18.04.2019 - 14:04 Uhr
TirschenreuthSport

Zweikampf um den Relegationsplatz

Von wegen ruhige Osterfeiertage! Auf die Kicker der Kreisklasse Stiftland wartet ein Doppelspieltag - am Gründonnerstag und am Ostermontag.

Der ATSV Tirschenreuth und die SG Griesbach/Großkonreuth (links Florian Reger beim 2:1-Sieg beim ASV Waldsassen, rechts Nico Sticht) liefern sich in der Kreisklasse Stiftland einen Zweikampf um Rang zwei.
von Helmut KapplProfil

Interessant ist an der Tabellenspitze der Kreisklasse Stiftland nur der Kampf um den Relegationsplatz zwischen dem ATSV Tirschenreuth (2./54 Punkte) und der SG Griesbach/Großkonreuth (3./47). Spitzenreiter TSV Waldershof (1./65) ist bereits weit enteilt. Spannung herrscht am Tabellenende, wo sich der SV Pechbrunn (15./19) vehement gegen den Abstieg stemmt. Zum rettenden Ufer sind es nur noch drei Zähler Rückstand.

SG Griesbach/Großkonreuth

(chap) Auf einen verdienten 2:1-Sieg in Waldsassen blickt Trainer Manuel Waller zurück. Am Donnerstag gastiert die DJK Falkenberg, mit der die Mannschaft noch eine Rechnung offen hat. In der Vorrunde setzte es eine 1:5-Abfuhr. "Das sollte Warnung und Motivation genug sein", hofft Waller auf eine Revanche. Sorgen vor dem Auswärtsspiel beim SV Leutendorf bereiten dem Coach der kleine Platz und die richtige Einstellung einem Abstiegskandidaten gegenüber. Als Ziel gibt Waller sechs Punkte aus. Der Kader bleibt unverändert.

DJK Falkenberg

(chap) Nach dem klaren Erfolg über Kondrau II reist die Mannschaft mit gesteigertem Selbstbewusstsein an die Grenze zur SG Griesbach/Großkonreuth. "Dort haben wir nichts zu verlieren. Aber die letzten Begegnungen standen immer auf des Messers Schneide. Einen Zähler würden wir gerne mitnehmen", lautet die Vorgabe von Spielleiter Harald Konrad. Zwei Tage später zählt für ihn gegen die vom Abstieg bedrohte SG Fuchsmühl nur ein Dreier. Personelle Veränderungen sind nicht geplant.

SV Schönhaid

(chap) Aus verschiedenen Gründen stehen am Donnerstag im Heimspiel gegen den TSV Konnersreuth II etliche Akteure nicht zur Verfügung. Deshalb könnte Spielleiter Peter Fröhlich mit einer Punkteteilung gut leben. Auch wenn sich am Ostermontag die Personalsituation etwas verbessert, sieht Fröhlich der Partie beim zuletzt erstarkten SV Pechbrunn mit gemischten Gefühlen entgegen. "Den Hausherren steht das Wasser bis zum Hals und sie werden alles versuchen, die Punkte einzufahren." Um den Abstand zu den gefährdeten Rängen zu halten, sollte auch dieses Spiel nicht verloren gehen.

TSV Konnersreuth II

(chap) "Trotz Rückstand gab die Mannschaft gegen den FC Tirschenreuth II nicht auf und holte sich einen wichtigen Dreier", zeigte sich Spielleiter Florian Neumann beeindruckt vom Auftritt seiner Truppe. Natürlich will er auch am Doppelspieltag punkten, um endlich das Wort Abstieg nicht mehr in den Mund nehmen zu müssen. "Der Saisonverlauf zeigt, dass wir gegen jedes Team gewinnen, aber auch verlieren können." Das gilt auch für die anstehenden Gegner, SV Schönhaid (auswärts) und ASV Waldsassen (zu Hause). Die Personallage ist gut.

