung nicht einverstanden. Mit den Gästen taucht ein Gegner auf, der ebenfalls schlecht in die Saison gestartet ist. Für Schnurrer zählt in dieser Partie nur ein Sieg, um den Anschluss zum Mittelfeld nicht abreißen zu lassen. Noah Nothhaft, Michael Seidel und Pavel Hudecek stehen wieder zur Verfügung. "Hätten wir in Förbau unsere etlichen Torchancen besser genutzt, wäre mehr als ein Remis drin gewesen", trauert SF-Spielleiter Philipp Hopfner dem verpassten Sieg nach. Der anstehende Gegner spielt seiner Meinung nach unter seinen Möglichkeiten. Hopfner glaubt, dass Kleinigkeiten entscheiden werden. "Ein ähnlicher Auftritt wie in Förbau und eine bessere Chancenverwertung, dann ist mindestens ein Teilerfolg möglich", ist der überzeugt. Allerdings fehlen noch immer einige Stammspieler.

FC Lorenzreuth - TuS Förbau Samstag 15 Uhr

Einen glücklichen Sieg fuhr der FC beim ASV Wunsiedel ein. Nun steht das Kirchweihwochenende an und da will man unbedingt einen Dreier landen. Allerdings gastiert laut Spielleiter Tommi Krull ein unbequemer Gegner, der an einem guten Tag jeder Mannschaft gefährlich werden kann. "Trainer Roland Fux wird die Mannschaft während der Woche auf die Gäste einstellen", ist sich Krull sicher. Wegen der angespannten Personallage war man bei den Gästen mit dem Punktgewinn gegen Kondrau einverstanden. "Auf uns wartet eine ganz schwere Aufgabe, befindet sich die Heimelf offenbar in einer Superform", sieht Spielleiter Stefan Dill der Partie mit gemischten Gefühlen entgegen. Da sich personell nicht viel ändert, wäre er erneut mit einer Punkteteilung zufrieden.

SG Marktredwitz - TSV Konnersreuth Samstag 15 Uhr

"Gegen Thiersheim haben wir in der Defensive hervorragend gearbeitet und uns somit den Sieg verdient", blickt Trainer Mitko Plomer zurück. Nun gastiert mit Konnersreuth das für ihn spielerisch beste Team der Liga. "Wenn wir gegenüber letzter Woche noch eine Schippe drauflegen, sind wir nicht chancenlos." Der Kader ist komplett. Auf einen Pflichtsieg gegen Schlusslicht FC Vorwärts Röslau II blickt TSV-Spielleiter Florian Neumann zurück, der bei konsequenterer Chancenverwertung höher als 4:0 hätte ausfallen können. "Mit der SG wartet ein weitaus schwierigerer Gegner, gegen den wir uns schon in der letzten Saison schwer getan haben. Wichtig wird es sein, dass wir unsere Chancen besser nutzen und die gefährliche heimische Offensive in den Griff bekommen. Für mich zählt nur ein Sieg, zumal die Kadersituation ideal ist."

FC Vorwärts Röslau II - VfB Arzberg Samstag 15 Uhr

Letzter gegen Erster - die Favoritenrolle ist in dieser Partie klar verteilt. "Gegen den Tabellenführer haben wir nichts zu verlieren", nimmt Trainer Hüseyin Bulat jeglichen Druck von seiner Truppe. "Vielleicht können wir den Spitzenreiter etwas ärgern," hofft Bulat insgeheim auf eine Überraschung. Da die Landesliga-Mannschaft erst am Dienstag spielt, werden einige Akteure die "Zweite" verstärken. Beim 6:0-Sieg über Mitterteich/Steinmühle passte einfach alles. "Auf dem Papier sind wir in Röslau haushoher Favorit. Aber jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden", warnt Spielleiter Sven Riedl. "Wir gehen die Partie mit dem nötigen Respekt und voller Konzentration an, um weiter ungeschlagen zu bleiben." Hinter dem Einsatz von Jonas Häcker steht ein Fragezeichen.

