13.09.2019 - 21:54 Uhr
TirschenreuthSport

TSV Waldershof bittet den Spitzenreiter zum Tanz

Zwei brisante Partien stehen am zehnten Spieltag der Kreisliga Süd im Fokus: Tabellenführer TSV Konnersreuth steht auswärts vor einer schweren Prüfung. Und der VfB Arzberg erwartet den wiedererstarkten Bezirksliga-Absteiger aus Thiersheim.

Spannende Spiele stehen am Wochenende in der Kreisliga Süd auf dem Programm.
von Helmut KapplProfil

Punktgleich mit dem VfB Arzberg (2./20) führt der TSV Konnersreuth (1./20) die Tabelle der Kreisliga Süd an. Die frisch erworbene Spitzenposition will die Haberkorn-Elf natürlich behaupten. Allerdings wartet mit Aufsteiger TSV Waldershof (6./16) ein Gegner, der an einem guten Tag jeden schlagen kann. Während die SpVgg Wiesau (8./13) mit dem noch sieglosen Schlusslicht FC Vorwärts Röslau II (16./1) keine Probleme haben sollte, droht der SG Mitterteich II/Steinmühle I beim ASV Wunsiedel (10./11) durchaus Gefahr. Gut getan haben sollte der satte 7:3-Sieg in Schwarzenbach den Sportfreunden Kondrau (14./7). Jetzt gilt es nachzulegen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Ob die SpVgg Selb 13 (5./17) der richtige Partner dazu ist, bleibt abzuwarten.

ASV Wunsiedel – SG Mitterteich/Steinmühle (Sa. 15.00)

Auf die Heimelf wartet ein Gegner der hervorragend in die Saison gestartet ist. Zuletzt setzte es Niederlagen, jedoch gegen die aktuellen Top drei der Liga. „Ich erwarte einen spielerisch starken Gast, der selbstbewusst auftreten wird. Für meine Mannschaft gilt es, den Heimfluch endlich abzulegen“, fordert Trainer Fabian Bartl. Zumindest einen Teilerfolg verbuchte die SG zuletzt gegen Wiesau, und angesichts der personellen Situation war man damit im Lager der Stiftländer nicht unzufrieden. Diese Ausgangslage wird sich nicht ändern, nach wie vor fallen zahlreiche Spieler verletzungsbedingt aus. Da die Landesliga-Elf zeitgleich gegen Neudrossenfeld antritt, wird von dort keine Unterstützung kommen. "Mittlerweile denken wir ohnehin von Spiel zu Spiel und hoffen darauf, dass sich die Lage in den nächsten zwei bis drei Wochen etwas entspannt", hofft Mitterteichs Vorsitzender Roland Eckert. Um aus Wunsiedel etwas Zählbares mitzunehmen, bedarf es einer ähnlich konzentrierten Leistung vor allem in der Defensive, wo man trotz eines unglücklichen Eigentors relativ sicher stand und der starken Wiesauer Offensive nur wenig Möglichkeiten gestattete.

SpVgg Wiesau – FC Vorwärts Röslau II (Sa. 15.00)

Das letzte Spiel gegen Mitterteich/Steinmühle war für den SpVgg-Vorsitzenden Alfred Klarner sehr gut. Die spielerischen Elemente haben gepasst, nur die Torausbeute ist noch zu verbessern. Er will den Tabellenletzten nicht unterschätzen. „Gerade mit vermeintlich leichten Gegnern hatten wir in der Vergangenheit immer wieder Probleme. Wenn die Einstellung wie am letzten Wochenende auf den Platz gebracht wird, dürften die Punkte in Wiesau bleiben.“ Die Verletztenmisere bei der Röslauer Landesligamannschaft schlägt voll auf die zweite Mannschaft durch. Durch viele individuelle Fehler setzte es zuletzt eine deftige 0:7-Abfuhr gegen Erkersreuth. In Wiesau wollen die Gäste versuchen, dass die Null solange wie möglich steht. Da das Spiel zeitgleich mit der ersten Mannschaft stattfindet, kann Trainer Hüseyin Bulat mit keinerlei Unterstützung rechnen.

