Tirschenreuth
01.08.2024 - 16:07 Uhr
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SF Kondrau gegen SpVgg Wiesau: Das Null-Punkte-Derby der Kreisliga 2

Zum Auftakt des Doppelspieltags in der Kreisliga 2 des Fußballkreises Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth wollen die Sportfreunde Kondrau ihren bislang gezeigten "Angsthasenfußball" abstellen. Die SpVgg Wiesau hat aber ebenso Großes vor.

Endlich wieder einen Sieg bejubeln: Markus Pappenberger (Mitte) und die SpVgg Wiesau gastieren am Freitagabend bei den SF Kondrau. Beide Teams sind in der Kreisliga-Saison noch ohne Punkt. Archivbild: Schrems
Endlich wieder einen Sieg bejubeln: Markus Pappenberger (Mitte) und die SpVgg Wiesau gastieren am Freitagabend bei den SF Kondrau. Beide Teams sind in der Kreisliga-Saison noch ohne Punkt.

Der gute, alte Handball-Klassiker: "Wenn nicht jetzt, wann dann?" trifft am Wochenende in der Kreisliga 2 des Fußballkreises Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth vor allem auf die SF Kondrau und die SpVgg Wiesau zu. Binnen 48 Stunden werden die Teams beim ersten Doppelspieltag der noch jungen Saison gleich zweimal auf den Platz gebeten. Damit haben sowohl die Sportfreunde als auch die Spielvereinigung gleich doppelt die Möglichkeit, die ersten Punkte einzufahren. Gemeinsam mit dem ASV Wunsiedel und dem VfB Arzberg zählen die beiden Oberpfälzer Teams zu den Null-Punkte-Startern in der Kreisliga 2.

Da trifft es sich gut, dass es zum Auftakt des Doppelspieltags zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Kondrau und Wiesau kommt. "Wir spielen gegen Wiesau auf Sieg, aber auch am Sonntag beim Mit-Aufsteiger in Kirchenlamitz", redet Fabian Polster, Trainer bei den SF Kondrau, auch gar nicht lange um den heißen Brei herum und peilt zwei dreifache Punktgewinne an. Nach zwei knackigen Auftaktpleiten (2:5 gegen SV Mitterteich II, 2:6 bei Selb/Plößberg-Schönwald) glaubt Polster, dass seine Truppe nun eine wichtige Lektion gelernt hat: "Mit Angsthasenfußball wie in der ersten Halbzeit in Selb werden wir in der Kreisliga ohnehin keinen Punkt holen." Vielmehr fordert er gegen Wiesau wieder "Lust auf Fußball und den Gegner zu bearbeiten".

Damit rechnet auch sein Pendant Markus Pappenberger von der SpVgg Wiesau, er bereitet seine Truppe auf einen Gegner vor, "der noch von der Aufstiegseuphorie getragen wird". Den beiden Niederlagen zum Start zum Trotz – ein Gefühl, das man in Wiesau kennt. "Wir haben gegen Weißenstadt verloren, die mit sechs Punkten vorne dabei sind, sowie dem Bezirksliga-Absteiger VfB Rehau einen großen Kampf geliefert. So wissen wir, wozu wir zu leisten imstande sind", analysiert Pappenberger die bisherigen Partien, die ihn zu der Prognose führen: "Ich glaube schon, dass wir gegen beide Gegner am Wochenende etwas holen können."

Diese Erkenntnis zeugt dann doch von einer großen Portion Selbstbewusstsein bei der SpVgg, der Gegner am Sonntag ist mit dem FC Tirschenreuth eines der vier Sechs-Punkte-Teams an der Tabellenspitze. Die Elf von Udo Schnurrer grüßt aufgrund des besten Torverhältnisses gar vom Platz an der Sonne. "In Kondrau ist ein Sieg Pflicht, gegen Tirschenreuth wollen wir überraschen, was damit die Kür wäre", präzisiert Pappenberger.

Das wird der Spitzenreiter aus der Kreisstadt verhindern wollen, der vor dem Auftritt in Wiesau die "völlig unberechenbare" SG Selb-Plößberg/Schönwald erwartet. "Die gewinnen am einen Spieltag hoch, kassieren am nächsten aber eine richtige Klatsche", erwartet FC-Coach Schnurrer eine Wundertüte im Sportpark. Allerdings wäre alles andere als ein Sechs-Punkte-Wochenende für den FC eine Überraschung, und nichts anderes streben die Tirschenreuther Kontrahenten wie die SpVgg Wiesau an.

Der TSV Waldershof steht als zweite Oberpfälzer Sechs-Punkte-Mannschaft vor einem kniffligen Wochenende. Am Freitag reist der FC Marktleuthen an den Hammerrang. Der Truppe von Neu-Trainer und Ex-Profi Sebastian Bösel gelang erst jüngst beim VfB Arzberg ein Coup, als ein ein 1:0-Sieg glückte, der vom Resultat her sogar noch schmeichelhaft für den Bezirksliga-Absteiger war. Da muss die Waldershofer Spitzenmannschaft um Trainer Thorsten Meier genauso auf der Hut sein wie am Sonntag.

Dann geht es zum SV Mitterteich II. Die Landesliga-Reserve gilt als mit die spielstärkste Truppe der Liga, die vor Wochenfrist den FC Tirschenreuth eigentlich schachmatt gesetzt hatte, dabei allerdings vergas, den letzten Zug zu setzen. Vielleicht haben Coach Matthias Männl und seine Akteure mittlerweile ja gelernt, einen Gegner den man dominiert, auch zu besiegen. Der TSV Waldershof am Sonntag dient perfekt als nächstes Versuchskaninchen.

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