ASV Waldsassen

(chap) Nach der Niederlage in Griesbach schreiben die Hausherren den dritten Platz endgültig ab, zumal sich zwei Spieler schwer verletzten und das Lazarett weiter vergrößern. Das Trainer-Duo kann froh sein, an den beiden Spieltagen elf gesunde Spieler auf den Platz schicken zu können. Gegen den Tabellenletzten SV Leutendorf fordert Trainer Roland Spitzl einen Dreier, beim TSV Konnersreuth II könnte er mit einem Punkt leben.

SV Leutendorf

(chap) Nach der katastrophalen Leistung gegen Schönhaid hat die Mannschaft den Klassenerhalt endgültig abgeschrieben. "Nun versuchen wir, in den letzten Spielen mit Blick auf die neue Saison junge Spieler zu integrieren", sagt Spielleiter Thomas Cernousek. Beim ASV Waldsassen und zu Hause gegen die SG Griesbach/Großkonreuth setzt der SVL alles daran, wenigstens gute Ergebnisse zu erzielen. Spielertrainer Martin Kastner ist wieder fit, Marcel Hohberger ersetzt im Tor Marco Förster.

SG Fuchsmühl

(chap) "Dieser Auftritt war zum Vergessen. Wir spielten wie ein Absteiger", ärgerte sich Trainer Wolfgang Eiglmeier über die 0:5-Abfuhr in Mähring. Nun steht am Donnerstag das Kellerduell gegen die punktgleichen Sportfreunde aus Kondrau an. "Für mich eine vorentscheidende Partie, die wir unbedingt gewinnen müssen." Mit gemischten Gefühlen sieht Eiglmeier dem Derby am Montag in Falkenberg entgegen. "Dort taten wir uns schon immer schwer, aber in unserer momentanen Lage sollten wir auch dort punkten."

SF Kondrau II

(chap) "Auf die Mannschaft warten im Abstiegskampf zwei wichtige Spiele. Gerade bei der punktgleichen SG Fuchsmühl erwarte ich eine wegweisende Partie", sagt Spielleiter Andy Heinrich. "Wichtig wird es sein, die negativen Ergebnisse der letzten Spiele aus den Köpfen zu bringen und aus Fuchsmühl etwas Zählbares mitbringen, um dann mit gesteigertem Selbstbewusstsein den TSV Friedenfels zu erwarten." Personell gibt es einige Probleme, aber es wird in beiden Begegnungen eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz stehen.

TSV Friedenfels

(chap) Nach der Niederlage beim ATSV Tirschenreuth wird es für Trainer Markus Schaumberger langsam aber sicher eng. "Auch wenn der Gast aus Mähring gut drauf ist, müssen die Punkte in Friedenfels bleiben", fordert Schaumberger. Nicht leer ausgehen will er auch bei den vom Abstieg bedrohten Sportfreunden Kondrau. "Dort erwartet uns vermutlich Abstiegskampf pur. Am besten wären natürlich sechs Punkte, um die Gefahrenzone endgültig zu verlassen." Die prekäre Personallage ändert sich erst in 14 Tagen.

SC Mähring

(chap) Mit dem Schwung aus den letzten Spielen strebt Trainer Patrick Hort weitere Erfolge an. Da beim TSV Friedenfels nur ein Rumpfkader zur Verfügung steht, könnte er mit einer Punkteteilung leben. Zum Derby gegen den TSV Neualbenreuth sind alle Akteure an Bord. "Natürlich streben wir einen Sieg an, auch wenn es vermutlich ein hart umkämpftes Nachbarduell wird." Schmerzlich vermissen wird der Trainer Kapitän Wimmer (Kreuzbandverletzung).

