21.10.2019 - 22:43 Uhr
TirschenreuthSport

Kathrin Bachmeier Bayerische Meisterin

Die 17-Jährige gewinnt in Nürnberg den Titel über 200 Meter Freistil. Auch die anderen vier Vertreter des Tirschenreuther Schwimm-Clubs überzeugen mit hervorragenden Zeiten.

Bayerische Meisterin über 200 Meter Freistil: Kathrin Bachmeier vom Tirschenreuther Schwimm-Club.
von Autor RBGProfil

Jubel beim Tirschenreuther Schwimm-Club: Mit Kathrin Bachmeier stellt der Verein erstmals in seiner Geschichte eine Bayerische Meisterin im Damen-Gesamtklassement. Die 17-jährige Gymnasiastin setzte sich am Sonntag im Nürnberger Langwasserbad über die 200 Meter Freistil gegen die Konkurrenz aus ganz Bayern durch und sicherte sich mit dem neuen Oberpfalzrekord von 2:06,83 Minuten zugleich die Qualifikation für die deutschen Kurzbahnmeisterschaften Mitte November in Berlin.

"Da ist heute eine Medaille drin", war sich TSC-Co-Trainerin Kerstin Bogner bereits nach dem 200-m- Freistil-Vorlauf sicher, den Kathrin Bachmeier für sich entscheiden konnte. Die Fragen waren nur: Halten die Nerven? Und was macht die Konkurrenz? Bachmeier wagte im Endlauf die Flucht nach vorne und ging das Rennen mit 0:29,29 und 1:00,96 über die ersten 50 beziehungsweise 100 Meter an. Dadurch schuf sie sich einen Vorsprung, der groß genug war, um sich trotz des kleinen Einbruchs auf den letzten 50 Metern (Splitzeit 33,44 Sekunden) die Konkurrenz vom Leibe zu halten. Exakt vier Zehntelsekunden lag sie schließlich vor der Münchenerin Mara Münsch. Der Vorsprung auf die Drittplatzierte Nele Weinberger (Regensburg) betrug fast drei Sekunden.

Auch in ihren übrigen Rennen bestätigte Bachmeier ihre hervorragende Form. Über 100 m Freistil verpasste sie nach persönlicher Bestzeit von 0:58,75 im Vorlauf mit 0:59,17 als Vierte im Finale eine weitere Medaille nur knapp. Und mit den Plätzen acht und neun über 400 m Freistil (4:39,48) und 100 m Lagen (1:09,42) schwamm sie auf zwei weiteren Strecken unter Bayerns Top Ten.

Auch die ebenfalls 17-jährige Viktoria Bogner wusste in der Noris zu überzeugen. Nach starken 0:28,39 im 50-m-Freistilsprint (Platz 22) erschwamm sie sich im 100-m-Finale mit 1:00,91 Platz 11. 4:45,63 bedeuteten über 400 m Freistil neben Platz 13 sogar eine neue persönliche Bestmarke und auch die 1:11,05 und 2:34,95 über 100 und 200 m Lagen können sich mehr als sehen lassen.

"Absolut im Bereich ihrer jeweiligen Bestleistungen" so die Sportliche Leiterin des TSC, Barbara Legat-Kasel, blieb auch das Brustschwimmer- Trio der Kreisstädter. Daria Codlova (15) rechtfertigte ihre Qualifikation mit starken 0:37,38 im 50-m-Sprint. Kilian Züllich (17) steigerte sich über die 100 m auf ausgezeichnete 1:11,29 (Platz 33) und schloss die 50 m in 0:32,34 (25.) ab. Und auch der drei Jahre jüngere Fynn Legat durfte nach gerade erst überstandenem Fieber mit den 0:32,74 und 1:13,49 über die 50 und 100 m vollauf zufrieden sein.

Kurz-Interview mit Kathrin Bachmeier:

"Ich bin überwältigt"

Bei den bayerischen Meisterschaften in Nürnberg gelang der 17-jährigen Kathrin Bachmeier die Sensation. Sie gewann im Damen-Gesamtklassement den Titel über 200 Meter Freistil. Zusätzlich stellte die Athletin des Tirschenreuther Schwimm-Clubs mit 2:06,83 Minuten einen neuen Oberpfalzrekord auf und schaffte damit die Qualifikationsnorm für die deutschen Kurzbahnmeisterschaften Mitte November in Berlin. Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien äußert sie sich zu ihrem Triumph.

Wie fühlt sich das an, Bayerische Meisterin zu sein?

Kathrin Bachmeier: Also gerade im Moment kann ich es gar nicht glauben, ich bin total sprachlos. Dieser Titel war für mich eigentlich ein Traum, der nie wahr werden sollte. Ich bin komplett überwältigt.

Hätten Sie vor dem Wettkampf damit gerechnet, so ein Ergebnis zu erzielen?

Kathrin Bachmeier: Mein Ziel war eigentlich, die Leistung aus dem letzten Jahr zu übertreffen. Da war ich nur Achte. Das allgemeine Bestreben ist natürlich immer, die eigene Bestzeit zu schlagen. Aber mit so einem Ergebnis hat, glaube ich, niemand gerechnet.

Was sind die Erwartungen für die deutschen Meisterschaften in Berlin?

Kathrin Bachmeier: Ich freue mich natürlich unendlich, an so einem großen Wettbewerb teilnehmen zu dürfen. Ich bin das erste Mal bei den deutschen Meisterschaften dabei. Mir geht es eher um die Teilnahme, als um bestimmte Ergebnisse.

Bereiten Sie sich auf die deutsche Meisterschaft besonders vor oder wie auf jeden anderen Wettkampf?

Kathrin Bachmeier: Am Training verändert sich eigentlich nichts. In den Herbstferien gibt es nochmal ein Intensivtraining, bei dem das Wenden gezielt trainiert wird. Damit beim Wettkampf auch alles einwandfrei abläuft.

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