(chap) "Der Zug nach ganz oben ist abgefahren." Das war die erste Reaktion von Tilo Scharnagl, Trainer des TSV Konnersreuth (3./26), nach der Niederlage gegen den Tabellenführer VfB Arzberg. Aber schon im nächsten Atemzug gab sich der Coach kämpferisch. "Die Saison ist noch lang. Wir treten noch einmal gegen die direkten Konkurrenten an. Mit Mut und Kraft bleiben wir so lange wie nur möglich dran. Es ist natürlich schade, dass wir die günstige Gelegenheit, zum Spitzenreiter bis auf einen Punkt aufzuschließen, nicht nutzten."
Volle Konzentration gilt nun den beiden nächsten Begegnungen, die es laut Scharnagl in sich haben. Es geht am Mittwoch gegen den schwächelnden Bezirksliga-Absteiger SpVgg Selb (9./13), dann gastiert der wankelmütige Aufsteiger SG Marktredwitz, der immer für eine Überraschung gut ist.
Riesig freute sich der VfB Arzberg über den 2:1-Sieg in Konnersreuth, wohlwissend, dass er doch recht glücklich zustande kam. Gegen die seit vier Runden sieglosen Sportfreunde aus Kondrau (5./20) sollte keine Gefahr bestehen, die alleinige Tabellenführung zu verspielen. Die Gäste ihrerseits suchen weiterhin nach der Form, die sie noch zum Saisonstart an die Tabellenspitze getragen hatte. Ob die Ryba-Elf ausgerechnet in Arzberg ihre Krise beenden, bleibt dahingestellt.
Auch die zuletzt spielfreie SpVgg Wiesau (9./13) kann mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht einverstanden sein. Nur ein Zähler trennt die Stiftländer vom Relegationsplatz. Beim punktgleichen Aufsteiger TuS Förbau (11./13) ist ein Sieg Pflicht, damit vorerst Ruhe einkehrt. Das gleiche gilt für den SV Steinmühle (13./12), der nach der überraschend klaren 0:4-Heimpleite gegen Aufsteiger SG Marktredwitz (8./16) auf den Relegationsplatz zurückfiel. Trotzdem bricht bei der Truppe von Trainer Thorsten Meier keine Panik aus.
"Wir wussten, dass auf uns eine schwierige Saison wartet. Es fehlt ganz einfach die Konstanz. Einem guten Spiel folgt meistens ein schlechtes. So kommen wir nicht weiter." Dass sein Team am Mittwoch spielfrei ist, kommt Meier durchaus gelegen. Einige angeschlagene Akteure bekommen so die Gelegenheit, ihre Blessuren auszukurieren. "Die nächsten vier Wochen sind für uns entscheidend. Da geht es gegen direkte Konkurrenten und es werden wichtige Zähler vergeben. "
Etwas mehr erwartet hat sich sicherlich der SV Mitterteich II (7./17). Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Kirchenlamitz richtet sich sein Blick nicht wie gewünscht nach oben, sondern unten. Das Hauptübel liegt bei der Landesliga-Reserve ganz klar an der Personallage. Immer wieder ist Trainer Ralf Müller gezwungen eine neu formierte Truppe auf den Platz zu schicken. Nun geht es am Mittwoch zum FC Lorenzreuth (12./12), der mit einem klaren 3:0-Sieg in Kondrau aufhorchen ließ. Und somit neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpft. Auf Mitterteich wartet mit Sicherheit kein Spaziergang.













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