TuS Erkersreuth – SG Marktredwitz (So. 14.00)

Die Hausherren erwarten einen Gegner, der sich aktuell im Abstiegskampf befindet. Beim TuS weiß man aber auch, dass mit den Gästen immer zu rechnen ist. Die positiven Ergebnisse gegen Thiersheim und Arzberg sollten Warnung genug sein. „Wir wollen unseren guten Lauf fortsetzen und den dritten Tabellenplatz festigen“, fordert Trainer Roman Pribyl. „Aber ein Spaziergang wird die Partie mit Sicherheit nicht, denn die Gäste versuchen alles, um aus dem Tabellenkeller zu kommen.“ Personell sieht es wieder gut aus, fehlen wird nur Urlauber Dennis Ulbricht. „Meine Jungs haben ein gutes Spiel im Derby gegen Waldershof gemacht. Ich hätte gern mehr als einen Punkt eingefahren“, blickt SG-Coach Mitko Plomer zurück. „Besser können sie es am Wochenende bei einem Aufsteiger machen, der sich in der Liga bestens zurechtfindet. Wir wollen und werden die drei Punkte aus Erkersreuth mitnehmen“, gibt sich Plomer äußerst selbstbewusst.

TSV Waldershof – TSV Konnersreuth (So. 15.00)

Nach dem 1:1 im Derby gegen Marktredwitz empfängt der Aufsteiger den neuen Spitzenreiter. Um die selbstbewusste und spielerisch starke Gästemannschaft in Schach zu halten, muss der TSV eine absolute Top-Leistung abrufen. „Unsere jüngsten Ergebnisse beweisen, dass wir in der Lage sind, gegen den Tabellenführer zu punkten“, weiß Trainer Maxi Berek. „Gerade zu Hause wollen wir uns daher nicht verstecken und mutig sein.“ Personell wird Jakob Hartmann verletzt ausfallen, auch Dominik Berger fehlt weiterhin. Der Einsatz von Florian Paul ist fraglich. Eine starke Leistung gegen Arzberg in allen Mannschaftsteilen attestierte TSV-Spielleiter Florian Neumann seiner Truppe. „Respekt, dass sie nach dem Anschlusstreffer mit dem Halbzeitpfiff im zweiten Abschnitt nicht einbrach und weiter Druck ausübte. Nun wollen wir mit einem weiteren Sieg den Platz an der Tabellenspitze verteidigen.“ Das wird für Neumann aber nicht einfach. „Die Hausherren stellen eine spielstarke Truppe. Es wird erneut eine konzentrierte Leistung brauchen, um den Platz als Sieger zu verlassen.“ Kapitän Tobias Wenisch fällt mit einem Nasenbeinbruch aus.

VfB Arzberg – TSV Thiersheim (So. 15.00)

Alles hat einmal ein Ende, so auch die Serie von acht ungeschlagenen Spielen der Hausherren. Ein Eigentor und eine Unachtsamkeit brachten Konnersreuth früh in Front. „Wir waren nicht mehr in der Lage, diesen Rückstand aufzuholen“, gesteht VfB-Spielleiter Sven Riedl. Nichtsdestotrotz befindet man sich weiter absolut im Soll. Bei der Pokalniederlage gegen Thiersheim schonten die Hausherren einige Spieler, wissen aber um die gefährliche Offensive des Bezirksliga-Absteigers. Diese gilt es nun in den Griff zu bekommen. Personell kann der Trainer fast auf alle Spieler zurückgreifen, einzig hinter Florian Wunderlich (verletzt) steht noch ein Fragezeichen. Die Gäste scheinen langsam in Fahrt zu kommen. Den bis dato starken FC Lorenzreuth fegte die Truppe von Trainer Udo Schnurrer mit 4:1 vom Platz. Klar, dass die Gäste mit einer großen Portion Selbstbewusstsein anreisen und den Pokalsieg wiederholen möchten.