SG Mitterteich/Steinmühle - TSV Waldershof Samstag 15 Uhr

Nach einem Traumstart mit vier Siegen kassierte die Heimelf zwei Niederlagen, zuletzt die 0:6-Abfuhr im Spitzenspiel beim VfB Arzberg. Auch wenn die personelle Situation weiterhin alles andere als optimal ist, will man vor heimischen Fans in Steinmühle den Schalter wieder umlegen. "Gegen Waldershof jedoch muss eine deutliche Steigerung her", fordert SVM-Vorsitzender Roland Eckert. "Vor allem, was Zweikampfverhalten und Laufbereitschaft anbelangt. Ansonsten droht gegen die Gäste mit ihren Top-Torjägern weiteres Ungemach." Der VFC Kirchenlamitz bekam es bei der 2:6-Niederlage deutlich zu spüren. "Nach zwei Siegen in Folge sind wir selbstbewusster geworden und das soll auch die Heimelf zu spüren bekommen. Wir wollen unsere positive Entwicklung nicht nur bestätigen, sondern erfolgreich fortsetzen", sagt der Waldershofer Trainer Maxi Berek.

SpVgg Selb - SpVgg Wiesau Sonntag 15 Uhr

Eine deutliche Warnung spricht Trainer Mo Tamo aus: "In den Reihen der Gäste stehen ehemalige Bezirks- und Landesligaspieler. Die Stiftländer sind jederzeit in der Lage, jeden Gegner in der Kreisliga zu schlagen." Wichtig wird es für Tamo sein, die Routiniers der Gäste aus dem Spiel zu nehmen. "Nur dann haben wir eine Siegchance." Zum Kader stößt wieder Michael Fritsch. Beim ersten Heimsieg der Saison vergaben die Stiftländer noch viele gute Einschussmöglichkeiten. "Das darf uns in Selb nicht mehr passieren. Spielerisch ist die Mannschaft auf einem guten Weg. Wenn sie eine ähnliche Leistung abruft wie zuletzt, ist sie nicht chancenlos", weiß Vorsitzender Alfred Klarner. Erfreulicherweise sind alle Akteure einsatzbereit.

FC Schwarzenbach - ASV Wunsiedel Sonntag 15 Uhr

"Gegen Wunsiedel taten wir uns schon immer schwer", erinnert sich Trainer Santiago Da Silva. "Das wird auch diesmal so sein. Nur wenn wir hochkonzentriert und mit viel Selbstbewusstsein in die Partie gehen, haben wir eine reelle Erfolgschance." Nur gut, dass sich die Personallage deutlich entspannt. Lediglich hinter dem Einsatz von Sebastian Bertl steht noch ein Fragezeichen. In die gleiche Kerbe schlägt Kollege Fabian Bartl. Auch sein Team hatte schon immer Schwierigkeiten mit dem Gegner. "Im letzten Jahr haben wir dort zurecht verloren." Um erfolgreich die Heimreise anzutreten, muss in der Offensive eine Schippe draufgelegt werden und in der Defensive konzentrierter gearbeitet werden.

VFC Kirchenlamitz - TuS Erkersreuth Sonntag 15 Uhr

Nach der desaströsen Leistung in Waldershof war Trainer Holger Lörner ziemlich angefressen. "Meine Mannschaft zeigte zwei Gesichter. Entweder spielstark und mutig nach vorne, oder zögerlich und kollektiv nicht auf dem Platz. Aber wir haben keine Zeit nachzukarten." Wichtig wird es für Lörner sein, die Kreise des erfahrenen Jiri Mlika einzuengen. Mit Niko Triller fehlt ein Routinier im Abwehrbereich. Bei den Gästen weiß man nicht, ob man sich über das Remis gegen Selb freuen oder ärgern soll. Immerhin führten sie bereits 2:0 und waren dem dritten Treffer ganz nahe. In Kirchenlamitz wissen TuS-Trainer Roman Pribyl und sein Team nicht, was auf sie wartet. Mit Christopher Jakob kehrt eine weitere Stammkraft in den Kader zurück.

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