TSV Neualbenreuth

(chap) Die Truppe von Spielertrainer Jürgen Schmidkonz wartet noch immer auf den ersten Sieg in diesem Jahr. Mittlerweile steckt der TSV mitten im Abstiegskampf. Und nun gastiert am Donnerstag ausgerechnet der Tabellenzweite ATSV Tirschenreuth. "Wir sind krasser Außenseiter, schon ein Punktgewinn wäre eine große Überraschung", sagt Spielleiter Martin Maier. Vier Tage später steht das Derby beim SC Mähring auf dem Programm. Ob es zur Revanche für die 0:1-Vorrundenniederlage reicht, wird sich zeigen. In beiden Begegnungen muss die Mannschaft auf ihren Spielertrainer verzichten, der sich im Urlaub befindet.

ATSV Tirschenreuth

(chap) Große Probleme hatte die Mannschaft mit der Spielweise des TSV Friedenfels. Deshalb war der knappe Sieg umso wichtiger. "Beim TSV Neualbenreuth erwartet uns ein ähnlicher Gegner", warnt Trainer Marco Zeus. Prokesch und Schnabl sind beruflich verhindert, Lorenz ist fraglich. Zum Spiel gegen den TSV Bärnau gibt es nicht viel zu sagen. "Jeder weiß, dass er nach der vermeidbaren 3:5-Vorrundenniederlage einiges gutzumachen hat." Schnabel und Prokesch sind wieder dabei.

TSV Bärnau

(chap) Laut Spielleiter Markus Fichtner wartet am Donnerstag eine schier unlösbare Aufgabe. Es gastiert der ungeschlagene Tabellenführer TSV Waldershof. "Um wenigstens ein achtbares Ergebnis zu erzielen, bedarf es gegenüber dem Spiel in Pechbrunn einer gewaltigen Leistungssteigerung." Auch beim Tabellenzweiten ATSV Tirschenreuth sieht Fichtner sein Team in der Außenseiterrolle. Doch im Hinspiel zeigte die Mannschaft, dass im Fußball alles möglich ist. "Tirschenreuth wird dieses Spiel nicht vergessen haben und entsprechend motiviert sein." Der komplette Kader steht zur Verfügung.

TSV Waldershof

(chap) Beim TSV Bärnau erwartet Trainer Maxi Berek eine undankbare Aufgabe. "Die Hausherren sind seit fünf Runden ungeschlagen und werden vor Selbstbewusstsein strotzen. Wir wollen natürlich alles versuchen, unsere Serie fortzusetzen." Es fehlen Assmann, Dürrbeck und Wollner. Nicht vergessen hat Berek, dass ihm der FC Tirschenreuth II im Hinspiel vor große Probleme stellte. Deshalb erwartet er am Ostermontag erneut eine schwere Aufgabe. Ziel ist es, den Doppelspieltag ohne Punktverlust zu überstehen, um den Abstand auf Verfolger ATSV Tirschenreuth zu halten.

FC Tirschenreuth II

(chap) Am Donnerstag gastiert mit dem SV Pechbrunn ein Team aus dem Tabellenkeller. "Sollte die Mannschaft das Spiel so angehen wie die zweite Halbzeit in Konnersreuth, wird es schwer, etwas zu holen", warnt Spielleiter Thomas Schramm. "Dort ließen Laufbereitschaft und Ausdauer zu wünschen übrig." Am Ostermontag wartet für Schramm das leichteste Spiel des Jahres, es geht zum souveränen Tabellenführer TSV Waldershof. "Hier kann das Team nur überraschen, denn jeder rechnet mit einer Niederlage." Die Personallage ist nicht gerade rosig.

SV Pechbrunn

(chap) Nach der bitteren Niederlage gegen Bärnau will Trainer Maxi Kraus beim FC Tirschenreuth II verlorenen Boden gutmachen. "Gelingt es uns, die Torchancen konsequent zu nutzen, bin ich guter Dinge." Nicht entgangen ist Kraus, dass sich der Gast aus Schönhaid in blendender Verfassung befindet. "Hier werden wir schon 110 Prozent bringen müssen, damit die Punkte in Pechbrunn bleiben", vermutet Kraus.

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