FC Lorenzreuth – 1. FC Schwarzenbach (So. 15.00)

Nach der verdienten Niederlage in Thiersheim fordert FC-Spielleiter Tommi Krull sein Team auf, sich wieder ihrer Stärken bewusst zu werden. Dazu gehören Konzentration und vor allem Laufbereitschaft. Mit den stark angeschlagenen Gästen erwartet Krull ein Team, welches sich für die letzten schwachen Auftritte rechtfertigen will. „Es wird wichtig sein, dass wir den zu erwartenden Kampf annehmen.“ Gästetrainer Santiago Da Silva stellt sich ab sofort auf den Abstiegskampf ein. „Jetzt benötigen wir Spieler, die über den Kampf das Spiel annehmen. Diesen haben wir letzte Woche im Kollektiv vermissen lassen. Einsatz und Willen, mehr erwarte ich gar nicht.“ Jetzt fällt auch noch Patrick Bertl verletzt aus und verschärft deshalb die ohnehin schon prekäre Personallage.

SF Kondrau – SpVgg Selb 13 (So. 15.00)

Zum einen war es gegen Schwarzenbach ein extrem wichtiger Sieg der Kondrauer – nicht nur wegen der Tabellensituation –, sondern auch für das Selbstvertrauen der Mannschaft, die vorher vier Spiele sieglos geblieben war. „Eine weitere Niederlage wäre sehr schmerzhaft gewesen“, glaubt SF-Spielleiter Philipp Hopfner. "Natürlich gewinnt dieser Dreier weiter an Wert, wenn wir weiter punkten. Mit einer ähnlichen Einstellung und Leistung wie gegen Schwarzenbach können wir auch daheim gegen Selb was reißen.“ Die Personallage bleibt weiter angespannt. Nach drei Siegen in Folge will Selb auch bei den Sportfreunden punkten, um auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze zu bleiben. Allerdings wissen die Dreizehner nur zu gut, wie schwer es ist, in Kondrau zu bestehen. „In den letzten vier Begegnungen gab es keinen Sieg in der Oberpfalz. Auch scheint die Heimelf gut drauf zu sein, denn sieben Auswärtstore in einem Spiel muss man erst mal schießen“, warnt SV-Vorsitzender Bernhard Kristen. Für Spielertrainer Mo Tamo spielt das keine Rolle. „Spielerisch können wir mit jedem Gegner mithalten. Gegen Mannschaften, die mehr vom Kampf leben, muss man kämpferisch halt dagegenhalten. Wenn wir clever spielen und unsere Fähigkeiten umsetzen, können wir auch aus Kondrau Zählbares mitnehmen.“ Dank des breiten Kaders hat der Trainer die Qual der Wahl.

TuS Förbau – VFC Kirchenlamitz (So. 15.00)

Gegen den Nachbarn, der mit dem jahrelangen Förbauer Coach Holger Lörner zum kleinen Derby antritt, zählt für beide Teams nur ein Sieg, will man sich nicht gänzlich im hinteren Tabellenfeld positionieren. Der Druck dürfte jedoch für den VFC deutlich größer sein, ging man doch mit ganz anderen Erwartungen in die Serie. Die personelle Situation beim VFC bleibt nach wie vor angespannt. Die Konstellation, dass ein Niederlamitzer Förbau trainiert und ein Förbauer den VFC, lässt erahnen. dass beide Trainer mit dem jeweiligen Gegner wohl bestens vertraut sein dürften. „Durch die unnötige Niederlage am Wochenende haben wir uns selbst unter Zugzwang gebracht und werden daher versuchen, unser Spiel in Förbau durchzudrücken“, sagt VFC-Coach Holger Lörner.

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